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Schiffswerft hat volles Auftragsbuch

Barth Schiffswerft hat volles Auftragsbuch

In Barth wird derzeit die „Ostseebad Wustrow“ überholt / Weitere Ausflugsschiffe folgen

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Bevor Werftmitarbeiter Edwin Reske den Lift in die Schiffbauhalle bugsieren und die „Ostseebad Wustrow“ dort absetzen konnte, war auf dem Waschplatz das Unterwasserschiff gründlich zu reinigen.

Barth. Ein volles Auftragsbuch, den Hof und die Hallen voller Schiffe, das nächste bereits avisiert – so beschrieb Sebastian Kunsch, Geschäftsführer der Schiffswerft Barth GmbH, die aktuelle Situation seines Betriebes. Unter anderem warten fünf Ausflugsschiffe und ein Wohnschiff aus der Region, zwei Sicherungsschiffe und mehrere Boote der Marine sowie ein Seezeichenkontrollboot des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund auf die vereinbarten Überholungs-, Reparatur- oder Wartungsarbeiten. „Bis in den Mai/Juni hinein haben wir einen eng gefassten Terminplan und kaum Kapazitäten frei, teilweise muss sogar sonnabends gearbeitet werden. Aber über Termintreue bleibt man auf Dauer glaubwürdig.“

OZ-Bild

In Barth wird derzeit die „Ostseebad Wustrow“ überholt / Weitere Ausflugsschiffe folgen

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Trotz des zeitlichen Engpasses wurde am Dienstag auch noch die „Ostseebad Wustrow“ des Fahrgastbetriebes Kruse & Voß GmbH per Hand in den Slipgraben gezogen und vom Travel-Lift aus dem vereisten Wasser gehoben. Für den 180-Tonnen-Kraftprotz war das 80 Tonnen schwere Schiff nur eine Auflockerungsübung. „Die Fahrgastschiffe müssen ja zu Beginn der Schifffahrtsaison wieder einsatzbereit sein.

Sobald sich Möglichkeiten bieten, sind wir flexibel und schieben sie dazwischen“, so der Werftchef. Bevor Werftmitarbeiter Edwin Reske den Lift in die Schiffbauhalle bugsieren und die „Ostseebad Wustrow“ dort absetzen konnte, war auf dem Waschplatz das Unterwasserschiff gründlich zu reinigen. Unter dem scharfen Strahl des Hochdruckreinigers lösten sich Schmutz und Farbe problemlos vom Rumpf, um dann als rotbraune Brühe in die unterirdische Auffanganlage des Waschplatzes zu fließen und später als Sondermüll entsorgt zu werden.

„Der Anstrich ist ganz schön abgenutzt, auch die Anoden haben sich komplett aufgelöst“, stellte Kapitän Bernd Kruse (65) bei einer ersten Besichtigung fest. Zum letzten Mal habe sein Schiff vor zwei Jahren einen neuen Anstrich erhalten. Im vergangenen Jahr wäre es nur ganz kurz draußen gewesen, um eine Ultraschalluntersuchung der Platten und Schweißnähte durchzuführen.

Weil die Zeit kostbar ist, sollen alle Farbarbeiten am äußeren Schiffskörper binnen zehn Tagen abgeschlossen sein. Neben der mehrschichtigen Konservierung des Rumpfes, für die etwa 100 Liter unterschiedlicher Anstrichstoffe benötigt werden, sollen auch die Holzverkleidungen und Türen des Steuerhauses erneuert sowie die Volvo-Maschine (349 PS), das Bugstrahlruder und der Generator gewartet werden, erklärte Kapitän Christian Kruse (32). Am 1. Januar ist er im Unternehmen an die Stelle seines Vaters getreten, der fortan seinen verdienten Ruhestand genießen will. Allerdings schließt Bernd Kruse nicht aus, hin und wieder noch einmal vertretungsweise das Ruder zu übernehmen.

Saisonstart für die Ostseebad Wustrow wird am 1. April mit zwei täglichen Bültenfahrten ab Wustrow sein, die MS „Boddenkieker“, die ebenfalls noch in der Schiffswerft Barth auf ihre Überholung wartet, soll den Fahrplan ab dem 29. April erweitern. „Dadurch können wir uns mit der MS ‚Boddenkieker‘ noch etwas Zeit lassen. Das Schiff soll im Über- und Unterwasserbereich neue Farbe bekommen, außerdem sind der Schottelantrieb und der Generator zu warten“, so Christian Kruse.

Wenn die Ostseebad Wustrow in wenigen Tagen wieder schwimmt, wird die MS „Altefähr“ der Weißen Flotte Stralsund ihren Platz in der Schiffbauhalle einnehmen. „An der haben wir dann sehr viel zu tun“, kündigte Sebastian Kunsch an. Er ist froh über den guten Zustand des Fahrwassers nach Barth, der den Kunden der Werft eine problemlose An- und Abreise garantiert.

„Das WSA Stralsund hat die Situation gut im Griff und trägt auf diese Weise bei, den Werftstandort zu sichern.“

Volker Stephan

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