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Pütnitz-Projekt: Stadt führt Gespräche mit Interessenten

Ribnitz-Damgarten Pütnitz-Projekt: Stadt führt Gespräche mit Interessenten

Bettenzahl für „Landschaftspark am Bodden“ nach unten korrigiert / Bürgermeister will Arbeitsplätze schaffen / Landrat: Durchstich könnte jetzt stärker in den Fokus rücken

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Das Projekt „Landschaftspark am Bodden“ auf der Halbinsel Pütnitz sieht unter anderem Hotels, Ferienappartements und Ferienhäusern vor. Zur Seeseite des Boddens ist der Bau eines Hafens mit vorgelagerter Hotelinsel geplant.

Quelle: Bastmann + Zavracky Bda Architekten Gmbh / Wagner Planungsgesellschaft

Ribnitz-Damgarten. Nach Jahren der Planung ist es geschafft: Das Raumordnungsverfahren für das touristische Mammutprojekt „Landschaftspark am Bodden“ ist abgeschlossen. Auf einer Teilfläche von 232 Hektar des über 550 Hektar großen Gesamtareals kann demnach ein Urlaubsresort entstehen, dass das Erleben der Natur in den Mittelpunkt stellt.

OZ-Bild

Bettenzahl für „Landschaftspark am Bodden“ nach unten korrigiert / Bürgermeister will Arbeitsplätze schaffen / Landrat: Durchstich könnte jetzt stärker in den Fokus rücken

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„Wir sind der Realisierung nun ein Stück näher gekommen. Mit dieser positiven Nachricht ist aber auch ein gewisser Anspruch verbunden. Pütnitz gilt als ein Leuchtturmprojekt auf Landesebene“, sagt Bauamtsleiter Heiko Körner. Die Stadt werde nun die bisherigen Interessenten informieren, um mit potenziellen Investoren und Betreibern intensiv ins Gespräch zu kommen. Außerdem sollen externe Experten die weitere Projektentwicklung übernehmen. Die Realisierung der Projektplanungen für das Millionen-Vorhaben könne das Bauamt der Stadtverwaltung nicht schultern.

Und so sehen die Pläne konkret aus: Der geschichtsträchtige ehemalige Fliegerhorst Pütnitz soll in eine naturnahe Parklandschaft umgestaltet und durch ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot ergänzt werden. Außerdem sind Angebote im kulturellen und gesundheitlichen Bereich geplant. Bis zu 2800 Betten können in Hotels, Ferienappartments und -häusern entstehen. Das ist weniger als bisher kalkuliert: Mit 3500 Betten war die Stadt Ribnitz-Damgarten zuvor in die Planung gegangen. Zum Projekt gehört auch ein Hafen mit 120 Liegeplätzen. Nordwestlich des Hafens kann eine ehemalige Flugzeughalle saniert und als Veranstaltungssaal genutzt werden. Möglich ist nordöstlich des Hafens auch die Anlage eines Golfparcours. Grundsätzlich stehen auch eine Golfakadmie, ein Hotel und mehrere Golfvillen auf dem Plan. Positiv aufgenommen wurde die Nachricht auch in Stralsund. Landrat Ralf Drescher (CDU) lobte das „große Engagement“ der Stadt. „Die Stadt war sehr mutig beim Grunderwerb, das wird sich nun auszahlen. Pütnitz kann zu einem touristischen Hotspot an der südlichen Boddenküste entwickelt werden und auch ein Durchstich zwischen Bodden und Ostsee rückt wieder stärker in den Fokus.“

Zunächst müssen allerdings auch einige Maßgaben umgesetzt werden, die an das Okay des Amtes für Raumordnung und Landesplanung geknüpft sind. Ein wichtiger Punkt auf der Auflagen-Liste ist, die „auf dem weitläufigen Gelände vorhandenen Altlasten und Kampfmittel, von denen eine akute Gefährdung der Allgemeinheit zu erwarten ist“, zu beräumen (siehe Beitrag unten). Weiterhin verlangt das Amt, dass sich die Stadtverwaltung eng mit dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege abstimmt. Außerdem soll der Flächenverbrauch im Zusammenhang mit Straßenbaumaßnahmen „auf ein Mindestmaß beschränkt werden“.

Die Realisierung des geplanten Golfparcours wird von der Vorlage eines Wirtschaftlichkeitsnachweises abhängig gemacht. Einzelhandelseinrichtungen seien auf Pütnitz ausschließlich für den Eigenbedarf zulässig.

Vor allem die Einwohner von Ribnitz-Damgarten sollen künftig von dem Tourismusprojekt profitieren. Bürgermeister Frank Ilchmann (parteilos) sagt dazu: „Wir wollen Arbeitsplätze in der Region schaffen.“ Wenn die Pläne konkreter würden, solle es auch wieder ein Bürgerforum zur Information der Menschen geben. Zunächst zeigte sich der Verwaltungschef aber dankbar, dass das Projekt jetzt eine wichtige Hürde genommen hat: „Ich bedanke mich bei meinen Mitarbeitern und insbesondere beim ehemaligen Bauamtchef Stefan Krause, der viele Jahre lang für dieses Projekt gekämpft und gearbeitet hat.

Ich freue mich, dass er uns auch weiterhin seine Unterstützung für Pütnitz zugesagt hat.“

Edwin Sternkiker und Virginie Wolfram

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