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Richtfest für neuen „Schipperschuppen“ in Barth

Barth Richtfest für neuen „Schipperschuppen“ in Barth

Die 590 Quadratmeter große Bootshalle soll Mitte Dezember übergeben werden/ Sie kann im Sommer auch als Veranstaltungsort genutzt werden

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Nach dem Richtfest sollen die Arbeiten zügig weitergehen. Als nächstes steht die Montage der Dachprofile an. Bei gutem Wetter sollen diese Arbeiten in zwei Wochen abgeschlossen sein. Fotos (3): Volker Stephan

Barth. Einen symbolischen letzten Nagel konnte Dr. Arne Wachsmuth, Vorsitzender des Barther Segler-Vereins, anlässlich des Richtfestes des neuen „Schipperschuppens“ aus verständlichen Gründen nicht einschlagen – die moderne Bootshalle enthält keine hölzernen Bauteile. Dafür ließ er nach traditionellem Brauch sein Trinkglas, das er auf die erfolgreiche Vollendung des Vorhabens geleert hatte, auf dem Betonboden zerschellen.

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Die 590 Quadratmeter große Bootshalle soll Mitte Dezember übergeben werden/ Sie kann im Sommer auch als Veranstaltungsort genutzt werden

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„Es hat mir Freude und Spaß bereitet, zu erleben, wie aus einer Idee eine Zeichnung und aus der Zeichnung wiederum ein Rohbau wurde“, so der Bauherr. Sein Dank richtete sich neben dem Architekten Daniel Brand und dem Statiker Olaf Möller an die Baufirmen, vor allem aber an die Fördermittelgeber, die Stadt Barth und Wolfgang Ewert, der als Finanzchef des Vereins „das Geld zusammengehalten hat“.

Wolfgang Ewert, der den Baufortschritt täglich verfolgt hat, lobte das gut abgestimmte und reibungslose Zusammenwirken der Handwerksbetriebe: „Zeitlich hätte es nicht viel schneller vonstattengehen können.“ Die blauweißen Bänder der Richtkrone flatterten während der Zeremonie unter einem der imposanten stählernen Dachträger im Wind. Die Hallenwände des 590 Quadratmeter großen neuen Schipperschuppens waren in den Tagen vor dem Richtfest bereits mit Trapezprofilen, die als sogenannte Tragschale zur Befestigung der farbigen Trespa-Platten der Außenhaut dienen, verkleidet worden.“

Wie Olaf Möller berichtete, waren standortbedingt die Bodenarbeiten mit einem erheblichen Aufwand verbunden gewesen. Eine bis in drei Meter Tiefe reichende Torfschicht hatte das Auskoffern des Hallenbodens bis in 0,8 Meter Tiefe erfordert.

Als Gründung dienten mit Beton verfüllte Brunnenringe, auf denen nun die 20 Zentimeter starke, stahlbewehrte Betonplatte ruht. Über den weiteren zeitlichen Ablauf berichteten die Projektleiter der beteiligten Firmen. „Die Montage der Dachprofile wird bei gutem Wetter in zwei Wochen abgeschlossen sein“, zeigte sich Marco Theodor von der Hallen- und Anlagenbau GmbH Wusterhusen zuversichtlich.

„Verlegt werden etwa 650 Quadratmeter Trapezblech kleineren Profils mit darunter befindlichem Vlies, das ein Herabtropfen von Kondensat unterbinden soll.“

Nach mehrwöchiger Pause können die Handwerker der S+T Fassadenbau GmbH Tessin den Hallenbau vollenden. „Erst nach dem Aufmaß der Unterkonstruktion für die Trespa-Platten kann das Rohmaterial beim Hersteller gekantet, geschnitten und beschichtet werden. Und erst nach der Montage dieser Unterkonstruktion kann der passgenaue Zuschnitt der Trespa-Platten in Auftrag gegeben werden“, erklärte Ingenieur Alexander Köhn die technologisch bedingte Unterbrechung. Trespa sei ein sehr hochwertiges und langlebiges Material versicherte Bauamtsleiter Manfred Kubitz. „Mit den verschiedenen Tönungen dieser Platten wird sich der Schipperschuppen harmonisch in das Hafenbild einfügen.“

Die unterschiedlichen Rotbrauntöne orientierten sich an der Farbe von Holz und rostigen Stahlplatten als althergebrachte Bootsbaumaterialien, erklärte Architekt Daniel Brand seine Gestaltungsidee.

„Aus der Weite wird der neue wie der alte Schipperschuppen wirken, kommt man jedoch näher, werden sich die Pixel auflösen und die einzelnen Platten sichtbar.“ Als Fertigstellungstermin der Bootshalle nannte er den 16. Dezember. Der Vorstand des BSV will es den Mitgliedern überlassen, ob sie ihre winterfesten Boote dann noch einmal in die fertige Halle umsetzen möchten.

Für den kommenden Sommer gibt es bereits Interessenten, die den Schipperschuppen gern als Veranstaltungshalle nutzen würden. „Gerade, weil er eine gefragte Lokalität für viele Veranstaltungen werden kann, hat ihn die Stadt gefördert“, so Bauamtsleiter Manfred Kubitz. „Wir freuen uns, dass wir in Zukunft über eine solche Möglichkeit direkt am Hafen verfügen.“

Volker Stephan

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