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Völkshäger züchtet „tierische Rasenmäher“

Völkshagen Völkshäger züchtet „tierische Rasenmäher“

Vorsichtig lugt das Kängurubaby aus dem Beutel, schaut kurz nach links und rechts, um dann ganz schnell wieder ins Warme zu krabbeln. „Das hat noch gar kein Fell“, sagt Frank Peters.

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Das Kängurubaby, das hier aus dem Beutel seiner Mutter schaut, hat noch kein Fell. Schon nach einer kurzen Tragzeit von rund 20 bis 40 Tagen kommen die Tiere zur Welt.

Quelle: Fotos: Anika Hoepken

Völkshagen. Vorsichtig lugt das Kängurubaby aus dem Beutel, schaut kurz nach links und rechts, um dann ganz schnell wieder ins Warme zu krabbeln. „Das hat noch gar kein Fell“, sagt Frank Peters. „Das andere ist schon etwas weiter“, erklärt der Völkshäger und deutet auf das Känguru, das einige Meter weiter über die Wiese hüpft. Aus dem Beutel schaut ein kleiner Kopf heraus. Vor drei Jahren hat sich der 50-Jährige drei Weibchen und ein Männchen aus dem Vogelpark Marlow geholt. Seitdem haben alle drei einmal im Jahr Nachwuchs bekommen.

OZ-Bild

Vorsichtig lugt das Kängurubaby aus dem Beutel, schaut kurz nach links und rechts, um dann ganz schnell wieder ins Warme zu krabbeln. „Das hat noch gar kein Fell“, sagt Frank Peters.

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Kamelart

Aus den Anden in Südamerika stammen Alpakas ursprünglich. Wie bei allen Kamelen ist der Körperbau der Alpakas durch relativ langgestreckte, schlanke Beine, einen langen, dünnen Hals und einen kleinen, dreieckigen Kopf charakterisiert. Allerdings haben sie keine Höcker.

Der Tierliebhaber züchtet die Kängurus, um sie dann weiterzuverkaufen. „Wenn sie zur Welt kommen, sind sie gerade einmal zwei Zentimeter groß. Sie finden ganz allein den Weg vom Geburtskanal in den Beutel und saugen sich dann an den Zitzen der Mutter fest. In ein paar Wochen werden sie den Beutel das erste Mal verlassen.“ Die Tierbabys kommen bereits nach einer sehr kurzen Tragzeit von rund 20 bis 40 Tagen zur Welt.

Der Völkshäger hat eine Vorliebe für ungewöhnliche Tiere. Bereits vor zehn Jahren hat er sich aus Belgien zehn Alpakas gekauft. Auf einem Pferdemarkt in Hemmelsberg hat der 50-Jährige die Kamelart, die aus Südamerika stammt, zum ersten Mal gesehen. „Ich habe mich sofort in sie verliebt“, berichtet Frank Peters. „Sie sind sehr pflegeleicht. Sie fressen das gleiche wie Schafe, sind aber nicht so nervig. Sie blöken nicht, sondern sind sehr ruhig. Im Sommer muss ich sie überhaupt nicht füttern, dann fressen sie nur das Gras. Mittlerweile sind Alpakas aber nichts Exotisches mehr. Es gibt einige Leute in Deutschland, die die Tiere halten. Alpakas eignen sich aufgrund ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch sehr gut als Therapietiere.“

Derzeit hat der 50—Jährige elf Stuten und einen Hengst. Die Jungtiere verkauft er deutschlandweit an Privatleute. Namen haben seine tierischen Lieblinge nicht. „Für mich sind die Alpakas und die Kängurus landwirtschaftliche Nutztiere. Tierische Rasenmäher sozusagen. Und natürlich macht es auch Spaß, ihnen zuzusehen. Vor allem jetzt, wo die Kängurus Nachwuchs haben. Ich könnte sie stundenlang beobachten“, berichtet der Völkshäger.

Auch für viele Spaziergänger sind die Tiere eine Attraktion. „Sie bleiben stehen und schauen ihnen zu“, sagt Frank Peters. Und auch Urlauber, vor allem die Kinder, würden die Alpakas und Kängurus lieben.

Und der 50-Jährige hat auch schon die nächste außergewöhnliche Rasse für eine neue Zucht ins Auge gefasst — Waliser Schwarznasenschafe. Eins hat er sich bereits angeschafft. Es lebt gemeinsam mit den Alpakas auf der Wiese. „In der Anfangszeit ist die ganze Herde vor dem einen Schaf weggerannt. Und auch jetzt weichen sie alle zurück, wenn das Schaf aus dem Eimer frisst. Das hat hier eindeutig das Sagen. Das ist echt witzig“, sagt Frank Peters. Gerne würde er auch noch weitere Schwarznasenschafe kaufen, um sie zu züchten. „Es ist aber gar nicht so einfach, welche zu finden. Sie sind sehr selten.“

Von Anika Wenning

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