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Wartelisten für Wohnungssuchende

Ribnitz-Damgarten Wartelisten für Wohnungssuchende

In Ribnitz-Damgarten boomt der Wohnungsbau, dennoch können nicht alle Wünsche erfüllt werden

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Die ehemalige Schule in der Alten Klosterstraße in Ribnitz wird umgebaut und saniert. Über 20 barrierefreie Wohnungen sollen hier entstehen.

Quelle: Edwin Sternkiker

Ribnitz-Damgarten. Der Wohnungsbau in Ribnitz-Damgarten brummt. Wurden 2011 insgesamt 50 neue Wohnungen gebaut, so waren es im darauf folgenden Jahr 34, 2013 kamen 49 Wohnungen hinzu, 2014 waren es 40. Mit 75 neuen Wohnungen wurde im vergangenen Jahr der höchste Wert seit 2001 erreicht. Von 2005 bis 2015 hat sich der Wohnungsbestand von 7844 auf 8161 erhöht. Und es wird auch in diesem Jahr emsig gebaut, unter anderem in der Alten Klosterstraße in Ribnitz. Durch Umbau und Sanierung der Alten Schule wollen hier Investoren aus der Region mehr als 20 Zwei- und Dreizimmerwohnungen schaffen. Sie werden barrierefrei und über einen Aufzug erreichbar sein. Voraussichtlich im Januar 2017 kann es mit dem Bezug losgehen.

„Obwohl so viel gebaut wird, ist der Wohnungsmarkt dennoch so angespannt, dass wir bei altersgerechten Wohnungen schon Wartelisten haben. Das gab es nur zu DDR-Zeiten. Wohnungen, die frei werden, stehen höchstens vier Wochen wegen Renovierungsarbeiten leer. Die nächsten Mieter stehen da schon auf der Matte“, erzählt Hans-Joachim Westendorf von der Westendorf Hausverwaltung und Immobilien GmbH. Der Zuzug älterer Leute aus den Dörfern rings um Ribnitz-Damgarten spiele da eine große Rolle. Zu denen, die in der Bernsteinstadt ihren Lebensabend verbringen wollen, gehören aber unter anderem auch Berliner. „Etliche von ihnen kennen die Stadt und Region sehr gut, weil sie hier einen Garten haben“, so Westendorf. Aber auch immer mehr jüngere Leute wählen die Bernsteinstadt zu ihrem Lebensmittelpunkt.

„Die Zuzügler schätzen vor allem die sehr gute Infrastruktur. Mit der Bahn nur zwei Stunden bis Hamburg, Krankenhaus, Arztpraxen, Schulen, Kindergärten, alles ist vorhanden. Positiv gesehen wird auch von so manchem, dass es in der Stadt ein Schwimmbad gibt.“ Nicht nur Mietwohnungen werden gesucht, sondern in immer stärkerem Maße auch Eigentumswohnungen. „Neu gebaute Wohnungen sind ziemlich schnell verkauft, entweder an Selbstnutzer oder den klassischen Kapitalanleger.“ So seien zum Beispiel von elf neuen Wohnungen im Mittelweg bereits mehr als die Hälfte verkauft worden. Bei den Kapitalanlegern habe sich ein deutlicher Wandel vollzogen, konnte Westendorf beobachten. Früher stammten diese zu 95 Prozent aus den alten Bundesländern. Seit einigen Jahren seien es ganz überwiegend Ribnitz-Damgartener, die ihr Geld in Wohnungen anlegen wollen.

Und was die Mietwohnungen angehe: Für neu gebaute Wohnungen gebe es genügend Interessierte, die bereit seien, 8,50 Euro Kaltmiete zu zahlen, ergänzt Peter Frost von Concila-Immobilien. Erfreulich sei, so Frost und Westendorf weiter, dass Investoren vornehmlich auf Handwerker und Baufirmen aus Ribnitz-Damgarten oder dem Umfeld der Stadt zurückgreifen würden. Das Geld bleibe damit in der Region.

Dass die Stadt als Wohnstandort gefragt sei, sehe man natürlich mit Freude, sagte Bauamtsleiter Heiko Körner. „Und wir reagieren darauf auch entsprechend, unter anderem dadurch, dass mit der Sandhufe IV ein weiteres großes Wohngebiet entwickelt werden wird.“ Zwischen 40 und 50 Bauparzellen für Bungalows und anderthalbgeschossige Wohnhäuser sowie Stadtvillen sollen hier erschlossen werden. „Wir wissen aber, dass auch das nicht reichen wird“, macht der Bauamtsleiter deutlich. In Zukunft werde man deshalb verstärkt Brachflächen erschließen. Dazu gehöre unter anderem der östliche Bereich des ehemaligen Faserplattenwerkes.

„Wir sind im Gespräch mit dem Eigentümer“, sagte Körner abschließend.

Niedrige Leerstandsquote

Der Wohnungsleerstand in Ribnitz-Damgarten lag 2015 bei 2,9 Prozent. Das entspricht 236 Wohnungen. Von diesen befinden sich allerdings 75 in unbewohnbarem Zustand. Abzüglich dieser Wohnungen, die dem Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung stehen, liegt die Wohnungsleerstandsquote in der Bernsteinstadt damit sogar bei nur 2,0 Prozent. Als notwendig angesehen wird üblicherweise eine Mobilitätsreserve von 2,5 bis 3 Prozent. Eine zu niedrige Quote führt dazu, dass Wohnungssuchende es schwer haben, etwas zu finden.

Edwin Sternkiker

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