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Städtebau: Millionen-Programm neigt sich dem Ende entgegen

Marlow/Bad Sülze Städtebau: Millionen-Programm neigt sich dem Ende entgegen

Bad Sülze schließt die letzten Projekte bis zum 31. Dezember ab / In Marlow läuft die Förderung wegen der Schulerweiterung noch weiter

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Über den Städtebau gefördert: In Marlow ist Donnerstag das Richtfest für die Schulerweiterung gefeiert worden. Richtspruch und Einschlagen des Nagels übernahmen Stadtpräsident Norbert Schlesiger und Sven Nagel von der Firma A. Langner. Die Schulerweiterung kostet rund drei Millionen Euro.

Quelle: Peter Schlag

Marlow/Bad Sülze. Die Städtebauförderung ist ein Multimillionen-Programm. Allein in die Städte Marlow und Bad Sülze sind in den vergangenen 25 Jahren zusammengerechnet knapp 24 Millionen Euro geflossen.

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Bad Sülze schließt die letzten Projekte bis zum 31. Dezember ab / In Marlow läuft die Förderung wegen der Schulerweiterung noch weiter

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Für Bad Sülze läuft die Städtebauförderung zum Jahresende aus. Das Schweriner Wirtschaftsministerium hat der Dahlienstadt als Abrechnungsstichtag den 31. Dezember 2016 in Aussicht gestellt.

Konsequenz: Alle anstehenden Maßnahmen müssen bis dahin realisiert sein. Wobei dies nicht allzu viele sind. Im Stadtkern betrifft dies zum Beispiel das zu sanierende Gebäude Markt 2 neben dem Café

Wunder Bar. Die Sanierung soll demnächst beginnen. Ein anderes „Restobjekt“ der Städtebauförderung ist genau gegenüber, in der Liebknecht-Straße 2. Für beide plant die Stadt dieses Jahr 90

000 Euro – plus weiterer Kosten (etwa für Verkehrsgutachten) macht das runde 121000 Euro Städtebau-Budget in diesem Jahr. Eigenanteil der Stadt dabei: 40950 Euro.

Seit Anfang der 1990er sind rund 12,5 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln nach Bad Sülze geflossen. Saniert werden konnte damit jede Menge – inklusive Straßen, Leitungssystem und Straßenbeleuchtung. Marktplatz, Kirchplatz, Gänsemarkt waren Sanierungsobjekte. Auch der Parkplatz in der Bahnhofstraße konnte so erneuert werden. „Unser Partner als Sanierungsträger ist die BIG Städtebau“, erläutert Bürgermeisterin Doris Schmutzer das Verfahren. Partner ist die BIG Städtebau nicht nur, was die einzelnen Baumaßnahmen betrifft. Sondern sie vermarkten die kommunalen Immobilien, die sich im Sanierungsgebiet befinden, in einem städtebaulichen Sondervermögen. Verwaltet werden die Häuser wiederum im Fall Bad Sülze von der Richtenberger Wohnungsbaugesellschaft. Zum städtebaulichen Sondervermögen zählen beispielsweise die Alte Post 4, fünf Objekte in der Karl-Liebknecht-Straße und die Saline 9 (das Salzamt).

Auch die Stadt Marlow hat mittlerweile 25 Jahre Städtebauförderung hinter sich. Bilanz: 11,2 Millionen Euro wurden in Sanierungsarbeiten investiert, der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf insgesamt knapp 1,2 Millionen Euro. Und dort läuft das Verfahren auch nach dem Jahresende 2016 weiter. Grund ist die Erweiterung des Schulstandortes in Marlow. Rund drei Millionen Euro werden in einen Neubau investiert, der über einen Verbinder an die jetzige Grundschule gekoppelt wird. Das Gros des Geldes sind Fördermittel.

„Unsere Grundorientierung war es immer, so lange wie möglich in der Städtebauförderung zu sein“, betont Bürgermeister Norbert Schöler. Da die Schulerweiterung über 2016 hinaus läuft – der Neubau soll 2017 fertig werden – und die Abrechnung dann weitere Zeit in Anspruch nimmt, werden die Marlower noch bis 2018/19 in der Städtebauförderung sein.

Auch in der Grünen Stadt ist im vergangenen Vierteljahrhundert vieles saniert worden. Beispielsweise ist der Marktplatz neu gestaltet worden, inklusive eines künstlerisch gestalteten Brunnens. 41 Modernisierungsmaßnahmen fanden an Gebäuden statt, unter anderem Markt 27 und Bei der Kirche 9.

Anfangs gab es für Sanierungen bis zu 100 Prozent Förderung. Heute liegt der kommunale Eigenanteil bei etwa einem Drittel der Kosten.

Zu den Schwerpunktobjekten der jüngsten Vergangenheit zählte die Stützwandmauer, die 450000 Euro gekostet hat. Das Rathaus ist in mehreren Abschnitten erneuert worden, das hat insgesamt 600 000 Euro gekostet. Der aktuelle Schwerpunkt zum Thema Bauen in Marlow ist die Schulerweiterung. Die liegt gut im Zeitplan. Gestern Nachmittag konnte das Richtfest gefeiert werden.

Chancen auch für private Hausbesitzer

Städtebauförderung ist ein Förderprogramm des Bundes und der Länder. Das Programm gibt es seit 1971. Unter anderem geht es um die Sanierung von Stadtkernen.

Nach der Wiedervereinigung wurden zahlreiche Städte in dieser Region in die Städtebauförderung aufgenommen, Bad Sülze und Marlow gehören dazu.

Das Programm eröffnet auch Förderchancen für Private, etwa, wenn sie Fassaden, Fenster und Türen erneuern wollen.

41 Modernisierungsmaßnahmen sind zum Beispiel in Marlow erfolgt. Dort ist das Sanierungsgebiet 13 Hektar groß. Im Zuge der Stadtsanierung sind auch 18 Grundstücke privatisiert worden.

Peter Schlag

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