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Wissenschaft kümmert sich um Müll am Strand

Zingst Wissenschaft kümmert sich um Müll am Strand

Zingster Tourismusgesellschaft setzt Kooperation mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland fort.

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Freiwillige Helfer suchen den Zingster Strand nach Müll ab.

Quelle: Caroline Lentz

Zingst. Die im vergangenen Jahr begonnene Kooperation zwischen Bund für Umwelt und Naturschutz und dem Zingster Kurbetrieb (Vorpommern-Rügen) in Sachen Strandberäumung wird in diesem Jahr fortgesetzt. Freiwillige Helfer, zumeist Schüler, sind 2016 wöchentlich zusammengekommen, um Strandabschnitte rechts und links der Seebrücke von Unrat zu befreien. Mittlerweile wird das Projekt auch wissenschaftlich begleitet, wie Tom Sievert von der Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst sagt.

Tausende Kippen

21 000 Zigarettenstummel wurden während des vergangenen Jahres auf einer nur 300 Meter langen Suchstrecke aufgesammelt.

75 Prozent von 300 durch die Universität Greifswald befragte Strandbesucher gaben an, die Gäste sollten ihren Müll vom Strand selbst mitnehmen und entsorgen. Insgesamt wurde von den Befragten die Sauberkeit des Strandes aber betont.

Seitens der Universität in Greifswald waren im vergangenen Jahr 300 Strandbesucher interviewt worden. Ergebnis: Müll und Kippen nehmen vordere Plätze bei der Frage ein, was am Strand zu finden ist. Gleichwohl empfinden die Befragten die Sauberkeit am Zingster Strand als gut. Gefragt hatten die Studierenden in verschiedenen Bereichen des Zingster Strandes.

Speziell zur Müllproblematik befragt, gaben drei von vier Interviewten an, jeder Strandbesucher solle seinen Abfall selbst mitnehmen und entsorgen. Die Müllentsorgung solle demnach nicht dem Kurbetrieb oder Drittfirmen übertragen werden.

Rauchverbot am Strand?

Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Während der wöchentlichen Sammelaktionen zusammen mit dem BUND wurden im vergangenen Jahr auf einer nur 300 Meter langen Suchstrecke 21000 Zigarettenstummel per Hand aus dem Sand gelesen, rechnet Tom Sievert vor. „Da stellt sich die Frage, was wir besser machen können.“ Schließlich gebe es schon Strandascher.

Von einem allgemeinen Rauchverbot am Strand beziehungsweise einzelnen Abschnitten hält Tom Sievert erst einmal nicht viel. Eine solche Regelung gebe es an keinem Strand auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, würde möglicherweise sogar abschreckend wirken. So ein Verbot, gibt Sievert zu bedenken, lasse sich im Alltag außerdem nur schwerlich umsetzen. Wenn aber keine Ahndung erfolge, dann sei ein Verbot wirkungslos.

Sievert appelliert vielmehr an die Eigenverantwortung der Strandbesucher. Gerade die Natur sei doch für die meisten Urlauber der Hauptgrund für die Wahl des Urlaubsziels auf der Halbinsel. Damit den Gästen die Erinnerung an ihre eigene Verantwortung in Sachen Abfallvermeidung am Strand leichter fällt, wurden 20 neue Schilder angefertigt, die die Besucher des Strandes mahnen, ihre Hinterlassenschaften vom Strand bitte mitzunehmen. Dann, so die Hoffnung, bleiben künftig weniger Verpackungen und Zigarettenkippen da zurück, wohin es die Urlauber im Sommer zieht – nämlich an den Strand.

Timo Richter

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