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Museumsscheune bekommt Rohrdach

Rostocker Wulfshagen Museumsscheune bekommt Rohrdach

Bei den Arbeiten auf dem Dreiseithof in Rostocker Wulfshagen können Besucher am Sonntag zuschauen

Rostocker Wulfshagen. Die Museumsscheune in Rostocker Wulfshagen bekommt ein neues Rohrdach. Mitarbeiter der Firma Teßnow aus Ribnitz-Damgarten sind derzeit damit beschäftigt, dem Gebäude ein seinem historischen Charakter entsprechendes Dach zu geben.

Die Scheune gehört zum Dreiseithof von Familie Ehlers. Sie ist hier seit vielen Jahren ansässig. Die Museumsscheune ist an sich ein kulturhistorisches Baudenkmal. Darüber hinaus ist hier seit gut einem Vierteljahrhundert ein Museum untergebracht, in dem sich Besucher über das ländliche Leben in früheren Zeiten informieren können. Früher wurde hier Heu, Stroh und Getreide gelagert, heute sind beispielsweise Küche, Waschküche und eine Kammer integriert, so, wie es mal früher war. Für das Museum engagiert sich der 1999 gegründete Förderverein.

Ende August fand auf dem Hof das traditionelle Dreschfest statt, hunderte Besucher kamen. Besonders gute Stimmung kam auf, als Udo Ehlers bei einer Versteigerung um Höchstgebote bat. Da kamen zum Beispiel eine Ente und historische Dachziegel unter den Hammer. Alles für einen guten Zweck – der Museumsverein steckte den Erlös der Versteigerung in den Eigenanteil für das Neueindecken der Scheune. Unmittelbar nach dem Dreschfest wurde das alte Dach aus Blech runtergenommen und das Rohrdachdecken begann. Inklusive Arbeiten am Dachstuhl, was etwa den Austausch von Dachsparren betrifft.

Gearbeitet wird an der Scheune und einem weiteren historischen Stallgebäude daneben. Beides zusammengerechnet wird Rohrdach auf rund 250 Quadratmetern gedeckt. Besucher können sich das übrigens beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag anschauen – ab 10 Uhr sind Besucher auf den Hof eingeladen, um 14 Uhr wird Rohrdachdecken gezeigt.

Übrigens sind die Arbeiten in Rostocker Wulfshagen ein Projekt, das über das Leader-Programm gefördert wird. Die Fertigstellung ist für Anfang bzw. Mitte Oktober geplant, blickt Udo Ehlers voraus.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 47 000 Euro, wovon über Leader 33 122 Euro Fördergelder bewilligt sind.

Die Museumsscheune wiederum ist nur eines von mehreren aktuellen Leader-Projekten. Auf dem Gelände des Freilichtmuseums in Klockenhagen entsteht ein neues Backhaus, in Dettmannsdorf-Kölzow wird ein Erweiterungsbau für die Evangelische Schule errichtet.

Um Projekte für 2017 geht es beim großen Workshop der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), die die Leader-Aktivitäten in Nordvorpommern betreut.

Aktuell, so Regionalmanagerin Karen Hoppenrath, „sind 35 Anträge eingereicht worden“. Dazu zählt beispielsweise der Wunsch von Marlow, im Ortsteil Gresenhorst ein Dorfbegegnungszentrum zu schaffen.

Die Dettmannsdorfer wiederum möchten den ehemaligen Bahnhof zu einem Bürgerbahnhof gestalten, als Treffpunkt für Vereine. Der Leader-Workshop wird am 23. September in Hessenburg stattfinden.

Peter Schlag

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