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Vom geschnitzten Löffel bis zum handgeschmiedeten Nagel

Klockenhagen Vom geschnitzten Löffel bis zum handgeschmiedeten Nagel

Im Freilichtmuseum in Klockenhagen wird historisches Handwerk vorgestellt / Am Sonntag findet dazu eine spezielle Veranstaltung statt

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Lothar Dinse stellt im Freilichtmuseum Klockenhagen das Schmieden vor.

Quelle: Fotos: Peter Schlag

Klockenhagen. Stolz nimmt die kleine Lea ihren Nagel entgegen. Der ist handgeschmiedet. Geholfen hat dabei Lothar Dinse. Der Pommer, in Bartelshagen II zu Hause, ist seit Jahren der Schmied im Freilichtmuseum von Klockenhagen. Und einer derjenigen Frauen und Männer, die historisches Handwerk vorstellen.

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Im Freilichtmuseum in Klockenhagen wird historisches Handwerk vorgestellt / Am Sonntag findet dazu eine spezielle Veranstaltung statt

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Vieles, was Lothar Dinse anfertigt, hat Demonstrationscharakter. Nägel schmieden, oder Hufeisen. Und welchen Bedarf das Museum selber hat. Besonders die Kinder finden es toll, wenn der Schmied ihnen zeigt, wie ein Nagel hergestellt wird. Das gilt nicht nur für die Kinder der Urlauber. Auch Schulklassen schauen sich das in Klockenhagen an.

Ein paar Meter weiter ist Max Barske gerade beim Auflegen des Antriebsriemens im Sägewerk. Ein Stück Vorbereitung für Sonntag. Im Freilichtmuseum wird dann ab 10 Uhr zum großen Handwerkertag eingeladen. Vorgestellt werden die traditionellen Gewerke, die auf dem Museumshof versammelt sind. Der Schmied gehört dazu, der Stellmacher, der Bäcker, die Grünholzwerkstatt, die Töpferin, der Imker und der Gärtner. Und der Säger. Das Klockenhäger Sägewerk stand früher in Dierhagen, war zuletzt jahrelang ungenutzt. Nun können die Besucher es im Museum wieder in Aktion sehen. Beim Schneiden von Holz, das dann auf dem Hof verbraucht wird.

Schräg gegenüber arbeitet Ralph Schmidt. Der Grünholzmann. Hier werden Löffel geschnitzt, Stühle und Hocker gebaut. Für Ralph Schmidt schon länger ein Hobby. Klockenhagen kannte er als Besucher. Dann ergab es sich, dass er hier regelmäßig ein altes Holzhandwerk vorstellt. Arbeitsgeräte sind beispielsweise Drechselbank, Axt und vor allem das Schnitzmesser. „Für den Stuhlbau verwende ich hauptsächlich Esche, bei den Löffeln Ahorn“, erzählt er über die verwendeten Holzarten. Die Besucher finden die Werkstatt sehr interessant. Und spannend sind bisweilen die Gespräche mit älteren Besuchern, die das Handwerk kennen. „Von den alten Hasen lerne auch ich noch hinzu“, schmunzelt Ralpf Schmidt.

Jeannette Nadebor ist derweil bei der Kräuterführung. Diese findet zweimal pro Woche statt, dienstags und freitags ab 11 Uhr. Das Interesse ist groß – und angesichts der Vielfalt im Klockenhäger Kräutergarten gibt es viel zu erzählen. 200 Kräuter wachsen dort. Thematisch geordnet. Mittelalter-Kräuterfachfrau Hildegard von Bingen hätte ihre helle Freude daran. Salbei steht hier beispielsweise, oder Zitronen-Thymian. Jeannette Nadebor möchte den Besuchern auch Praktisches für zuhause vermitteln: „Ich mache den Leuten Lust, sich etwas aus der Natur zu holen“, erzählt die Carlsthalerin davon, dass die Besucher bei Spaziergängen in der Natur ja auch zuhause viele Kräuter am Wegesrand entdecken können.

Dicht umlagert ist auch immer der Stand von Thomas Müller. Er ist der Bäcker von Klockenhagen. Zwiebelbrot gibt’s hier, Bärlauch- und Schinkenbrot. Nicht zu vergessen das Klockenhäger Landbrot. „Alle Produkte sind aus eigener Herstellung“, erzählt der Bäckermeister und fügt hinzu: „Wir verwenden hauseigenen Sauerteig.“ Mehrmals pro Woche finden Mitmachaktionen für Kinder statt. Das kommt richtig gut an. 50 Meter weiter entsteht übrigens ein neues Backhaus. Das macht das Backen witterungsunabhängiger, dank überdachter Freiterrasse.

Das Programm

Zum Handwerkertag wird am morgigen Sonntag auf das Gelände des Freilichtmuseums in Klockenhagen eingeladen. Er findet von 10 bis 17 Uhr statt. Vorgestellt werden verschiedene historische Gewerke, angeboten werden auch Mitmachaktionen.

Die 33. Erntekronenschau wird dann am Nachmittag eröffnet. Geplant ist das um 14 Uhr, gemeinsam mit dem Bauernverband Nordvorpommern. Bis zum Erntefest in vier Wochen können die Gäste wieder per Stimmzettel die prächtigste Erntekrone küren.

Peter Schlag

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