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Tradition wird groß geschrieben

OZ-Schulnavigator Teil 5: Die Regionale Schule „Rudolf Harbig“ Tradition wird groß geschrieben

Die Ribnitz-Damgartener Schule punktet mit Projekten und Wettbewerben

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Die 10. Klasse von Musiklehrerin Olga Schuldt probt im Unterricht mit eigens angeschafften Musikinstrumenten wie Gitarre, Keyboard oder Cajon.

Quelle: Fotos: Michaela Krohn

Ribnitz-Damgarten. Die Geschichte der Regionalen Schule „Rudolf Harbig“ ist eine besondere. Seit 1952 ist das Gebäude ein Schulhaus, zuvor dienten die Räume als Werkstätten für die Herstellung von Flugzeugteilen. Den Namen hat die Schule vom „Jahrhundert-Läufer“ Rudolf Harbig (1913-1944). Allein diese Tatsachen geben der Schule Grund, vor allem auf Traditionen zu achten. So finden unter anderem seit 2006 die Traditionstreffen mit ehemaligen Schülern und Lehrern statt, seit zehn Jahren erscheint außerdem regelmäßig ein Jahrbuch. Zudem ist in einer Chronik die Schulgeschichte Damgartens niedergeschrieben. „Traditionen sind uns an der Schule wichtig. Wir pflegen die alten und schaffen auch neue“, sagt Schulleiterin Kerstin Schaperjahn.

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Die Ribnitz-Damgartener Schule punktet mit Projekten und Wettbewerben

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Die Serie

Die OZ präsentiert in der Serie Schulnavigator alle weiterführenden Schulen der Region.

Vorgestellt werden auch die Regionale Schule Zingst, die Evangelische Schule Dettmannsdorf, die Bernsteinschule Ribnitz-Damgarten, die Freie Schule Prerow, das Gymnasiale Schulzentrum Barth, das Wossidlo-Gymnasium und das Fachgymnasium in Velgast.

Essen wird täglich geliefert

Die Schulspeisung für die Regionalschule in Damgarten übernimmt der Regionalverband Warnow-Trebeltal des Arbeiter-Samariter-Bundes mit Sitz in Ribnitz und Ahrenshagen. Das Essen wird täglich frisch gekocht und in die Schule geliefert. Schüler und Lehrer können jeden Tag zwischen zwei Menüs wählen. Eines davon ist immer vegetarisch oder ein Fischgericht.

Gesunde Schule mit Zertifikat

Die Regionalschule hat 2010 zum ersten Mal das Zertifikat „Gesunde Schule“ vom Bildungsministerium erhalten und auch wiederholt bestätigt bekommen. Teil des Programms sind Projekte zur gesunden Ernährung, aber auch zu Bewegung und Sport sowie zur Mülltrennung. Auch Räume wurden dafür neu gestaltet. Auch die Lehrergesundheit spielt dabei eine Rolle.

Viele Projekte und Wettbewerbe

Die Schule bietet eine Vielzahl an interessanten Projekten und Wettbewerben für die Schüler – zum Beispiel den jährlichen Lesewettbewerb, Mitarbeit am Jahrbuch und Benimmkurse. Hinzu kommen viele soziale Projekte, die auch durch die Schulsozialarbeiterin organisiert werden. Themen sind unter anderem Cyber-Mobbing oder Drogen. Es gibt auch Projektfahrten.

Schulball soll zu einer neuen Tradition werden

Neuestes Projekt des Schülerrates ist die Organisation eines Schulballes. „Wir hoffen, dass wir es schaffen, diesen Ball in diesem oder im nächsten Jahr zum ersten Mal auszurichten“, sagt Nele Nossenheim. Die 13-Jährige ist gern an der „Rudolf Harbig“-Schule, ist aktiv im Schülerrat. „Es ist eine gute Schule, auch weil sie nicht so groß ist. Man kennt sich hier.“ Auch das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern sei gut. „Allen ist daran gelegen, dass die Kommunikation stimmt. Wer ein Problem hat, kann sich immer an die Lehrer wenden“, sagt die Schülerin. Dabei helfe auch eine Schulsozialarbeiterin, die seit diesem Schuljahr an der Schule tätig ist.

Lehrer führen lustige Märchen für Schüler auf

Ein Brauch, der seit einigen Jahren Schüler wie Lehrer in Lachsalven versetzt, ist das Weihnachtsmärchen. Dort spielen nicht die Schüler die Hauptrolle, sondern die Lehrer. Sie verkleiden sich, schreiben Märchen modern und witzig um und stehen gemeinsam auf der Bühne. Ganz allein geht es dann aber doch nicht. „Die Schüler unterstützen uns mit der Technik“, sagt Lehrerin Solveig Starck.

Alles auf die Beine zu stellen, sei zwar eine große Anstrengung, mache aber allen viel Spaß. Und: Die Turnhalle ist zu dieser Veranstaltung immer voll. „Das Märchen ist einer unserer Höhepunkte im Jahr“, betont die Deutsch- und Geschichtslehrerin. Etwas ernster geht es in den Benimm-Kursen der Schule zu. Ab Klasse 5 lernen Schüler dort zum Beispiel, wie man Telefongespräche führt, Blumen arrangiert, sich bei Tisch, im Kino und im Zug benimmt. „In den oberen Klassenstufen geht es dann unter anderem darum, wie man sich für Bewerbungsgespräche anzieht und sich darauf vorbereitet“, sagt Schulleiterin Kerstin Schaperjahn.

Auch in den höheren Klassen spielt die Berufsorientierung eine große Rolle. Ab Klasse 7 gibt es eine sogenannte Potenzialanalyse, mittels der festgestellt wird, welche Stärken die einzelnen Schüler haben. Es geht in Klasse 8 weiter mit Betriebserkundungen, Bewerbungstraining und in den 9. und 10. Klassen mit Praktikumswochen.

Schüler trainieren das ganze Jahr für den Lesewettbewerb

Eine feste Größe im Terminkalender der „Rudolf Harbig“-Schule ist der jährlich stattfindende Lesewettbewerb in Partnerschaft mit der Ribnitzer Wossidlo-Buchhandlung. Zur Vorbereitung darauf treffen sich die Schüler etwa alle zwei Monate in der Leseecke. „Dann werden neue Bücher vorgestellt und vorgelesen“, erklärt Solveig Starck. Die Schüler nehmen dieses Angebot gut an. Es gibt auch eine kleine Schulbibliothek.

Wer lieber musiziert, kann übrigens im Schulchor aktiv werden. Chorkonzerte werden auch zusammen mit dem benachbarten Wossidlo-Gymnasium organisiert.

Familiäre Atmosphäre

318 Schüler werden an der Regionalen Schule „Rudolf Harbig“ von 24 Lehrkräften unterrichtet. Es gibt auch einen Gastlehrer. Die Schüler sind in 15 Klassen aufgeteilt. Zusätzlich hat die Schule fünf Räume am benachbarten Gymnasium angemietet. Das Gebäude in der Damgartener Schulstraße wird seit 1952 als Schule genutzt. Zuvor wurden dort Flugzeugteile hergestellt.

Gute Ausstattung

In der „Harbig“-Schule finden sich 16 Räume für den Unterricht – darunter Fachräume für Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Kunst, Musik und Sprachen. Die Schule verfügt zudem über eine eigene Sporthalle und einen Sportplatz. Es gibt auch einen Kreativraum und eine kleine Bibliothek. Im Schulgebäude und auf dem Hof gibt es Raum für Begegnungen.

Michaela Krohn

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