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„Wer ist eigentlich dieser Ernst des Lebens?“

Ribnitz-Damgarten „Wer ist eigentlich dieser Ernst des Lebens?“

120 Mädchen und Jungen wurden am Sonnabend in Ribnitz-Damgarten eingeschult / Auch in den anderen Grundschulen der Region hatten die Kinder ihren ersten Schultag

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Maxi Wohlschlegel, Rahel Holtz, Jakob Bitschofsky und Matti Berlin gehen ab heute in die Klasse 1b der Bauermeister-Schule. Fotos (4): Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Na Li aus Ribnitz hat das Gefühl, als sei es erst gestern gewesen, dass ihre kleine Tochter Maja geboren wurde. „Die Zeit vergeht so schnell. Ich konnte heute Nacht gar nicht schlafen“, sagt die 39-Jährige und beobachtet, wie ihre sechs Jahre alte Maja unruhig auf dem Stuhl herum rutscht und ihre neuen Mitschüler noch etwas kritisch beäugt.

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120 Mädchen und Jungen wurden am Sonnabend in Ribnitz-Damgarten eingeschult / Auch in den anderen Grundschulen der Region hatten die Kinder ihren ersten Schultag

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Das Mädchen ist eine von 44 Kindern, die am Sonnabend in der Grundschule „Theodor Bauermeister“ eingeschult wurden. Na Li spricht wohl das aus, was alle Eltern an diesem Vormittag denken, als sie ihre Kinder mit Schultasche und -tüte in der Aula beobachten.

Schulleiterin Irene Schütt begrüßt sie mit sanfter Stimme. Dann treten Viertklässler vor das Publikum aus Eltern, Großeltern und Geschwistern. „Der Ernst des Lebens“ heißt das kurze Theaterstück, das „die Großen“ den Erstklässlern vorspielen. „Wer ist denn eigentlich dieser Ernst des Lebens, den ich in der Schule kennenlernen werde?“, fragt die Hauptdarstellerin. „Sitzt der Ernst des Lebens in der Zeitung und macht die Menschen mürrisch? Oder ist das ein unfreundlicher Mann, der in der Schule wohnt?“ Das Theaterstück greift spielerisch die Ängste mancher Kinder auf. Nicht alle freuen sich unbändig auf diesen Tag. Die kleine Maja beispielsweise vermisst ihre beiden besten Freundinnen, die noch in den Kindergarten gehen, verrät Mutter Na Li.

Maxi Wohlschlegel hingegen trägt voller Stolz ihre pinke Schultüte und ist voller Tatendrang. Sie wird von ihren Eltern Steffi Wohlschlegel und Christian Rau begleitet. Für Oma Jutta Wohlschlegel ist es an diesem Vormittag bereits die zweite Einschulungsfeier. „Drei meiner Enkelkinder kommen heute in die Schule. Ich bin heute also die Marathon-Einschulungs-Gängerin“, erzählt sie lachend.

„Rechnen und Sport, darauf freu ich mich am meisten“, berichtet ihre Enkelin Maxi derweil. Das wird sie ab heute lernen. Den Stundenplan und die Schulbücher erhalten die Kinder noch während der Zeremonie. Die erste Stunde für die Klasse 1b: Deutsch. „Wir starten sofort durch, mit Hausaufgaben und allem drum und dran“, sagt die Schulleiterin. Anders funktioniere das auch nicht. „Die Kinder sind unglaublich wissbegierig.“ Ihre ersten Zensuren bekommen sie aber erst in der zweiten Klasse. Die Schüler der Damgartener Löwenzahnschule hingegen erst ab der fünften Klassenstufe. Die meisten Erstklässler werden künftig in der Ribnitzer Bernsteinschule lernen. 48 Kinder bilden dort zwei Klassen. Zusätzlich wird eine Diagnose-Förderklasse mit sieben Schülern gebildet. Für die Bauermeister-Schule entschieden sich die Eltern von 44 Kindern, die in zwei Klassen aufgeteilt werden und in der Evangelischen Löwenzahnschule entsteht eine neue erste Klasse.

Mittlerweile haben die Abc-Schützen den „Ernst des Lebens" aus dem Theaterstück kennengelernt. Ein schüchterner, blonder Junge sitzt brav in seiner Schulbank und stellt sich vor: „Hallo, ich heiße Ernst.“ Der kleinen Schauspielerin fällt ein Stein vom Herzen, als sie das hört und auch Direktorin Irene Schütt beruhigt ihre neuen Schüler: „Der Ernst des Lebens ist nett und macht Spaß. Wir Lehrer nehmen euch mit, auf eine Abenteuerreise ins Land der Zahlen, Buchstaben und der Musik.“ Auch das Enkelkind der Direktorin wird an diesem Tag eingeschult.

Und wie feiern die jungen Schüler ihren besonderen Tag?, fragt Klassenlehrerin Marion Liebschwager, als die Kinder das erste Mal in ihrem Klassenzimmer sitzen. Mit Radtouren ins Freilichtmuseum Klockenhagen, mit Partys zu Hause, im Garten oder bei den Großeltern. Und wer heute Früh Sechsjährige mit einem roten oder gelben Basecap auf dem Kopf sieht, der weiß: Vorsichtig fahren! Die Schüler sind zum ersten Mal – eventuell allein – auf dem Weg zur Schule.

Carolin Riemer

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