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Verurteilung nach Raub in Wallanlagen

Rostock Verurteilung nach Raub in Wallanlagen

. Wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung ist der Rostocker Artur N. (36) zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

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Rechtsanwältin Beate Falkenberg verteidigt den Angeklagten Artur N. (36). FOTO: ANDRÉ WORNOWSKI

Rostock. . Wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung ist der Rostocker Artur N. (36) zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er soll im Sommer in den Wallanlagen einen flüchtigen Bekannten mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen, ihn brutal verprügelt und ihm das Handy gestohlen haben. Das Landgericht Rostock ordnete die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch und berät nun, ob sie in Revision geht.

Im Prozess stand Aussage gegen Aussage. Das Gericht folgte jedoch den Angaben des Opfers, weil diese „schlüssig dargelegt, ohne Widersprüche und ohne überschießende Belastungen waren“, so der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Der Angeklagte sei hingegen unglaubwürdig gewesen.

Es soll ein herrlicher Morgen im vergangenen Sommer gewesen sein, als N. nach einer durchzechten Partynacht den ebenfalls angetrunkenen Wolfsburger Damian K. kennenlernte, schilderte der Vorsitzende Richter. K. war in Rostock zu Besuch und trockener Alkoholiker. Er habe dem Suchtdruck jedoch nicht wiederstehen können. Er war in mehreren Kneipen und verlor die Orientierung. Zu N. habe er dann sofort Vertrauen aufgebaut, so der Richter. Beide haben polnische Wurzeln.

Die beiden besorgten sich weiteren Alkohol und nahmen auch Amphetamine zu sich. Mit einer ungeschickten Bewegung soll K. am Pavillon in den Wallanlagen das Handy des Rostockers beschädigt haben. N.

habe nun als Ersatz das teurere Handy des Wolfsburgers gefordert. Dieser lehnte jedoch ab. N. soll ihm daraufhin von hinten mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen und brutal auf ihn eingeprügelt haben. Schließlich habe er sich das Handy genommen. Dann sei N. geflüchtet und habe das schwer verletzte Opfer allein zurückgelassen. Bis heute muss K. einen Arzt aufsuchen.

N. widerspricht der Darstellung. Er sagt, K. habe ihm freiwillig das Handy gegeben. Zudem habe er ihn allein gelassen, bevor er verprügelt wurde. aw

OZ

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