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Gestatten: Die wertvollsten Rinder der Welt

Todenhagen Gestatten: Die wertvollsten Rinder der Welt

Seit 2009 züchtet der Geschäftsführer der ADAP Rinderzucht, Andreas Schulz, die seltenen Wagyu-Rinder — inklusive Massagestation

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Wagyu-Rinder weiden in Todenhagen auf dem Areal des renaturierten Turmhügels. Fotos (2): Wilma Welzel

Todenhagen. Spaziergänger können am Turmhügel in Todenhagen nicht nur die Natur genießen. Von April bis in den Herbst hinein weiden hier auch die seltenen Wagyu-Rinder mit ihren Jungtieren. Seit 2009 züchtet der Geschäftsführer der ADAP Rinderzucht GmbH Ahrenshagen und Vorstandsvorsitzende des Rinderzuchtverbandes MV, Andreas Schulz, diese besonderen Tiere. „Ich wollte eine Rasse haben, die hier noch keiner hat“, berichtet der Diplom-Agrar-Ingenieur. „Durch den Geschäftsführer unseres Verbandes bin ich auf diese Rasse aufmerksam geworden. Dieses wertvolle Rind wollte ich haben. Nun gibt es seit 2015 bei uns die erste eigene Vollblutrinderzucht der Wagyu-Rinder als Fleischkühe.“

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Seit 2009 züchtet der Geschäftsführer der ADAP Rinderzucht, Andreas Schulz, die seltenen Wagyu-Rinder — inklusive Massagestation

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Aber was ist nun das Besondere an dieser Rasse? „Das Fleisch der Wagyu-Rinder gilt als das teuerste der Welt. Ein Kilogramm Filet kostet mehrere hundert Euro“, erklärt der 56-Jährige. „Das hat aber seinen guten Grund. Das Fleisch zeichnet sich aus durch seine ausgesprochene Zartheit, Saftigkeit und seinen würzigen Geschmack, der durch die feine Fettverteilung im gesamten Muskelfleisch wahrgenommen wird. Durchzogen wird es von einer gleichmäßigen und extrem feinen Marmorierung.“ Dazu komme noch ein gesundheitlicher Aspekt, so der Rinderzüchter. Das Wagyu-Fleisch habe im Vergleich zu anderen Rinderrassen einen bis zu 50 Prozent höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren.

Da Wagyu-Rinder einen solchen Wert haben, sind natürlich eine besondere Haltung, Pflege und Fütterung notwendig. „Die Futterrezepte werden geheim gehalten, wie die für die Nürnberger Lebkuchen beispielsweise“, sagt der Fachmann. „Für die Tiere gibt es die ganzjährige Weidehaltung mit Stallzugang. Zur Pflege sind im Stall elektrische Bürsten installiert, von denen sich die Rinder beliebig oft massieren lassen können. Nach drei bis fünf Jahren sind die Tiere schlachtreif. Zurzeit haben wir 17 Vollblut-Wagyu-Rinder sowie 18 Kreuzungstiere.“

Zur Herkunft erklärt der 56-Jährige: „Wagyu heißt übersetzt japanisches Rind und steht für eine besondere Rinderrasse japanischen Ursprungs. Besser bekannt ist diese Rasse unter dem Namen Kobe-Rinder, da sie aus der japanischen Region Kobe kommen, aber ebenfalls zur Rasse Wagyu gehören. Nur Rinder, die in dieser Region geboren, aufgezogen und geschlachtet werden, dürfen den berühmten Namen Kobe-Rind tragen.“ Vergleichbar sei dies mit dem geschützten Begriff „Champagner“, so Andreas Schulz, der seit drei Jahren Mitglied des Wagyu Verbandes Deutschland ist.

Interessant ist auch, dass bis zur Öffnung Japans im 19. Jahrhundert nach den Gesetzen des Buddhismus der Verzehr dieser Rinder, die ausschließlich als Arbeitstiere eingesetzt waren, in Japan verboten war. Erst danach wurde die Rasse für die Nutzung als Fleischrind in ihrem Fleischertrag durch Zucht optimiert.

Die Wagyu-Rinder des Züchters, deren Vermarktung und Vertrieb Michael Kruse betreibt, können auf der Wiese am Turmhügel in Todenhagen beim Grasen beobachtet werden.

Japanischer Ursprung

17 Vollblut-Wagyu-Rinder sowie 18 Kreuzungstiere hat die ADAP Rinderzucht GmbH Ahrenshagen derzeit.

Wagyu heißt übersetzt japanisches Rind und steht für eine besondere Rinderrasse japanischen Ursprungs, besser bekannt als Koberind.

Das Fleisch der Rinder gilt als das teuerste der Welt. Ein Kilogramm Filet kostet mehrere hundert Euro. Es gilt als besonders zart, saftig und würzig.

Von Wilma Welzel

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