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Auf dem Gutshof entsteht ein Kranich-Café

Hessenburg Auf dem Gutshof entsteht ein Kranich-Café

Nach dem Kranich-Museum und Kranich-Hotel bekommt das vorpommersche Dorf Hessenburg bei Ribnitz-Damgarten nun auch noch ein Café.

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Bettina Klein vor der alten Schmiede in Hessenburg.

Quelle: Detlef Lübcke

Hessenburg. Die alte Schmiede auf dem Gutshof in Hessenburg bei Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) gleicht zurzeit noch einer Baustelle. Doch bereits am Karfreitag soll nichts mehr daran erinnern. Nach dem Kranich-Museum und Kranich-Hotel will Gutshofbesitzerin Dr. Bettina Klein dann auch ein Kranich-Café eröffnen.

In der ehemaligen Schmiede war zuletzt schon ein Café und Restaurant eingerichtet. Bettina Klein hatte dessen Leitung einem freien Mitarbeiter übertragen. Nach einvernehmlicher Trennung hat Klein die alte Schmiede nun wieder übernommen.

Mit einem völlig neuen Konzept will sie der alten Schmiede neues Leben einhauchen. Mit ihrem Sohn Clemens (30) ist sie durch Berlin gereist. „Zwei Wochen lang haben wir uns Cafés angeschaut, um Ideen und Anregungen zu sammeln“, berichtet sie.

Das Hessenburger Kranich-Café folgt dem allgemeinen Trend zur Selbstbedienung. Statt Speisen à la carte setzt Bettina Klein unter anderem auf 300- bis 350-Gramm-Kartoffeln. Sie werden im Lehmbackofen gegart und mit verschiedenen Beilagen angeboten. Zeitungen und Zeitschriften sollen zum Verweilen auf bequemen Sitzmöbeln einladen. Das Kranich-Café werde im Stil der 50er Jahre eingerichtet, erklärt Bettina Klein. Ihr Sohn kümmert sich um das Gestalterische und Bauliche. Der Berliner Architekt berät sich mit Alex Schweder. Der New Yorker Künstler plante und kuratierte das Kranich-Museum. Unter seiner Leitung ist auch das 2015 eröffnete Kranich-Hotel entstanden. „Beide skypen oft miteinander und tauschen sich dabei zum Café aus“, sagt Bettina Klein.

Die Tresen verkleidet Clemens Klein mit altem Mamor aus einer Villa der bekannten Kölner Bankiersfamilie Oppenheim. Für einen der Tische verarbeitet er alte Dielen aus dem Hessenburger Gutshaus.

Kranich-Museum, Kranich-Hotel und Kranich-Café sollen aufeinander abgestimmt sein und als Einheit betrachtet werden. Drei Außenterrassen geben den Blick auf das Gutshaus frei. Zwei von ihnen sind mit Ostseekies bedeckt worden. Um die Terrassen herum sind verschiedene alte Obstbaumsorten angepflanzt worden.

Bettina Klein ist 2012 mit dem Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden. Die aus Hessen stammende Unternehmerin sanierte die Guts- und Parkanlage seit 1999.

Von Detlef Lübcke

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