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Angebote in der Baubranche richtig teuer

Bad Sülze Angebote in der Baubranche richtig teuer

Ausschreibungsergebnisse fallen derzeit extrem hoch aus / Die Bad Sülzer Kastanienallee wird erst 2017 saniert

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Bad Sülze: Die Kastanienallee wird erst 2017 saniert. Ursprünglich sollte das jetzt erfolgen.

Quelle: Peter Schlag

Bad Sülze. Theoretisch sollten in der Kastanienallee in Bad Sülze Sanierungsarbeiten erfolgen. Praktisch passiert dort derzeit nichts. Auf die Ausschreibung der Baumaßnahme hat das Amt Recknitz-Trebeltal nach Rücksprache mit dem Planungsbüro verzichtet. Grund: Derzeit fallen Ausschreibungsergebnisse extrem teuer aus.

Eine Erfahrung, die auch in anderen Ämtern gemacht wird. Die Stadt Ribnitz-Damgarten zum Beispiel hat die Sanierungsarbeiten an der Sporthalle „Freundschaft“ erst mal verschoben, weil die Ausschreibungsergebnisse „zum Weglaufen sind“, wie Bauamtsleiter Heiko Körner zusammenfasst.

Warum ist das so? Die Erfahrungen der Bauämter zeigen, dass Leistungen von den Firmen derzeit zu höheren Preisen angeboten werden. „Wir schließen daraus, dass sie sehr gut ausgelastet sind“, so Heiko Körner. Offenbar ist für die Baufirmen derzeit mehr als ausreichend Arbeit da, die Auftragsbücher für 2016 sind voll. All diejenigen Kommunen, die vor dem Jahresende noch Arbeit erledigt haben wollen, müssen deshalb höhere Preise akzeptieren – oder das Projekt verschieben.

Das machen die Ribnitz-Damgartener nun mit der Sanierung der Freundschaft-Sporthalle, wo mit rund 270 000 Euro Kosten kalkuliert wird. Wo Fördermittel fließen, muss bei einer Zeitverschiebung des Projektes immer auch mit dem Fördermittelgeber geredet werden. Bei der Freundschaft-Halle ist das der Fall. Hier hat die Stadt den Antrag gestellt, die Sanierung 2017 auszuführen. So würde man, erklärt Heiko Körner, von dem Druck wegkommen, bis Jahresende fertig sein zu müssen. Andererseits würde es den Firmen die Chance geben, langfristiger zu planen, fügt der Bauamtsleiter hinzu.

Welche Erfahrungen machen die Barther mit Ausschreibungen? „Im Bereich Tiefbau und Straßenbau stimmen die Preise noch mit unseren Schätzungen überein“, erklärt der Barther Bauamtsleiter Manfred Kubitz. „Beim Hochbau werden die Preise bei den Ausschreibungen allerdings überschritten.“ Ein Grund sei, dass es immer weniger Firmen gebe, die sich an den Ausschreibungen beteiligen, da viele Firmen keine freie Kapazität mehr hätten. „Das Prinzip Angebot und Nachfrage“, so Kubitz. Hätten sich vor einigen Jahren bei öffentlichen Ausschreibungen im Schnitt 20 Firmen beworben, seien es jetzt höchstens vier oder fünf. „Im November, Dezember vergangenen Jahres haben wir die Sanierung der Außenfassade der Feuerwehr ausgeschrieben“, berichtet Kubitz. Obwohl es sich um keine geringe Summe – rund 70000 Euro – gehandelt habe, habe keine Firma ein Angebot abgegeben. „Und dabei haben wir mehrere Firmen direkt angesprochen.“

Das Projekt habe die Stadt deshalb erst einmal auf Eis legen müssen. Beim neuen Versuch im Sommer dieses Jahres hätten von zehn angesprochenen Firmen drei ein Angebot abgegeben. „Das beste lag zehn Prozent über unserem Preis“, sagt Manfred Kubitz.

Zurück in die Kastanienallee. Die Kostenplanung für die Sanierung liegt bei rund 730 000 Euro. Die Straße ist für Bad Sülze immens wichtig, Anlieger sind unter anderem Schule und Kita sowie die Reha-Klinik. Das Planungsbüro hat von einer Ausschreibung noch für 2016 abgeraten. Auch, weil mit der Ausschreibung ja Zeitraum und Endtermin der Arbeiten hätte angegeben werden müssen, erläutert Verwaltungschefin Anke Haß. So soll auch dieses Projekt nun 2017 umgesetzt werden. Die Ausschreibung ist vorbereitet – zu welchem Zeitpunkt sie veröffentlicht wird, hängt nun von der Empfehlung der Planer ab.

Null Interesse an 1,2 Millionen-Projekt

Die Ergebnisse der Ausschreibungen von Bauprojekten fallen derzeit oft sehr hoch aus. Andererseits gibt es Ausschreibungen, auf die sich wenige Firmen bewerben. Oder gar keine. Letztere Erfahrung hat das Amt Recknitz-Trebeltal gerade gemacht, als es um Kirch Baggendorf ging. Dort soll zum einen das Schwimmbad saniert werden, andererseits soll dort neu ein Info-Point entstehen. Ein großes Projekt, die Investitionssumme beträgt rund 1,2 Millionen Euro. Insgesamt war es schwierig, in der Region die erforderlichen Fachfirmen zu finden. Für das Los Bauendreinigung gab es gar keine Bewerbung – das muss nun erneut ausgeschrieben werden.

Peter Schlag und Anika Wenning

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