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Werke von A bis Z unterm Hammer

Ahrenshoop Werke von A bis Z unterm Hammer

Kunstauktion in der Ahrenshooper Fischerwiege am Karsamstag.

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Besucher Jürgen Töbel (l.) mit einem Bild von Wilhelm Facklam und Auktionator Christopher Walther.

Quelle: Elke Erdmann

Ahrenshoop. Was passt besser zu Karfreitag als Hering mit Zitrone? Ein solches Motiv brachte die Malerin Dora Koch-Stetter ins Bild. Auf dem Plakat wirbt es für die Kunstauktion, zu der Christopher Walther am Karsamstag um 17 Uhr ins Romantik Hotel Fischerwiege Ahrenshoop (Vorpommern-Rügen) einlädt. In der langgestreckten Galerie mit indirektem Oberlicht präsentiert er 70 Kunstwerke von A bis Z. In den vergangenen Tagen gab Walther Interessenten die Möglichkeit zur Vorbesichtigung der Werke, bevor sie am Samstag ab 17 Uhr unter den Hammer kommen.

Vorbesichtigungen am Freitag und Samstag

70 Kunstwerke kommen am Samstag, 15. April, um 17 Uhr bei der Oster-Auktion in den Konferenzräumen des Hotels Fischerwiege am Schifferberg in Ahrenshoop zur Versteigerung. Eine Vorbesichtigung ist im Hotel Fischerwiege am Karfreitag und am Karsamstag von 11 bis 15 Uhr möglich.

Der Katalog ist im Internet unter www.kunstauktion-wieck.de einzusehen.

Rufpreise zwischen 240 und 6600 Euro

Welches Bild würden wir am liebsten mitnehmen? Das ist ein Spiel, das Familie Töbel aus Regensburg immer vor einem Galerie- oder Museumsbesuch spielt. Besucher Jürgen Töbel, der im Haus des Malers Theobald Schorn – „eine Zierde Ahrenshoops“ – logiert, sagte nach dem Rundgang in der Fischerwiege: „Ich hätte wahrscheinlich den Facklam genommen, der ist heiter.“ Zur Probe hielt er ihn schon mal ein bisschen fest. Auktionator Walther hofft, „dass die Leute etwas für sie Interessantes finden und das dann auch bekommen.“ Mit seiner Auswahl hat er zwei Schwerpunkte gesetzt: Im 125. Jubiläumsjahr Bilder der Künstlerorte Ahrenshoop sowie Hiddensee und Werke von 27 Malerinnen. Der Rufpreis der Bilder, also das unterste Gebot, mit dem begonnen wird, liegt zwischen 240 und 6600 Euro.

Der schöne Reigen beginnt mit dem Pastell „Am Hafen“ von Clara Arnheim und endet mit dem leichten Aquarell „Weg zum Haus“ von Augusta von Zitzewitz (1880-1960). Die jüdische Malerin Clara Arnheim, 1865 in Berlin geboren, wohnte viele Sommer in Vitte auf Hiddensee bei dem Mühlen- und Bäckermeister Schwartz. Sie war Mitbegründerin des dortigen Künstlerinnenbundes, thematisierte die Insellandschaft und ihre Bewohner, besonders die Fischer. Sie wurde 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt, wo sie im selben Jahr verstarb. Dora Hitz malte eine wunderbare Rose, die an den zauberhaften Film „Die Schöne und das Biest“ erinnert. Kühe vom Tiermaler Oskar Frenzel, geerdet am Boden, und ähnliche, doch ein My schwebend, von Fritz Grebe bilden in der Schau ein interessantes Pendant.

Sehr erfrischend ist eine Hinterhof-Idylle mit Leiterwagen, Frau im roten Kleid, Hühnern und Hahn. Der Maler signierte behutsam ins Bild hinein: „Max Lindh 1948 Barth a. d. Ostsee“. Er wurde 1890 in Königsberg geboren, wo er an der Akademie studierte und später lehrte. Er starb 1971 in Berlin. „Nach 1946 war er Direktor des Instituts für Bildende Kunst an der Universität Rostock“, schreibt Friedrich Schulz in seinem Ahrenshooper Künstlerlexikon, das Christopher Walther treffend „Die Bibel“ nennt. „Der weibliche Akt, mit Ree signiert, ist mein Lieblingsbild“, sagt er. Hier ist nicht klar, ob es ein Gemälde der Jüdin Anita Rée ist, die 1885 in Hamburg geboren wurde und 1933 auf Sylt den Freitod wählte.

Ein seltenes Pastell von Louis Douzette zeigt eine Winterlandschaft und ein Aquarell aus dem Jahre 1967 ein Blumenstillleben der 91-jährigen Malerin Ruth Klatte, die in Wieck auf dem Darß lebt.

Robert Niemeyer

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