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11 347 Boote: Hier schwimmt die größte Flotte der Hanse Sail

Stadthafen 11 347 Boote: Hier schwimmt die größte Flotte der Hanse Sail

Tausende Menschen aus dem gesamten Land hatten für die OZ-Papierschiff-Regatta gebastelt / Hunderte Zuschauer verfolgten den Stapellauf am Stadthafen

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Kreuzfahrt- Fans: Klara und Konrad Hoppe (beide 10) wollten unbedingt den Haupt- preis ge- winnen – und bastelten um die Wette.

Stadthafen. Große Yachten, schwere Bauteile, ganze Häuserwände – all das hat Stephan Sessner schon am Haken gehabt. Doch: „Diese Fracht ist schon etwas Außergewöhnliches.“

Dem Kranführer oblag am Sonnabend auf der Hanse Sail eine besondere Aufgabe: Er hievte die insgesamt 11347 Boote der größten Sail-Flotte ins Wasser – für die erste OZ-Papierschiffchen- Regatta.

Mit 5000, vielleicht auch 6000 Schiffen hatten die Macher gerechnet. Am Ende wurden es fast doppelt so viele – und allesamt gebastelt von Lesern aus dem gesamten Land, von Zinnowitz bis Herrnburg.

Insgesamt 250 000 Bastelbögen hatte die Zeitung in den vergangenen Wochen an ihre Leser verteilt. Kistenweise fertige Schiffe gingen nun in den vergangenen Tagen in Rostock ein.

Die Boote – etliche waren von Kindern und Erwachsenen, von Hort- und Kita-Guppen bunt verziert und bemalt worden – wurden am Kabutzenhof auf einer riesigen Plattform zu Wasser gelassen. Sowohl Papier als auch Druckerfarbe waren zuvor nicht nur auf ihre Schwimmfähig-, sondern auch auf ihre Umweltverträglichkeit getestet worden. Und damit auch ja kein (Papier-)Müll in der Warnow zurückblieb, wurde unter den Schiffen ein Netz gespannt – um so alle wieder aus dem Fluss sammeln zu können.

Viele Teilnehmer schickten gleich mehrere Papier-Yachten ins Rennen – einer sogar rekordverdächtige 94 Stück. Klara und Konrad (beide 10) aus Nienhagen begnügten sich mit „nur“ neun Schiffen: „Das Basteln macht total Spaß“, schwärmt Klara. Ihr Zwillingsbruder gab sich selbstbewusst: „Mein Schiff wird am längsten schwimmen.“ Die beiden hatten es auf den Hauptpreis – eine Kreuzfahrt – abgesehen:

„Sie waren gerade mit Oma und Opa auf einem Schiff, wollen unbedingt wieder in See stechen“, erklärt Papa Frank Hoppe. Auch er hat mitgebastelt: „Ich bin Lehrer und habe mir noch Bögen aufgehoben.

Nach den Ferien bastle ich noch mit meiner Klasse.“

Silke Simniok hatte mit ihren Kindern und Enkeln zusammen Schiffe gebaut: „Ich konnte das noch, habe das in meiner Kindheit oft gemacht. Das Basteln verbindet“, sagt die Groß Stoverin. Ihr Mann Bernd tat sich hingegen etwas schwerer mit dem Papier: „Dem musste ich das erst beibringen. Er hatte das Schiffe-Bauen verlernt.“ Auch Daniela Lauinger fühlte sich in ihre Kindheit zurückversetzt. In Zeiten als noch nicht jedes Kind ein Handy oder eine Spielekonsole hatte. „Schiffchen-Basteln mit den Kindern – das ist irgendwie total schön“.

Das hören die Macher der Aktion gerne: „Dass so viele Menschen mitgebastelt haben – das ist überragend. Mit einer solchen Resonanz haben wir gar nicht gerechnet“, sagt Kathrin Schultka, Marketing- und Vertriebschefin der OZ. Chefredakteur Andreas Ebel kündigt sogleich an: „Bei der Hanse Sail 2017 wollen wir wieder Papierschiffe zu Wasser lassen – noch mehr als in diesem Jahr.“

Andreas Meyer

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