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Genossenschaft „Am Bodden“ erhöht Mieten

Ribnitz-Damgarten Genossenschaft „Am Bodden“ erhöht Mieten

„Anpassung an ortsübliche Mietpreise“ wird ab 1. Oktober wirksam

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Die Preise für Material und Handwerkerleis- tungen sind gestie- gen. Darauf müssen wir reagieren.“Petra Rackow, Vorstandsvorsitzende

Ribnitz-Damgarten. Die Wohnungsgenossenschaft „Am Bodden“ eG Ribnitz-Damgarten erhöht die Mieten. Darüber informierte jetzt der Vorstand. Nach eigenen Angaben werden damit die seit vielen Jahren bestehenden Miethöhen an die ortsüblichen Mietpreise angepasst. Dies gelte nicht für alle der 1085 Wohnungen, aber für einen großen Teil, wurde weiter mitgeteilt.

Die ersten Mieterhöhungen beim zweitgrößten Wohnungsunternehmen von Ribnitz-Damgarten werden ab 1. Oktober dieses Jahres wirksam. Vorgesehen sei eine Angleichung der Mieten an vergleichbaren Wohnraum innerhalb der Genossenschaft.

Die Durchschnittsmiete der Wohnungsgenossenschaft lag 2015 bei 4,64 Euro pro Quadratmeter. Die derzeitigen Grundmieten würden weitestgehend unter denen für vergleichbaren Wohnraum liegen und teilweise nicht einmal vier Euro pro Quadratmeter betragen, heißt es seitens des Wohnungsunternehmens. Wie hoch die Erhöhung im Durchschnitt ausfällt, könne noch nicht gesagt werden, da laut Wohnungsgenossenschaft die Berechnungen noch laufen. Gesetzlich ist eine maximale Erhöhung der Grundmiete von bis zu 20 Prozent erlaubt. Die Wohnungsgenossenschaft „Am Bodden“ verweist darauf, dass es die letzten Mietanpassungen mit den beiden Grundmietenverordnungen zum 1. Oktober 1991 sowie zum 1. Januar 1993 gegeben habe. Danach seien nur noch Modernisierungsmaßnahmen, und diese meist nicht in voller Höhe des möglichen Betrages, auf die Mieter umgelegt worden.

Vorstandsvorsitzende Petra Rackow begründete gegenüber der OZ die Mieterhöhung folgendermaßen: „Es sind in den vergangenen Jahren viele Verbesserungen am Wohnumfeld und an den Wohnhäusern vorgenommen worden. Hierbei sind jedoch auch stetig steigenden Kosten für Material und Handwerkerleistungen zu verzeichnen, die sich in den laufenden Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen niederschlagen.“ Dienstleistungsunternehmen hätten in den vergangenen Jahren, unter anderem nach Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes, mehrfach die Preise erhöht. „Darauf müssen wir jetzt mit der Anpassung der Wohnungsmieten reagieren.“ Die ersten Schreiben an die betroffenen Mieter seien bereits verschickt worden, sagte Petra Rackow weiter.

Für die Verfahrensweise und die Berechnung der neuen Miethöhen gebe der Gesetzgeber klare Regeln vor, betont der Vorstand. Die Anpassung der Mieten diene dazu, den jetzigen und zukünftigen Mitgliedern preisgünstige, gut ausgestattete und zeitgemäß erhaltene Wohnungen mit einer guten Bausubstanz und mit einem freundlichen Umfeld zur Verfügung zu stellen, heißt es seitens des Vorstandes weiter. „Wirtschaftlich angemessene Mieten bedeuten für alle Mitglieder eine Investition in eine gesicherte Zukunft der Gemeinschaft.“

Ursprünge reichen bis ins Jahr 1957 zurück

Mit 1085 Wohnungen ist die Wohnungsgenossenschaft Am Bodden nach der Gebäudewirtschaft das zweitgrößte Wohnungsunternehmen der Stadt. Die Wohnungen der Genossenschaft befinden sich im westlichen Neubaugebiet und im Mittelweg von Ribnitz sowie in der Herderstraße im Stadtteil Damgarten.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1957 zurück: Am 18. Mai gründeten die ersten 39 Mitglieder die Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) „Am Bodden“. Nach der Wende trat das mehr als 100 Jahre alte Genossenschaftsgesetz auch auf dem Gebiet der fünf neuen Bundesländer wieder in Kraft und löste die AWG-Verordnung von 1953 ab.

Mitte 1990 gab sich die Ribnitzer Wohnungsgenossenschaft eine neue Satzung und veränderte auf dieser Grundlage ihren Namen. Aus der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft „Am Bodden“ wurde die Wohnungsgenossenschaft „Am Bodden“ eG Ribnitz-Damgarten.

Edwin Sternkiker

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