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Wohin mit dem Regenwasser in Klockenhagen?

Klockenhagen Wohin mit dem Regenwasser in Klockenhagen?

Fördermittelantrag für neue Rohre im Brückengraben ging nicht durch / Jetzt muss in dem Ribnitz-Damgartener Ortsteil neu geplant werden

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Klockenhagen, Ortsteil von Ribnitz-Damgarten: Die Regenentwässerung ist hier seit Jahren ein Problem.

Quelle: Olaf Hackethal

Klockenhagen. In puncto Hochwasserschutz in Klockenhagen muss neu geplant werden. Der Grund: Ein vom zuständigen Wasser- und Bodenverband Untere Warnow/Küste in Absprache mit der Stadtverwaltung Ribnitz-Damgarten eingereichter Fördermittelantrag ging nicht durch. Der Antrag sah den Austausch des innerörtlichen Entwässerungsrohres (Brückengraben) vor. Außerdem sollte dessen Durchmesser von jetzt 1000 auf 1200 Millimeter vergrößert werden. Man hatte sich für diese Vorzugsvariante entschieden, weil sie mit rund 1,5 Millionen Euro die wirtschaftlichste sei, so Jan Moldenhauer vom Stadtbauamt in der Sitzung des Ortsbeirates Klockenhagen am Mittwochabend. In der Zwischenzeit habe sich allerdings die Gesetzeslage geändert. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) habe darauf verwiesen, dass eine Wiederverrohrung des Brückengrabens deshalb nicht förderfähig sei, weil damit keine „ökologische Durchgängigkeit“ erreicht werden könne. Diese sei wichtig, damit im Wasser lebende Tiere ohne Behinderung wandern können. Genau das will die EU-Wasserrahmenrichtlinie und fordert deshalb einen möglichst naturnahen Zustand.

 

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„Für Maßnahmen zur Entwässe- rung sollte jedes Jahr Geld in den Haus- halt eingestellt werden.“Tino Leipold, Ortsbeirat Klockenhagen

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Um an Fördermittel zu kommen, müsse man jetzt zur alten Variante zurückkehren, und das sei der Bau eines offenen Grabens, sagte Jan Moldenhauer. Das Problem: Solche Vorhaben werden zwar mit 90

Prozent gefördert, seien aber wesentlich teurer. „Die für uns unerwartete Stellungnahme des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur macht es jetzt notwendig, uns neu mit dem Wasser- und Bodenverband abzustimmen. Da sich die EU-Richtlinien geändert haben, müssen wir also von vorn beginnen, wenn wir an Fördermittel kommen wollen.“

„Eine Öffnung des Brückengrabens, wie soll das in der Ortslage funktionieren?“, fragte Ausschussmitglied Reinhardt Röwer (Die Unabhängigen). Der müsste mindestens drei Meter tief sein. Außerdem seien Teile des altes Bettes zugebaut worden, gab Einwohner Ulrich Borchert zu bedenken. Frank Hartmann, der ebenfalls als Einwohner die Sitzung des Ortsbeirates verfolgte, sagte, dass schon viel gewonnen wäre, wenn das aus Richtung Ribnitz kommende Wasser vor der Ortslage Klockenhagen durch einen neuen Graben abgefangen werden würde. Beginnen müsste dieser Graben bei der Mecklenburger Straße 1, würde dann entlang des Remels verlaufen und im Körkwitzer Bach münden. „Damit könnten wir das Gros des Regenwassers loswerden und hätten auch die Chance, Fördermittel zu bekommen.“ Ein guter Vorschlag, befand der Ortsbeirat. Der lässt ihn nun von der Stadtverwaltung prüfen. Vorgeschlagen wurde weiterhin, den verrohrten Abschnitt des Brückengrabens innerorts zu erhalten. In der Diskussion sprachen sich die Mitglieder des Ortsbeirates weiterhin für den Bau eines offenen Grabens aus, mit dem das Regenwasser aus dem Wohngebiet Am Katenfeld abgeleitet werden soll. Unterstützt wurde ein Vorschlag von Ausschussmitglied Tino Leipold (Die Unabhängigen). Er regte an, dass in den städtischen Haushalt jedes Jahr 100000 Euro eingestellt werden sollten, um in Klockenhagen kleinere Entwässerungsmaßnahmen umsetzen zu können.

Nicht hochwassersicher

Bereits seit Jahren ist der Hochwasserschutz ein Thema im Ribnitz-Damgartener Ortsteil Klockenhagen. Bei Starkregen sind etliche Bereiche gefährdet, so unter anderem Ahorn-, Katenfeld- und Birkenweg. Besonders problematisch kann es werden, wenn es Starkregen in Kombination mit Nordostwind gibt, der das Wasser im Bodden aufstaut. Die Lösung des Hochwasserproblems ist nicht nur wichtig, um die vorhandene Bebauung zu schützen, sondern auch Voraussetzung, um neue Häuser bauen zu können.

Edwin Sternkiker

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