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Ein Gläschen Walnuss-Öl zum Probieren

Langenhanshagen Ein Gläschen Walnuss-Öl zum Probieren

Ostseemühle in Langenhanshagen öffnete anlässlich der 9. Bio-Landpartie die Türen

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Linhard Seib aus Ahrenshagen ließ etwa 320 Kilogramm Äpfel in der Saftpresse verarbeiten. Über 40 Kartons Apfelsaft konnte er am Ende mit nach Hause nehmen.

Quelle: Volker Stephan

Langenhanshagen. Zu den landesweit 57 Bio-Erzeugern in Mecklenburg-Vorpommern, die ihre Höfe am Sonnabend anlässlich der 9. Bio-Landpartie für Interessierte öffneten, gehörte wieder die Ostseemühle in Langenhanshagen. Die Inhaber Sabine und Bernd Zaepernick stellten den Besuchern die eigenen Leistungen und Angebote vor, hatten aber auch acht weitere, zum Konzept passende Anbieter eingeladen. „Eigentlich bin ich mit dem gezeigten Interesse ganz zufrieden“, so Bernd Zaepernick, „obwohl uns das Super-Wetter wohl viele Besucher weggenommen hat.“

Eigentlich bin ich mit dem gezeigten Interesse ganz zufrieden.“ Bernd Zaepernick

Fast alles drehte sich an diesem Tag rund um das Thema „Gesunde Ernährung“, bei dem die kaltgepressten Öle, wie sie in der Ostseemühle hergestellt werden, eine nicht unbedeutende Rolle spielen. In der Produktionsabteilung konnten die Besucher erleben, wie frisches Öl aus den unterschiedlichsten Ausgangsstoffen gepresst und abgefüllt wird, so z. B. aus frischen Walnüssen. Ein Gläschen zum Probieren brachte Klarheit, dass diese Spezialität nicht nur gesund, sondern sogar pur genossen ganz wohlschmeckend ist.

Die Zaepernicks wollen nach Umsetzung ihrer Pläne weitere Zielgruppen ansprechen, um als regelmäßige Anlaufstelle für ernährungsbewusste Mitmenschen noch breitere Interessen bedienen zu können.

Zukunftsmusik sind diese Pläne nicht mehr, denn der Umbau einer großen massiven Halle, in der einst Fahrzeuge abgestellt wurden, zu einem modernen Produktions-, Verkaufs- und Schulungsgebäude ist bereits sehr weit vorangeschritten. Schon Ende Oktober soll die geförderte Maßnahme abgeschlossen sein. „Etwa zwei Drittel der Kosten werden uns aus dem Leader-Programm zur Verfügung gestellt“, berichtete Sabine Zaepernick. Ist alles fertig, werde sich die Produktionskapazität durch die Anschaffung einer zweiten Ölpresse verdoppeln. Der bisherige Vortragsraum bleibe, solle aber durch eine neue Schauküche ergänzt werden. „Darin wollen wir zeigen, was man mit unseren Produkten anfangen kann. Auch wir selbst sind noch Lernende“, versicherte sie.

Die eigenen Produkte und die Erzeugnisse von Partnerbetrieben aus der Region werden dann in einem geräumigen Laden mit Eingang auf der Straßenseite angeboten. „Etwa 25 Prozent der Waren werden Bio sein, der Rest konventionell. Das Geschäft soll gleichzeitig die Dorfbewohner mit den nötigsten Dingen des täglichen Bedarfs versorgen“, versprach Bernd Zaepernick. Vom Ladengeschäft aus würden die Kunden durch ein großes Fenster das Geschehen in der benachbarten Produktionsabteilung beobachten können.

Angrenzend an das Geschäft solle eine Lesezone mit Bibliothek eingerichtet werden. „Die wird Infomaterial zur Region sowie Literatur zur gesunden Ernährung beinhalten“, so die Vorstellung der Betreiber. Mit einer weiteren Idee wollen die Zaepernicks auch kleinere Erzeuger und Hobbygärtner erreichen: Nach der Neugestaltung der Fläche zwischen dem zukünftigen Laden und der Straße könnte ihren Vorstellungen nach hier alle 14 Tage ein Markttag unter dem Motto „Gesundes für Genießer“ stattfinden. Aus Ahrenshagen waren „Die Mostis“, Jenny und Hendryk Miechowski, mit ihrer kürzlich angeschafften mobilen Saftpresse angereist und hatten alle Hände voll zu tun. Allein die Hängerladung Äpfel, die Linhard und Enrico Seib aus Ahrenshagen zur Weiterverarbeitung angeliefert hatten, lastete die Maschine eine ganze Weile aus. Die etwa 320 Kilo Äpfel – alle von einem Baum – schütteten sie seitlich in einen Trichter, um dann auf der anderen Seite der Maschine Fünf-Liter-Kartons mit frischem Apfelsaft entgegen nehmen zu können. Über 40 Kartons – insgesamt 200 Liter – konnten sich Vater und Sohn am Ende freuen. „Bei der Verarbeitung mit unserer Maschine bekommt jeder Kunde den Saft seiner eigenen Äpfel – und nicht irgendwelchen“, versicherte Jenny Miechowski.

Wenn die Baumaßnahmen zur Erweiterung der Ostseemühle beendet sind, wollen die Inhaber mit einem großen Eröffnungsfest in das neue Zeitalter starten.

Volker Stephan

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