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Fördermittelstopp für Hafengebäude

Dabitz Fördermittelstopp für Hafengebäude

Landesbehörde will Unterlagen für nachträglich geplanten Kiosk-Anbau sehen.

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René Bossow (li.) und Dirk Hein vom Wasserbauunternehmen Roock beim Verschrauben der Eichenbohlen. Während die Arbeiten am neuen Wasserwanderrastplatz Dabitz und die Gestaltung seines Umfeldes im Zeitplan liegen, ist der Baubeginn für das Hafengebäude noch unklar.

Quelle: Volker Stephan

Dabitz. Während der Bau des neuen Wasserwanderrastplatzes Dabitz (Vorpommern-Rügen) und die Gestaltung seines Umfeldes zeitlich und kostenmäßig im Plan liegen und sich ihrem Ende nähern, ist der Baubeginn für das Hafengebäude mit Geräteraum, Toiletten und touristischem Informationspunkt noch unklar. Als Grund nannte Harald Reinecke, der Bürgermeister der Gemeinde Kenz-Küstrow, den nicht nachvollziehbaren Fördermittelstopp für den insgesamt 2,2 Millionen teuren Hafenbau (zehn Prozent Eigenanteil) durch das Landesförderinstitut (LFI). Als Begründung wurde durch die Behörde der nachträglich geplante, nicht im ursprünglichen Projekt enthaltene Anbau eines Kiosks an das zu errichtende Hafengebäude genannt. „Wir wollen mit dem Imbissangebot einen besseren Service für Wassersportler, Radwanderer und Ausflügler bieten und den Hafen in touristischer Hinsicht noch interessanter gestalten“, erklärte der Bürgermeister die Idee. „Außerdem ist es viel einfacher, den Anbau im Zuge der laufenden Bauarbeiten zu tätigen, als später noch einmal neu anzufangen. Er sollte ohne Fördermittel, sondern ausschließlich mit eigenem Geld errichtet werden. Obwohl alles im finanziellen Rahmen bleibt, will das LFI nun die konkretisierten Unterlagen prüfen, wobei Monate ins Land gehen können“, ärgerte er sich.

Gemeinde ist zur außerplanmäßigen Kreditaufnahme gezwungen

Der vorläufige Fördermittelstopp empört ihn vor allem deshalb, weil davon auch die Zahlungen für laufende Arbeiten betroffen sind. Für ihn ein Unding: „Die Baufirmen müssen doch das ihnen zustehende Geld erhalten. Jetzt sind wir zur außerplanmäßigen Kreditaufnahme gezwungen, um sie zu bezahlen.“Reinecke ist überzeugt, dass es mit dem Bau des Hafenhauses in diesem Jahr nichts mehr wird, hofft aber darauf, die Leistungen noch im Herbst ausschreiben zu können. Dann könnte – mildes Wetter vorausgesetzt – im Winter der Baustart erfolgen. Optimistisch stimmt hingegen der Baufortschritt rund um die Hafenanlagen – alle Restpunkte sollen bis Ende September abgearbeitet und bis Ende Oktober abgerechnet sein. Mitarbeiter des Wasserbauunternehmens Roock verlegen gegenwärtig die letzten der sechs Zentimeter starken Eichenbohlen der Steganlage. Weil der Belag möglichst lange halten soll, wurde auf das kostengünstigere Lärchenholz verzichtet. Für Kunststoffbohlen lägen noch keine Langzeiterfahrungen bezüglich der UV-Verträglichkeit vor, außerdem wären sie nicht für Auflageabstände von 3,20 Metern geeignet, erklärte Hafenplaner Dr. Dirk Rarrasch vom Ingenieurbüro IWR. An den geschützten Stegliegeplätzen vor der Hafeneinfahrt sei bis auf eine Tiefe von 2,30 bis 2,50 gebaggert worden, berichtete er. „Noch tiefer zu baggern lohnte sich nicht, denn dann hätte der Bereich wie eine Schlammfalle gewirkt.“

Endabnahme für Hafen soll Oktober erfolgen

Ein Vermessungsboot vom Geo Ingenieurservice Nord-Ost werde ihn sicherheitshalber noch einmal mit dem Echolot abfahren. Ende September solle der Hafen technisch abgenommen werden, für Ende Oktober sei die Endabnahme durch die Gemeinde vorgesehen. Reinecke geht von einer kostendeckenden Bewirtschaftung des Hafens ab 2018 durch die Gemeinde aus. Einen offiziellen Einweihungstermin habe man für Mai 2018 geplant.  Seine Tauglichkeit wird der jüngste Wasserwanderrastplatz der westlichen Bodden aber bereits am Wochenende des 7. Oktober 2017 unter Beweis stellen müssen. Dann soll er als Basis für den dritten und vierten Lauf der Barther Stadtmeisterschaft im Segeln mit Wettfahrt um das Blaue Band dienen und die teilnehmenden Boote und Yachten aufnehmen. Auf der weitläufigen Grabow soll ihnen ohne tiefenbedingte Einschränkungen das Absegeln großer Bahndreiecke ermöglicht werden. Am Abend wollen die Teilnehmer im Regattazelt am Dabitzer Hafen feiern.

Edwin Sternkiker

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