Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Intelligente Häuser sind ihr Hauptgeschäft

Ribnitz-Damgarten Intelligente Häuser sind ihr Hauptgeschäft

Sieben Monteure und eine Buchhalterin arbeiten bei Elektroanlagen Borchert in Ribnitz-Damgarten / Im Herbst kommt ein Lehrling hinzu

Voriger Artikel
Altes Ribnitzer Gefängnis wird abgerissen
Nächster Artikel
Generationswechsel bei der Eisbär Eis GmbH

Das Team von Elektroanlagen Borchert in Ribnitz-Damgarten: Jörg Teßmer (v.l.), Reinholdt Engelhardt, Torsten Potrick, Martin Backmeyer, Ute Heinzig, Christopher Scherping, Arvid Ehmann, Danny Potrick. Nicht auf dem Foto: Thomas Seidel.

Quelle: Anika Wenning

Ribnitz-Damgarten. Als Martin Backmeyer im Januar vergangenen Jahres Elektroanlagen Borchert übernommen hatte, waren dort vier Mitarbeiter beschäftigt, mittlerweile sind es acht – sieben Monteure und eine Buchhalterin.

Serie

Unser

Mittelstand

„Und im September bekommen wir auch noch einen Lehrling dazu“, freut sich der 30-jährige Chef. „Es ist der erste Lehrling seit sechs Jahren.“ Auch sein Vorgänger Ulrich Borchert habe in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, einen Auszubildenden zu finden – aber ohne Erfolg. Die Zahl der Praktikanten habe in den vergangenen Jahren ebenfalls stetig abgenommen.

Doch statt zu resignieren, hat Martin Backmeyer reagiert. Ein entscheidender Punkt sei die Bezahlung. „Als Innungsbetrieb sind wir sowieso schon an den Tarif gebunden, doch wir zahlen mehr“, erklärt der junge Chef. Im ersten Lehrjahr zahlt Martin Backmeyer statt der tariflich festgelegten 550 Euro 600 Euro und im vierten Lehrjahr bekommt sein Azubi 800 statt 750 Euro. „Außerdem machen wir viel Werbung, haben unsere Homepage umgebaut und sind auch bei Facebook.“ Dort würden unter anderem interessante Bauprojekte vorgestellt. Ein Schwerpunkt des Unternehmens ist das sogenannte Smart Home, das intelligente Haus. Vor etwa fünf Jahren sei das Unternehmen in diesen Bereich eingestiegen. „Ich wollte etwas Neues lernen. Ich war an einem Punkt, wo ich schon alles abgedeckt und alles einmal gemacht hatte. Ich war kurz davor aufzuhören und etwas ganz Neues anzufangen“, erklärt Martin Backmeyer, der 2002 seine Ausbildung bei Elektroanlagen Borchert angefangen hatte und seitdem dort arbeitet.

Doch sein damaliger Chef Ulrich Borchert versprach ihm, eine neue Herausforderung für ihn zu suchen und hielt sein Wort. Das Unternehmen wurde um die Sparte Smart Home erweitert. Dabei gehe es darum, die verschiedenen Elektrogeräte in einem Haus zu steuern und zu regeln. So sei es unter anderem möglich, dass das Licht automatisch angeht, wenn jemand den Raum betritt. Über das Tablet oder das Smartphone können die Waschmaschine und andere Geräte bedient werden. Um all dies zu lernen, besuchte Martin Backmeyer Schulungen und wurde Systemintegrator. „80 Prozent unserer Häuser sind mittlerweile Smart Home. Wir haben Anfragen aus ganz MV. Aber die meisten Kunden kommen aus der näheren Umgebung, Rostock, Stralsund und Fischland-Darß-Zingst“, erklärt der 30-Jährige. „Der Planungsaufwand ist doppelt so hoch wie bei einem normalen Einfamilienhaus.“ Nicht nur junge Bauherren würden auf die neueste Technik setzen. „Unsere Kunden kommen aus allen Altersgruppen“, sagt Martin Backmeyer. Für jeden Bauherren werde ein ganz individuelles Konzept erarbeitet. „Wir sind aber auch im Nachhinein noch flexibel.“ Doch natürlich kümmere sich das Unternehmen auch weiterhin um herkömmliche Aufträge. „Wir betreuen auch viele Wohnungsgenossenschaften“, sagt der Elektromeister. In den Chefposten sei er langsam reingewachsen. „Der Entschluss, den Betrieb zu übernehmen, stand schon Ende 2012 Anfang 2013 fest. Ich habe Lehrgänge besucht und hatte Zeit, mich darauf vorzubereiten“, berichtet Martin Backmeyer. Auch jetzt stehe ihm Ulrich Borchert bei Problemen zur Seite. „Ich kann mich immer bei ihm melden, wenn ich einen Rat brauche.“

Für Energieeffizienz-Preis nominiert

1990 hat sich Ulrich Borchert mit seiner Elektrofirma selbstständig gemacht hat. Nachdem sich der Hirschburger in den Ruhestand verabschiedete, übernahm Martin Backmeyer am 2. Januar 2015 das Unternehmen. Der Name – Elektroanlagen Borchert – blieb.

Der Firmensitz wurde vom Ribnitz- Damgartener Ortsteil Hirschburg in die Rostocker Straße 72a in Ribnitz verlegt.

2014 gehörte das Unternehmen bei der Messe „Light + Building“ in Frankfurt am Main zu den drei Firmen, die für den Energieeffizienz-Preis in der Kategorie Wohnbau nominiert waren (die OZ berichtete). Ein voller Erfolg, auch wenn letztlich eine andere Firma gewann.

Anika Wenning

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Heiligendamm
Starkes Team: Ronny Siewert (r.) mit den Köchen Silvio Richter (M.) und Stefan Heidicke.

Ronny Siewert ist erneut bester Koch in MV / Der 37-Jährige will auch künftig in Heiligendamm nach den Sternen greifen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.