Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Regen

Navigation:
Generationswechsel bei der Eisbär Eis GmbH

Ribnitz-Damgarten Generationswechsel bei der Eisbär Eis GmbH

Horst-Dieter Schröder verabschiedet sich in den Ruhestand / Tochter Manuela Fürtig wird zum 1. Juni Geschäftsführerin

Voriger Artikel
Intelligente Häuser sind ihr Hauptgeschäft
Nächster Artikel
Generationswechsel an der Firmenspitze

Die Eisbär Eis Produktions GmbH ist ein traditioneller Familienbetrieb: Horst-Dieter Schröder und Ehefrau Jutta sowie Tochter Manuela Fürtig und Schwiegersohn Thomas Fürtig (v.l.).

Quelle: Edwin Sternkiker

Ribnitz-Damgarten. Zum 1. Juni übergibt Horst-Dieter Schröder seine Unternehmsanteile an der Eisbär Eis Produktions GmbH Ribnitz-Damgarten an Tochter Manuela Fürtig (44). Sie wird gleichzeitig Geschäftsführerin des Unternehmens. „Ich bin vor kurzem 67 Jahre alt geworden und seit 42 Jahren in der Eisproduktion tätig. Außerdem bin ich gesundheitlich angeschlagen.

Es ist jetzt Zeit, das Ruder an die jüngere Generation zu übergeben“, so Horst-Dieter Schröder.

Die Unternehmensnachfolge ist langfristig vorbereitet worden. Bereits nach dem Studium 1999 begann Tochter Manuela als Diplomkauffrau und Schwiegersohn Thomas Fürtig (44) als Maschinenbauingenieur im Familienunternehmen zu arbeiten. Während sich Tochter Manuela seither um die Bereiche Personal und Controlling kümmerte, ist ihr Mann Thomas Fürtig als Betriebs- und Technischer Leiter tätig. Von Beginn an im Familienunternehmen mit dabei an der Seite ihres Mannes arbeitet Jutta Schröder in der Buchhaltung.

Wenn Horst-Dieter Schröder zurückblickt, kann er es manchmal selbst nicht glauben, wie rasant sich das Unternehmen, das heute alle führenden deutschen Handelsketten beliefert, entwickelt hat.

„Starteten wir 1994 mit einer Rundgefrieranlage und gerade einmal 30 Mitarbeitern, so produzieren wir heute mit bis zu 300 Mitarbeitern. Unser Unternehmen liefert mittlerweile in 27 Länder Europas und auch nach Neuseeland, Australien sowie Südkorea. Und in wenigen Tagen, am 30. Mai, geht die erste Eislieferung in die USA ab.“

Mit der ständigen Ausweitung der Produktion wuchsen auch die Umsätze. Lagen diese 1994 bei 2,5 Millionen Euro, so konnte 2014 die 50-Millionen-Euro-Grenze geknackt werden. Um die Produktion in diesem Umfang erhöhen zu können, wurde kräftig investiert. Heute laufen sechs Produktionsanlagen. Stolz ist Schröder darauf, dass die technische Ausrüstung des Unternehmens zu den modernsten der Welt gehört.

Die hochmodernen Anlagen wecken das Interessen bei anderen Eisherstellern. Delegationen aus vielen Ländern der Welt geben sich in der Eisfabrik Ribnitz-Damgarten zeitweise quasi die Klinke in die Hand. „Das wichtgste aber“, so macht Schröder deutlich, „sind die Mitarbeiter. Als Familienunternehmen legen wir großen Wert darauf, dass sie sich in unserem Unternehmen wohl fühlen“. Und das lässt man sich auch einiges kosten. So soll noch in diesem Jahr mit dem Bau eines neuen Sozialgebäudes begonnen werden. „Das wird modernsten Ansprüchen genügen“, kündigte Schröder an.

Die Eisbär Eis Produktions GmbH sei nicht nur ein traditioneller Familienbetrieb, macht Tochter Manuela deutlich. Man fasse den Familiengedanken viel weiter, denn mittlerweile seien auch viele Familienangehörige der Stammmitarbeiter und Stammmitarbeiterinnen im Unternehmen tätig. „Wir Eisbären sind eine Familie“, ergänzt Horst-Dieter Schröder.

Von seinen Mitarbeitern möchte sich Horst-Dieter Schröder würdig in den Ruhestand verabschieden. Allerdings nicht gleich. „Dafür ist jetzt keine Zeit. Wir haben einfach zu viel tun“, sagt er.

Aus diesem Grunde wird die offizielle Abschiedsparty erst im September sein. Und bis dahin? „Nun ja, bis dahin stehe ich dem Unternehmen weiter zur Verfügung, allerdings nur noch in der zweiten Reihe. Mein letzter Arbeitstag als Geschäftsführer wird am kommenden Dienstag sein, am Mittwoch werde ich aber wie gewohnt im Büro anzutreffen sein.“

Über 40 Jahre im Speiseeis-Geschäft

Horst-Dieter Schröder übernahm 1974 das elterliche Café mit Gaststätte und Eisproduktion in Damgarten. 1982 kaufte er ein neues Grundstück, um dort die „Zentrale Eisproduktion Ribnit-Damgarten“ zu gründen, und belieferte die Handelsorganisation (HO)

sowie den Konsum im Bereich Fischland/Darß. Nach der Wende nutzte Schröder die Gelegenheit die Eisfabrik in Apensen bei Buxtehude zu besichtigen. Dort lernte er die Geschäftsführer Helmut Klehn sr.

und Helmut Klehn jr. kennen. Sie beschlossen 1990 per Joint Venture ein Handelsunternehmen unter dem Namen „Eisbär Eis GmbH Ribnitz-Damgarten“ zu gründen. Diese sollte das in Apensen hergestellte Eis in MV vertreiben. Auf Grund der enormen Nachfrage in den neuen Bundesländern entstand die Idee, eine eigene Produktion im Gewerbegebiet Plummendorf aufzubauen, und so wurde am 24. September 1992 die Eisbär Eis Produktions GmbH Ribnitz-Damgarten gegründet.

Edwin Sternkiker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Amsterdam (dpa)- Der Chef des Apple-Konzerns, Tim Cook, sieht einen großen Markt für Apps für Gesundheit und Entertainment.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Beilagen
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.