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Verurteilt: Brüder treten Polizisten

Ribnitz-Damgarten Verurteilt: Brüder treten Polizisten

Die beiden Ribnitzer müssen 900 und 600 Euro Geldstrafe zahlen

Ribnitz-Damgarten. Zwei Ribnitzer, die einen Polizisten getreten und gestoßen haben sollen, wurden wegen des Widerstands gegen die Staatsgewalt im Amtsgericht Ribnitz-Damgarten zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen, dass die Brüder, Sebastian K.* (20) und Lukas K. (18), am Abend des 29. Novembers 2015 einen Polizisten im Hausflur ihres Wohnhauses angegriffen haben.

Gerichtsbericht

Der Polizeihauptmeister sagte aus, dass er wegen eines anderen Einsatzes mit seiner Kollegin in der Gegend gewesen sei. Als er einen lauten Knall hörte, sei er aus dem Auto gestiegen. „Dann wurde noch mal ein Böller gezündet und ich bin der Person hinterhergelaufen, die ihn geworfen hat“, berichtet der Beamte. Wer von den Brüdern das gewesen sei, könne er nicht mehr sagen. Der junge Mann sei in den Hausflur gelaufen. Als er ihm folgen wollte, habe sich ein zweiter ihm in den Weg gestellt. Um in den Hausflur zu gelangen, habe er diesen zur Seite geschoben. Im Hausflur sei neben den beiden angeklagten Brüdern auch der dritte jüngere Bruder gewesen. „Ich wollte die Identität feststellen, aber ich wurde nur angeschrien.“ Dann habe Sebastian K. ihn gestoßen. Als der Beamte ihn festhielt, habe dessen Bruder Lukas K. gegen sein linkes Schienbein getreten. „Ich hatte eine Schürfwunde am Bein“, sagte der Polizist. Seine Kollegin sei erst danach hinzugekommen und habe, als sie die aufgeheizte Stimmung bemerkte, Verstärkung gerufen.

Die Brüder stritten die Tat ab. Sie erklärten, dass sie weder Böller gezündet noch den Polizisten angegriffen hätten. Es sei genau anders herum gewesen. Der Beamte habe ihren jüngeren Bruder festhalten wollen und sie hätten sich dazwischengestellt, um ihn zu beschützen.

Der Staatsanwalt glaubte den Ribnitzern nicht und forderte eine Geldstrafe. Richter Chris Neumann folgte diesem Antrag und verurteilte Sebastian K. zu einer Geldstrafe von 900 Euro. Sein jüngerer Bruder Lukas K. muss 600 Euro zahlen. Für die Angeklagten, die beiden schon mehrfach vor Gericht standen, hatte er klare Worte. „Was bilden Sie sich ein? Polizisten haben Pflichten und Rechte.

Wenn ein Polizist Ihren Ausweis sehen will, haben Sie ihn auch zu zeigen. Da gibt es keine Diskussion.“ Aus seiner Sicht hätten die Brüder ein Autoritätsproblem. „Die Familie führt sich auf, als wären sie die Könige vom Prenzlauer Berg“, so Neumann.

*Namen geändert

Anika Wenning

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