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Vineta soll wiederbelebt werden

Barth Vineta soll wiederbelebt werden

Im Barther Ausschuss für Wirtschaftsförderung wurde ein Baustopp gefordert, nach einer Tourismusmarke gesucht und über die Anschaffung eines neuen Kunstobjektes beraten.

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Barth aus der Luft

Quelle: Ernst Fischer

Barth. Ein Loch mit Indoor-Abenteuerspielplatz statt des NS-Dokumentationszentrums? Nicht etwa offiziell sondern aus Kreisen des DOK-Vereins war den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur der Vinetastadt eine Änderung im Interieur des zukünftigen Bürgerhauses in der ehemaligen Reuter-Schule zugetragen worden. Das ärgerte nicht nur den Vorsitzenden des Gremiums, Mario Galepp. Seit 2012 rauchten viele Köpfe, auch die Ideen einer Arbeitsgruppe fanden Eingang in ein Nutzungskonzept, das seitdem immer wieder vor allem bautechnisch bedingte Abwandlungen erfuhr. Nun soll auf einmal ein Loch eingeplant werden. In die Zwischendecke gestemmt ermöglicht es einen Indoor-Abenteuerspielplatz über zwei Geschosse. Raum für das vorgesehene Dokumentationszentrum sei dann allerdings nicht mehr. Gründe genug für die Ausschussmitglieder, sich vor der Sitzung am Montagabend ein Bild vor Ort zu machen und einer von Barths prominenten Baustelle einen Besuch abzustatten. Das Loch könne man später wieder schließen, tröstete Friedrich-Carl Hellwig, Sachgebietsleiter Räumliche Planung/Bauverwaltung der Stadt Barth und so ein Spielplatz wäre als Tourismussaison verlängernde Maßnahme förderfähig. Allerdings sollten derart gravierende Nutzungsänderungen auf gleichem Wege beschlossen werden, wie das ursprüngliche Konzept, dachte Hellwig laut nach. Der Tourismusausschuss jedenfalls will sich mit dem neuen Loch nicht einfach abfinden und fordert dessen Baustopp, bis man eine gemeinsam abgestimmte Lösung für das Innenleben des Bürgerhauses gefunden hat.

Vineta soll wiederbelebt werden

Natürlich geht Tourismus auch ohne, aber mit Marke hätte man eine Idee, fast schon ein Konzept erläuterte Hellwig seine Gedanken zu einer Tourismusmarke für die Stadt Barth. Auf der Suche nach einem Begriff für die unverwechselbare Identität Barths hatte man sich „Vineta“ schützen lassen, aber das allein ist nicht genug. „Vineta“ sei in Barth nicht präsent, gab Hellwig zu verstehen. Aber man könne auf Erreichtes setzen, Barth habe einiges in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu bieten, dafür seien Touristen bereit, mehr zu zahlen. Solarzellen am Flughafen, Wärmedämmung in Hauswänden oder die Einhaltung von Bauvorschriften fanden die meisten Ausschussmitglieder nicht besonders „magnetisch“ – Öko-Label könne man überall in der Republik finden. Dann schon lieber „Vineta“ treu bleiben, selbst wenn der Standort nicht beweisbar sei, biete die Sage jede Menge Potenzial, selbst mit Klimaschutz lässt sie sich verbinden. Allerdings müsse man sie endlich auch mit Leben füllen. „In Barth gehen Ideen unter, Vineta beispielsweise ist zum zweiten Mal abgetaucht“, beklagte Peter Hermstedt, „aber so eine Marke ist Gold wert, wenn sie ein Alleinstellungsmerkmal unterstreicht.“ „Wir sollten die Marke Vineta ausbauen und leben“, stieß Erich Kaufhold ins gleiche Horn und selbst Dr. Gerd Albrecht: „Vineta ist nicht zwingend meins“, plädierte für einen Grundsatzbeschluss, der „Vineta“ aus ihrem Dornröschenschlaf erlöst. „Wir müssen uns treu bleiben. Aufgewärmte Suppe schmeckt oft besser als frische!“ Und so lautet der Beschluss: „Der Ausschuss will an der Marke Vineta mit aller Konsequenz festhalten.“

Herzog Boglislaw XIII. erobert Platz der Freiheit

„Wie bei den Eiern für den Gänsemarkt“ soll in Sachen „Beschaffung Kunstobjekt Platz der Freiheit“ verfahren werden. Diesem Vorschlag der Verwaltung konnten sich die Mitglieder des Ausschusses ohne Kontroversen anschließen. Im Mittelpunkt des Werks soll Boglislaw der XIII. stehen. Mit diesem Herzog verknüpft Barth seine besten Jahre, sagte auch Museumsleiter Dr. Gerd Albrecht. Auch wenn er Boglislaw eher repräsentativ auf dem Markt stehen sieht und den Platz am Schloss am liebsten für den letzten Ranenfürsten Witzlaw III., Norddeutschlands einzigem Minnesänger, freihalten würde. Doch Hauptsache, es würde ein Kunstwerk zum Anfassen, Spielen und Nachdenken, das nicht vergöttert. „Und Boglislaw ist von allen wohl der Würdigste“, konstatierte Albrecht. Die Verwaltung wird nun den Text für eine geschlossene Ausschreibung für das Kunstobjekt auf dem Platz der Freiheit vorbereiten, dann entscheidet der Auschuss und bestimmt den Rahmen derer, die beteiligt werden sollen.

Susanne Retzlaff

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