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Wie von Zauberhand: Ein Ballon bläst sich selbst auf

Prora Wie von Zauberhand: Ein Ballon bläst sich selbst auf

Bei einer Familienführung auf dem Baumwipfelpfad in Prora auf Rügen geht es um physikalische Phänomene in der Natur / Gezeigt werden viele Experimente

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Markus Matthias (re.) zeigt Gästen mithilfe eines Luftballons, wie Kohlenstoffdioxid entsteht.

Quelle: Fotos: Manuela Wilk

Prora. Ist das alles Zauberei? Bei der Familienführung-Naturzauber auf dem Baumwipfelpfad in Prora werden Tricks der Natur enthüllt. Markus Matthias, Mitarbeiter des Naturerbe Zentrums Rügen, führt die Gäste als selbst ernannter Zauberlehrling in die Geheimnisse der Pflanzen- und Tierwelt ein.

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Bei einer Familienführung auf dem Baumwipfelpfad in Prora auf Rügen geht es um physikalische Phänomene in der Natur / Gezeigt werden viele Experimente

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Kontakt & Infos

Adresse:

Forsthaus Prora 1

18609 Binz

Kontakt: ☎ 038393 / 662200

Öffnungszeiten:

Täglich 9.30 bis 19.30 Uhr

Eintritt:

Erwachsene 10 Euro

Kinder (6 bis 14 Jahre) 8 Euro

Naturzauber-Führung:

3. September, 10. September

ab 10.30 Uhr, 3 Euro zuzüglich Eintritt

• Internet: www.nezr.de

„Wer glaubt, dass Wasser bergauf fließen kann?“, fragt er zu Beginn des Rundgangs. Viele Kinder und Erwachsene heben die Hand. „Na, dann wollen wir das einmal ausprobieren.“ Mit drei Freiwilligen will der Zauberschüler diesen Trick nachahmen. Eine mit Wasser gefüllte Schüssel wird auf ein Podest gestellt, ein leeres Glas auf den Boden. Über einen durchsichtigen Schlauch soll das Wasser erst ein Stück nach oben und dann ins Glas fließen. Die Kinder dürfen vorschlagen, wie das funktionieren kann. „Man muss an dem einen Ende des Schlauches kräftig saugen“, ruft der siebenjährige Vincent Andermann aus Nordrhein-Westfalen. Richtig!

„Was bei uns eben harte Arbeit war, schafft ein Baum mühelos. Er zieht Wasser in seinem Stamm bis zu 30 Meter in die Höhe“, sagt der Umweltpädagoge. Um das im kleinen Maßstab nachzuvollziehen, hat er Wasser eingefärbt. „Wenn wir oben auf der Aussichtsplattform angekommen sind, können wir prüfen, ob die Blüten blau geworden sind.“

Weiter geht es auf dem 1250 Meter langen Holzweg durch die Baumkronen. Ob die Besucher eine 25 Meter hohe Buche zum Schwingen bringen können? „Dafür müssen wir zaubern. Wer kennt einen Zauberspruch“, fragt Matthias. Leonard aus Thüringen sagt „Abrakadabra, Simsalabim, dreimal schwarzer Kater, Baum wackle!“ Der Sechsjährige macht Ferien bei seinen Großeltern in Altenkirchen im Norden Rügens. Er hat zu jedem Experiment den passenden Hexenspruch parat.

Der Mitarbeiter stemmt sich gegen die Rinde und die Buche beginnt zu wanken. Staunend stehen die Kinder um ihn herum. „Das liegt an der Hebelwirkung. Umso weiter oben wir den Baum schubsen, desto einfacher ist es“, erklärt er. An den Stationen auf dem Pfad hält der Naturführer an. Er zeigt unter anderem, wie aus der Mischung aus Tafelessig und Backpulver Kohlenstoffdioxid entsteht. Dazu stülpt er einen Luftballon auf eine Flasche. Das Gemisch im Inneren erzeugt ein Gas. Es strömt nach oben und der Ballon richtet sich auf. „Das Gas benötigen die Pflanzen zum Atmen“, sagt er.

Simon aus Nordrhein-Westfalen hat Freude an dem Rundgang. „Der Trick mit der Luftqualle hat mir gut gefallen“, sagt der Siebenjährige. Mithilfe einer Schnur und eines Luftballons wird die Schwimmbewegung einer Qualle nachgeahmt. Die Kinder halten ein Band, durch das ein Strohhalm gefädelt ist. Matthias bläst einen Ballon auf und befestigt ihn daran. Dann lässt er los. Durch den Rückstoß der ausströmenden Luft, schnellt die „Luftqualle“ voran.

Simons Schwester Isabell (11) sagt:„Ich hätte nicht gedacht, dass man ein löchriges Tuch unter eine Flasche halten kann, ohne dass das Wasser herausläuft.“ Die Kinder sind mit den Eltern Guido und Jennifer Glittenberg aus ihrem Urlaubsort Zingst angereist. „Mir gefällt das Konzept der Führung. So laufen die Kinder nicht einfach den Weg nach oben, sondern lernen etwas dabei“, sagt die Mutter.

Eines der letzten Experimente: „Ich versuche, Gold schwimmen zu lassen“, sagt der Rügener. Er lässt etwas in eine mit Salzwasser gefüllte Flasche fallen. Der Bernstein, das sogenannte Gold des Meeres, treibt oben auf. Zum Schluss ein Blick auf die weißen Blumen. Sie haben sie nach etwa zwei Stunden zart blau gefärbt.

Manuela Wilk

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