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Zugewuchert: Ribnitzer verärgert über Zustand des Ententeichs

Ribnitz-Damgarten Zugewuchert: Ribnitzer verärgert über Zustand des Ententeichs

Ungepflegt finden die meisten Spaziergänger den Zustand der Klosterwiesen / Nach Renaturierung des Klosterbachs vor acht Jahren muss er nun entkrautet werden

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Stephanie Wulfert (21) mit ihrem Vater Jürgen (52) und Hund Phill am Teich in der Klosterwiese in Ribnitz.

Quelle: Fotos: Carolin Riemer (2), Anika Wenning (1)

Ribnitz-Damgarten. In dem Teich mögen nicht mal mehr die Enten schwimmen. Leere Bierflaschen und anderer Müll schwimmen zwischen Entengrütze und Algen. Meterhohes Schilf wächst aus dem Bach in der Ribnitzer Klosterwiese. Das Wasser ist kaum noch zu sehen und bahnt sich nur langsam seinen Weg durch das Schilf.

OZ-Bild

Ungepflegt finden die meisten Spaziergänger den Zustand der Klosterwiesen / Nach Renaturierung des Klosterbachs vor acht Jahren muss er nun entkrautet werden

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Verwüstet und zugewuchert. Früher sah es in der Klosterwiese viel schöner aus.“Ilse Streuber, Ribnitzerin

Ilse Streuber (89) beschreibt den Zustand mit folgenden Worten: „Verwüstet und zugewuchert. Früher sah es hier viel schöner aus.“ Gern habe sie bei ihren Spaziergängen durch die Klosterwiese beobachtet, wie Mütter mit ihren Kindern Enten fütterten. „Nun sind sogar schon die Tiere geflüchtet.“

Der Zustand der Klosterwiese ist vielen Ribnitz-Damgartenern ein Dorn im Auge. Charlotte Brinkmann (36) geht hier beispielsweise täglich mit ihrem Hund spazieren. Mittlerweile muss sie aufpassen, dass ihr Bodo nicht mit dem Wasser in Berührung kommt. „Der Klosterbach kann kaum noch fließen so zugekrautet ist er. Und das Wasser stinkt. Ich kenne etliche Hunde, die krank wurden, nachdem sie einen Schluck von der Brühe getrunken haben.“ Durchfall und Hautausschläge bekamen die Vierbeiner ihrer Bekannten.

Auch andere Anwohner wünschen sich die Zeit zurück, als der Flachwasserteich noch gepflegt aussah und man den Anblick genießen konnte. „Es ist eine Sauerei. Warum wurden Steg und Teich denn angelegt, wenn jetzt alles so verkommt?“, schimpft ein Ribnitzer. „An anderen Stellen hält der Stadtbauhof doch auch Ordnung.“

Im Zuge der Renaturierung der Klosterwiese vor nunmehr sechs Jahren entstand der Teich. Im Winter sollte auf der damals 60 mal 30 Meter großen Wasserfläche Schlittschuh gelaufen werden, so die Idee der damaligen Gemeindevertreter. Doch der Ort wurde eher als Ruhepool und Treffpunkt genutzt. Kinder fütterten Enten, Senioren saßen auf den beiden Bänken und genossen den Anblick. Heute sitzt dort niemand mehr freiwillig.

Burkhard Schade vom Ordnungsamt und seinen Kollegen ist das Problem bekannt. „Er wurde damals als gestalterisches Element geschaffen, um die Klosterwiese aufzuwerten. Und das soll auch wieder so werden.“ Die Stadtvertreter beschäftigen sich mit dem Thema, doch eine Lösung haben sie aktuell noch nicht parat. „Wir müssen erst noch eine Technologie entwickeln, um den Teich zu reinigen. Doch mit einem großen Bagger können wir nicht über die kleinen Holzbrücken der Wiese fahren. Vielleicht müssen wir Männer mit Wathosen in den Teich schicken, die ihn dann wieder frei schneiden“, erläutert er.

Doch der einstige Zustand soll, laut Schade, mit überschaubarem Aufwand unbedingt wieder hergestellt werden.

Gleiches gilt für den Klosterbach für dessen Pflege der Wasser- und Bodenverband Recknitz-Boddenkette zuständig ist. In der vergangenen Woche machten sich Chefin Birgit Neumann und ihre Kollegen vor Ort ein Bild vom Klosterbach. „Vor acht Jahren renaturierten wir den Bach, pflanzten Büsche und Sträucher, um möglichst viel Natur zu erhalten. Nun müssen wir jedoch den Durchfluss sichern. Das heißt, im Herbst schneiden wir Büsche und Sträucher zurück und entkrauten das Wasser.“ Dazu brauchte der Wasser- und Bodenverband die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde. „Die liegt mittlerweile vor. Jetzt brauchen wir nur noch eine Firma, die die Arbeiten für uns erledigt damit der Bach wieder gepflegter aber trotzdem noch begrünt und natürlich aussieht.“

Carolin Riemer

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