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In den ehemaligen Lidl ziehen bald die ersten Senioren ein

Ribnitz-Damgarten In den ehemaligen Lidl ziehen bald die ersten Senioren ein

Seit 2014 stand der Discounter im Ribnitzer Mittelweg leer / Anwohner hatten die Schließung bedauert und sich einen neuen Einkaufsmarkt gewünscht

Ribnitz-Damgarten. Wohnen statt einkaufen: Am 1. November zieht der erste Mieter in die ehemaligen Räume des Lidl-Marktes im Mittelweg in Ribnitz. 16 Wohnungen für Senioren sind hier entstanden. Lange hatten Anwohner vergeblich auf die Rückkehr eines neuen Einkaufsmarktes gehofft.

„Wir haben das Gebäude Mitte vergangenen Jahres gekauft“, berichtet Michael Bienk, Geschäftsführer der Mbb Bauunternehmen GmbH. Seit der Schließung des Discounters am 31. Januar 2014 stand es leer.

„Wir wollten wieder einen Discounter zurückholen, aber das hat leider nicht geklappt. Die Fläche ist mittlerweile für das Warenangebot einfach zu klein und erweitern konnten wir auch nicht, weil sonst zu wenig Parkplätze für die Kunden zur Verfügung gestanden hätten. Deshalb mussten wir nach einer Alternative suchen.“

Zahlreiche Anwohner waren über den Auszug des Lidl-Marktes zum 1. Februar 2014 enttäuscht. Gerade ältere Kunden bemängelten die weiteren Wege zu den Einkaufsmöglichkeiten (die OZ berichtete). „Es ist nicht schön, dass Lidl weg ist, aber ich habe mich mittlerweile mit der Situation arrangiert“, erklärt Anwohnerin Gisela Collasch (76). „Ich kann es ja sowieso nicht ändern und es ist müßig, sich darüber zu ärgern.“ Auch die umliegenden Gewerbetreibenden mussten nach dem Lidl-Weggang ihre Geschäfte nach und nach aufgeben. „Wir mussten unsere Filiale im Mittelweg in Ribnitz am 30. Juni 2014 schließen“, berichtet Jürgen-Michael Gottschalk, Inhaber der Bäckerei Gottschalk. „Ein halbes Jahr haben wir noch ausgeharrt, aber es hat nichts genützt. Wenn man in fünf Stunden 60 Euro Umsatz macht, bringt es nichts.“ Es habe durch den Auszug des Discounters einfach die Laufkundschaft gefehlt. Stammkunden hätten ihn gebeten zu bleiben, aber es sei nicht mehr möglich gewesen. „Jetzt lebe ich auf jeden Fall ruhiger. Wir haben uns auf unser Kerngeschäft in Graal-Müritz konzentriert und konnten auch alle Mitarbeiter behalten.“ Michael Bienk gefiel die Idee von Mathias Krug, Geschäftsführer des Aktiv-Pflegeservice, in der ehemaligen Lidl-Filiale Wohnungen für Senioren zu bauen. „Die Ausgangslage war perfekt. Bei so einem hohlen Vogel hat man sehr viel Spielraum und Gestaltungsmöglichkeiten. Alles ist ebenerdig und damit behindertengerecht“, sagt Michael Bienk. Schließlich gebe es keine tragenden Wände, die einen in der Planung einschränken. DieVermietung und die Verwaltung übernimmt die Gebäudewirtschaft Ribnitz-Damgarten. „Alle Wohnungen sind noch nicht vermietet. Wer Interesse hat kann sich an die Gebäudewirtschaft wenden“, sagt Michael Bienk.

Die Wohnungen – Ein- und Zwei-Raum-Wohnungen – sind zwischen 25 und 60 Quadratmeter groß und haben alle eine kleine Terrasse. „Jeder lebt für sich autark“, berichtet Mathias Krug. „Jede Wohnung hat eine eigene Küche, aber es gibt auch einen Gemeinschaftsraum mit großer Küche, wo man gemeinsam kochen kann.“ Zudem sollen dort Veranstaltungen, unter anderem Spielenachmittage oder ein gemeinsames Frühstück, organisiert werden. Mieter, die gepflegt werden müssten, würden vom Aktiv-Pflegeservice versorgt. „In Marlow haben wir das Konzept schon im vergangenen Jahr umgesetzt. Dort haben wir 18 Wohnungen“, sagt Mathias Krug.

Anika Wenning

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