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34 Millionen Euro für Diagnostikzentrum

Stadthafen 34 Millionen Euro für Diagnostikzentrum

Die Centogene AG baut den Standort Rostock aus / Gestern war die Grundsteinlegung für den neuen Firmensitz im Stadthafen / 73 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen

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Arndt Rolfs (2. v. l.) legt zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik den Grundstein für den Neubau.

Quelle: Ove Arscholl

Stadthafen. Die Centogene AG baut seinen Hauptstandort in Rostock aus. „Der 23. August 2016 ist ein Signal für MV. Wir bauen das modernste Diagnosezentrum Europas“, sagte gestern Nachmittag Vorstandsvorsitzender und Firmengründer von Centogene Professor Arndt Rolfs bei der Grundsteinlegung. Um 16.15 Uhr stand er mit Helm und Schaufel bewaffnet auf der 4500 Quadratmeter großen Baustelle, um traditionell mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik die Kartusche, unter anderem mit der aktuellen OZ, in den Boden zu versenken.

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Die Centogene AG baut den Standort Rostock aus / Gestern war die Grundsteinlegung für den neuen Firmensitz im Stadthafen / 73 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen

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Mit vielen Partnern, etwa dem Wirtschaftsministerium oder der Universität Rostock, habe Centogene es geschafft, das größte Biotech-Unternehmen im Bundesland zu werden. „Größe allein ist jedoch kein Qualitätsmerkmal. Allein auf Qualität basiert ein langfristiger Nutzen. Auch deshalb haben wir uns entschieden, weiterhin nach dem Motto, denke global, handle lokal’ unseren Fußabdruck in Rostock mit diesem Neubau zu vertiefen“, so Rolfs.

Der Grund für das Großprojekt, das direkt am alten Hafenbecken entsteht: Eine Erweiterung der Kapazitäten in der Schillingallee ist nicht mehr möglich. Der Neubau verschlingt fast 34 Millionen Euro.

Es entsteht dort eine Betriebsstätte mit Zukunft, die von Spitzenforschung, Entwicklung und Produktion geprägt sein soll. „Diese Kombination bietet hervorragende Chancen für nachhaltige und gut bezahlte Arbeitsplätze“, betont Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

„Wir sind Zeuge einer wichtigen Rostocker Erfolgsgeschichte“, so der Finanzsenator der Stadt, Chris Müller (SPD). Für ihn sei es die richtige Entscheidung gewesen, an diesem Standort zu investieren.

Denn: Dieser Bau schafft neue Jobs in der Hansestadt. 73 zusätzliche Arbeitsplätze werden entstehen – vor allem für Laborassistenten und medizinische Fachassistenten. Außerdem werden 155 Dauerarbeitsplätze gesichert. „Die Aktivitäten im Forschungs- und Entwicklungsbereich werden bei Centogene stetig ausgebaut, das macht sich auch bei den Arbeitsplätzen bemerkbar“, sagt Glawe.

Laut Arndt Rolfs komme bereits das halbe Personal aus dem nicht deutschsprachigen Ausland. Umgerechnet arbeiten dort Mitarbeiter aus 35 Nationen. „Dieses Unternehmen wäre sonst aus globaler Sicht auch nicht so erfolgreich und konkurrenzfähig“, so Rolfs.

Aber ohne Unterstützung sei diese Idee nicht umzusetzen. Deshalb hat das Wirtschaftsministerium vom Gesamtbetrag von rund 34,2 Millionen Euro 12,5 Millionen beigesteuert.

Laut Entwurfsarchitekt Henry Pudewill soll der Rohbau am Hafen nun „in großer Geschwindigkeit“ hergestellt werden und im Frühjahr fertig sein. Der Einzug folge im Herbst 2017.

Hauptsitz am Hafen

2007 gegründet, hat sich Centogene auf die Diagnostik seltener, angeborener Erkrankungen spezialisiert. Weltweit schicken Ärzte täglich mehr als 400 Blutproben an das Institut im Biomedizinischen Forschungszentrum (BMFZ). Das neue Zentrum soll der Hauptsitz des Unternehmens werden. Das Kernstück bilden die genetischen Analyselabore, in denen Blutproben aus mehr als 90 Ländern untersucht werden.

Mathias Otto

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