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16-jähriger Rostocker will bester Surfer Deutschlands werden

Rostock 16-jähriger Rostocker will bester Surfer Deutschlands werden

León Klütsch gehört zu Ausnahmekönnern im Wellenreiten / Er liebt das Gefühl von Freiheit auf dem Wasser und geht seiner Leidenschaft in ganz Europa nach

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León Klütsch ist an der Küste Portugals voll in seinem Element: Seit zehn Jahren steigt der Schüler aufs Surfbrett.

Quelle: Privat

Rostock. Wenn der Wind an der Ostsee kräftig weht und die Badegäste wegen hoher Wellen gar nicht erst ins Wasser gehen, dann geht für León Klütsch der Spaß erst richtig los. Der 16-Jährige surft für sein Leben gern und hat sich zu einem der größten Talente in Deutschland gemausert.

„Wenn ich aufs Surfbrett steige, dann vergesse ich alles um mich herum. Mein Fokus liegt dann nur noch auf der nächsten Welle, der nächsten Aktion“, erzählt Klütsch mit strahlenden Augen. „Für mich ist das Surfen eine Leidenschaft, eine riesige Faszination“, sprudelt es aus ihm heraus.

Im Alter von sechs Jahren machte León Klütsch seine ersten Erfahrungen auf dem Board. Mit seinem Onkel Jannis und seinem Vater Thomas ging es vor Warnemünde aufs Brett. Schnell war klar, dass es nicht bei einem Mal bleiben sollte. „Mir hat es von Beginn an viel Spaß gemacht. Ich hab schnell gemerkt, dass ich das weitermachen wollte“, erinnert sich der Jugendliche an seine ersten Stehversuche als Wellenreiter. „Auf dem Wasser spüre ich ein Gefühl von Freiheit, kann einfach die Seele baumeln lassen“, erzählt der Ostseestädter, der sich über soziale Netzwerke regelmäßig mit anderen Surfern verabredet, um an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns zu trainieren. Im Herbst wird wetterbedingt am meisten gesurft.

Auf der Suche nach der perfekten Welle bereist León Klütsch darüber hinaus zusammen mit seinen Eltern spannende Surfgebiete in ganz Europa. „Einen großen Teil der Sommerferien verbringen wir regelmäßig in Portugal“, sagt er. In dem südeuropäischen Land nahm er sich einen Surftrainer, der ihm die wichtigsten Kniffe auf dem Brett zeigte.

Neben Portugal surft der Zehntklässler der Don-Bosco-Schule auch in Spanien, Dänemark und mindestens einmal im Jahr in Frankreich, wo die deutschen Meisterschaften stattfinden. „Dort dürfen alle Surfer teilnehmen, die mindestens ein deutsches Elternteil haben. Daher starten bei den Wettkämpfen viele andere Nationen“, sagt Klütsch und erläutert, warum die Bundestitelkämpfe, in ungewöhnlicher Lage, nämlich im Ausland ausgetragen werden: „Die Segelgebiete in Deutschland geben nicht so viele gute Wellen her, deswegen findet die Veranstaltung an der Atlantikküste statt.“

2016, so Klütsch, wolle er sich wieder mit den besten Sportlern messen, „eine gute Platzierung erreichen“ und „wichtige Erfahrungen sammeln, um bald um die deutsche Meisterschaft mitzusurfen“. Sein großes Ziel: irgendwann der beste Surfer Deutschlands zu sein.

Unterstützung für dieses ambitionierte Vorhaben erhält der Wassersportler von seinen Eltern, die den Großteil ihrer Reisen auf die Surfmöglichkeiten für ihren Sohn abstimmen. Auch einige Sponsoren sind auf das Nachwuchstalent aufmerksam geworden, darunter ein Top-Ausrüster im Bereich des Wassersports. Seit neuestem steht dem Rostocker die Ospa-Sportförderung zur Seite.

„Für uns ist das eine ungewöhnliche Geschichte“, sagt Ospa-Vorstand Karsten Pannwitt. „Wir wissen, dass es in Warnemünde mit den Wellen nicht so gut wie anderswo bestellt ist, deswegen unterstützen wir León gerne, vor allem bei den Reisekosten“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende.

In zwei oder drei Jahren will sich Hobbybasketballer Klütsch, der regelmäßig im Nachwuchs des EBC Rostock mittrainiert, ins Ausland wagen. Für mindestens ein halbes Jahr soll‘s dann im Rahmen eines Work- und Travel-Aufenthalts nach Australien gehen. Doch vorher strebt der Rostocker sein Abitur an. Auf dem Weg dorthin vollendete der Schüler gestern seine erste Facharbeit. Das Thema war schnell gefunden: die Entstehung und das Brechen von Wellen.

 



René Warning

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Rostock
Leon Klütsch aus Rostock surft an der Küste Portugals: Er gilt als eines der größten deutschen Talente seiner Sportart.

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