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Region Rostock Hansestadt sucht Architekten für Theater-Neubau
Region Rostock Hansestadt sucht Architekten für Theater-Neubau
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18:30 13.01.2019
Auf dem aktuell als Parkplatz genutzten Gelände am Bussebart soll Rostocks neues Theater entstehen. Quelle: OVE ARSCHOLL
Rostock

Jetzt wird es konkret: Die Hansestadt sucht nach Architekten für den geplanten Theaterneubau am Bussebart. Dafür soll europaweit ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Sobald der Hauptausschuss den Unterlagen zustimmt, können sich Interessenten bewerben. Aus allen Meldungen werden dann maximal zehn Teilnehmer für den anonymen Wettbewerb ausgesucht. Die Entscheidung trifft eine Jury, zu der neben Architekten unter anderem auch der künftige Oberbürgermeister, der designierte Theater-Intendant Ralph Reichel, Sigrid Hecht vom Kommunalen Eigenbetrieb für Objektbewirtschaftung (KOE) sowie Vertreter des Bauausschusses und des Ortsbeirates Stadtmitte gehören. Mit drei ausgewählten Preisträgern wird anschließend über die Umsetzung des Vorhabens verhandelt. Wichtigster Punkt und bindende Vorgabe: Die Büros müssen eine Kostenschätzung abgeben. Die von der Bürgerschaft bewilligten 110 Millionen Euro bilden dabei eine Obergrenze und schließen alle Kostensteigerungen bis zum Baubeginn sowie alle Kostengruppen mit ein, heißt es in der Ausschreibung. Das Verhältnis der Baukosten zur Brutto-Grundfläche sei für die Jury ein wesentliches Wertungskriterium.

Hauptzugang in der Langen Straße

Auch weitere Rahmenbedingungen sind klar vorgegeben: So soll auf dem ausgewählten Innenstadtgelände ein modernes und energieeffizientes Gebäude entstehen. Der Hauptzugang muss von der Langen Straße aus, die Einfahrt zur Tiefgarage über den Bussebart konzipiert werden. Die Grundfläche des Vier-Sparten-Hauses ist auf 5000 Quadratmeter beschränkt. Auch für die Höhe des Baus gibt es konkrete Vorstellungen: So müsse das neue Theater gemeinsam mit dem Radisson-Hotel auf der gegenüberliegenden Seite eine Art Tor für die Lange Straße bilden. Das bestehende Geländegefälle auf der Nordseite soll genutzt werden, eine „balkonhafte“ Aussicht in Richtung Stadthafen zu bieten, heißt es in der Aufgabenstellung für die Architekten. Sollte die begrenzte Grundfläche das hergeben, wäre vor Ort auch eine ergänzende gewerbliche Nutzung denkbar, wobei Gastronomie den Vorzug erhält.

Zwei Bühnen für 850 Zuschauer

Der Raumbedarf des neuen Prestigeobjektes wurde im Vorfeld des Wettbewerbes mit dem Theater geklärt. Vorgegeben sind nun eine klassische sogenannte „Guckkastenbühne“ mit 650 Zuschauerplätzen in Parkett und Rang sowie eine zweite Bühne mit beweglichem Portal und 200 Zuschauerplätzen. Für die aktuell rund 250 Mitarbeiter sind zudem Garderoben, Proben-, Büro- und Verwaltungsräume sowie eine Kantine und Restaurant mit entsprechenden Nebenräumen vorgesehen. Die Außenanlagen sollen künftig zum Verweilen einladen – mit Sitzmöglichkeiten, Kunstobjekten und unter Einbindung des vorhandenen Baumbestandes. Zudem soll die marode große Freitreppe erneuert und eine mögliche Kombination mit einer Rampe geprüft werden. Selbst an den Weihnachtsmarkt wurde in den Wettbewerbsunterlagen gedacht: In Rücksprache mit dem Theater wären am Bussebart, wo aktuell immer große Fahrgeschäfte stehen, künftig kleinere Stände oder Attraktionen möglich – wie beispielsweise vor dem Kröpeliner Tor.

Claudia Labude-Gericke

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