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130 Schüler: Jenaplanschule überreizt Gastrecht in der KTV

Kröpeliner-Tor-Vorstadt 130 Schüler: Jenaplanschule überreizt Gastrecht in der KTV

Diskussionen im Ortsbeirat Kröpeliner- Tor-Vorstadt: Wieder geht es um den Einzug der Jenaplanschule in die Grundschule am Margaretenplatz.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Diskussionen im Ortsbeirat Kröpeliner- Tor-Vorstadt: Wieder geht es um den Einzug der Jenaplanschule in die Grundschule am Margaretenplatz.

 

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Ein Widerspruch könnte die Eltern der Abiturienten massiv verunsichern.“Alexander Ludwig, Ortsbeiratsmitglied

Anstatt von drei, spricht Schulleiter Martin Plant nun von sechs Gruppen. Der Ortsbeirat hat am Mittwoch beschlossen, Widerspruch gegen das Bürgerschaftsurteil einzulegen.

Laut Beschluss soll die neue Sekundarstufe II der Jenaplanschule für ein Jahr in der Margaretenschule unterkommen. „In unserem Haus in der Lindenstraße sind die Kapazitäten begrenzt“, betont Schulleiter Plant. Ein freies Gebäude am Wasserturm könne erst 2017 genutzt werden. Doch die Abiturienten sollen zum kommenden Halbjahr beginnen.

Der Schulelternrat aus der KTV sträubt sich dagegen. „Wir sollen uns komplett unterordnen“, sagt Ulrike Pannier. Katrin Bartelt ergänzt: „Warum sollen die Belange der Jenaplanschule wichtiger sein als unsere?“ Auch die Margaretenschule habe ein durchdachtes Schul- und Hortkonzept. „Das Angebot wird durch diesen Beschluss eingeschränkt“, so Bartelt. So soll sich zwar die Zahl der Hortplätze nicht verringern, aber Räume für den Hort verloren gehen. „Der Hort hat ein tolles, offenes Konzept. Wenn wir zum Gastgeber werden, müssen unsere Kinder den ganzen Tag in ihren Klassenzimmern verbringen“, sagt Pannier.

33 externe Anmeldungen für die Abiturklasse sollen bereits eingegangen sein. „Eine Aufschiebung könnte das Interesse an dem Angebot auch in den kommenden Jahren gefährden“, sagt Ortsbeiratsmitglied Alexander Ludwig (Grüne). Die Eltern hätten sich bewusst für eine Schule mit dem reformpädagogischen Ansatz entschieden. Einen Widerspruch hält er daher für bedenklich: „Es könnte die Eltern massiv verunsichern.“

Auch die Eltern der Margaretenschüler seien beunruhigt. Nicht ohne Grund hätten sich viele für eine reine Grundschule entschieden. „Sie wollen nicht, dass ihre Kinder mit Jugendlichen in einer Schule gemeinsam Unterricht haben“, vermittelt Katrin Bartelt. Schon jetzt hätten einige sich dahin gehend geäußert, dann ihre Kinder von der Schule nehmen zu wollen. Schulleiter Plant erklärt, dass er solche Vorurteile ausräumen wolle: „Ich lade die Eltern gern ein, um sich selbst ein Bild zu machen.“

Doch wie viele Schüler tatsächlich in der Margaretenschule zu Gast sein werden, scheint unklar. Noch zur Bürgerschaftssitzung war von drei Klassen die Rede, doch beim Ortsbeirat spricht Plant von 130 Schülern. „Es sind sechs Gruppen, die im Obergeschoss unterrichtet werden sollen“, erklärt er. Besonders diese fehlende Kommunikation kritisieren die Elternvertreter. „Wenn ständig andere Zahlen genannt werden, wer kann uns versprechen, dass sie wirklich nur ein Jahr hier sein werden“, fragt Ulrike Pannier.

„Wir müssen als Bürgervertreter auch deren Meinung vertreten, egal, wie die Chancen stehen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Matthias Siems (SPD). Denn der Ortsbeirat scheint sich einig zu sein: Die Chancen, dass die Bürgerschaft bei erneuter Abstimmung gegen den Vorschlag stimmt, sind gering. Dennoch wurde mehrheitlich für einen Widerspruch gestimmt. „Das ist der erste Schritt“, sagt Katrin Bartelt. Damit werde die Entscheidung bis zur Bürgerschaftssitzung im April aufgeschoben. Ortsbeiratsvorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09) ermahnt: „Ich erwarte von den Beteiligten, das Problem in jedem Fall zu klären.“

Unterschiedliche Konzepte bei den Schulen

460 Schüler werden in etwa an der Jenaplanschule in Rostock in den Klassen 1 bis 10 unterrichtet. Die vier Säulen des Konzepts sind Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier.

300 Kinder besuchen circa die Schule am Margaretenplatz. Die Einrichtung sieht ihr Konzept als reine Grundschule mit einem offenen Hort des Instituts Leben und Lernen.

Von Johanna Hegermann

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