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25 Jahre: Köhlerhof feiert Jubiläum mit Kanonenschuss

WIETHAGEN 25 Jahre: Köhlerhof feiert Jubiläum mit Kanonenschuss

Ein Zeugnis alter Forstwirtschaft wird als Museum erhalten / Regelmäßig gibt es Führungen für Besucher und Projektarbeit für Kinder / Ehrenamtliche Helfer gesucht

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Tradition hat das Pflanzen des Baumes des Jahres. Christian Brion und Michael Groitzsch pflanzten die Winterlinde.

Quelle: Fotos: Jürgen Falkenberg

Wiethagen. Die Lunte brennt und – Schuss. Ein Festböller aus der Vorderlader-Reelingskanone der Schützengesellschaft Wieker Gelag 1452 wurde auf dem Forst- und Köhlerhof Wiethagen gezündet. Der Knall summt in den Ohren.

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Ein Zeugnis alter Forstwirtschaft wird als Museum erhalten / Regelmäßig gibt es Führungen für Besucher und Projektarbeit für Kinder / Ehrenamtliche Helfer gesucht

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Besucherrekord

10 719Besucher sind im Jahr 2015 zum Forst- und Köhlerhof Wiethagen geströmt. Das ist die bisher höchste Zahl. 2014 kamen 9814 Gäste.

117 Mitglieder zählt der Hof aktuell. Weitere sollen gewonnen werden, um alle Aufgaben erfüllen zu können. Ab August kommen drei Bundesdienstfreiwillige zur Hilfe.

Die Lunte führte Gerd Heil (83), der „Urvater“ des Forst- und Köhlerhofes. Anlass des Kanonenschusses war der 25. Jahrestag der Gründung des „Vereins der Freunde und Förderer des Forst- und Köhlerhofes Rostock-Wiethagen“.

Ein Rückblick. Von den Teerschwelereien in der Rostocker Heide war in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nur die in Wiethagen in ruinösem Zustand verblieben. Oberförster Gerd Heil, wohnend beim letzten Köhler der Heide, Otto Heuer, begann 1984 mit der Rekonstruktion von Meiler und Gebäuden. Schon 1984 werden diese zu technischen Denkmalen erklärt. Ende 1986, nach neun Jahren, brannte erstmals wieder der kleine Meiler. Unterstützung gab es durch den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb und aus dem Rostocker Rathaus. Mit der Wende funktionierte dieses System nicht mehr. Der Köhlerhof ging schrittweise von der Stadt in das Eigentum des neuen Vereins über.

Zum schon 1991 angelegten Natur- und Umweltlehrpfad kam der Modellpark. Der Skulpturenpfad und Märchenwald wurden angelegt. Jagthütte, Nutzgebäude und Remisen entstanden. Ein Holzgastraktor wurde mobil, eine fahrbare Retorte gebaut. Aber: Gerd Heil, nun Ehrenvorsitzender des Vereins, mahnte, den Ofen und die Retorte nicht auf Verschleiß zu fahren. Alljährlich muss Holz herangeschafft werden, um im kleinen Meiler vier Brände und zwei Retortenbrände auszuführen und Holzkohle zu gewinnen. „Holzkohle und Teer wurden Renner“, sagt Geschäftsführer Michael Groitzsch. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Stadtforstamt hat sich über die Jahre etabliert. Die neueren Waldtage legen Zeugnis ab. Ehrenamtliche Arbeit ist allenthalben gefragt. Die Führung von Besuchern, die Projektarbeit von Kindergruppen, das Beschicken des Ofens, regelmäßig Reparaturen: Die wenigen Hauptamtlichen, wie Holger Kugelberg, reichen längst nicht aus. Auch Sponsoren werden gebraucht.

Der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende Professor Wolfgang Methling konnte auf der festlichen Zusammenkunft Dank sagen an Helfer und Sponsoren. Die Arbeit in Wiethagen wird aber auch durch den europäischen Köhlerverein, dessen Mitglied der Verein Forst- und Köhlerhof ist, gewürdigt. 2009 richtete der Verein in Wiethagen das 7. Europäische Köhlertreffen aus. Zum 11. Europäischen Köhlertag in Luxemburg wird die Teilnahme einer Delegation vorbereitet.

Der Festtag klang aus mit den Jagdhornbläsern des Forst- und Köhlerhofes Wiethagen.

Jürgen Falkenberg

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