Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Gewitter

Navigation:
40 Frauen und ein Mann tanzten gegen Gewalt

Stadtmitte 40 Frauen und ein Mann tanzten gegen Gewalt

Eine Aktion erinnerte am Valentinstag daran, dass viele Frauen zu Hause eher Schläge statt Blumen bekommen

Voriger Artikel
Neuer Hort wird früher fertig
Nächster Artikel
Michaelshof: Gartenlaube brennt ab

Schätzungsweise 40 Frauen protestierten gestern mit Tanz auf dem Uniplatz – am weltweiten Aktionstag „One Billion Rising“.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Stadtmitte. Valentinstag einmal anders: Mit einer Tanzdemo protestierten gestern Mittag rund 40 Frauen auf dem Universitätsplatz gegen Gewalt gegen Frauen. Die Teilnehmerinnen streckten pinkfarbene Handschuhe in die Luft, zum Rhythmus des Lieds „Break The Chain“ (Spreng’ die Ketten), zu dem am Aktionstag „V-Day“ in mehr als 200 Ländern für Frauenrechte getanzt wird. Erfinderin des weltweiten Protests ist die feministische Künstlerin Eve Ensler aus New York, die durch das Theaterstück „Vagina Monologe“ bekannt wurde. Das Motto heißt „One Billion Rising“, es steht für eine Milliarde Frauen und Mädchen, die laut Vereinte Nationen Opfer von Gewalt werden.

Viermal wurde auf dem Uniplatz getanzt, jeweils für viereinhalb Minuten. In den Pausen trat eine Trommelgruppe auf und Vertreterinnen der Initiatoren – unter anderem der Verein Frauen helfen Frauen und der AStA der Uni – hielten Reden. „Es gab vorher fünf Termine, um die Choreographie zu üben“, sagte Kati Voß, die das Tanzstück mit den Teilnehmerinnen einstudiert hatte. Männer waren ausdrücklich aufgerufen, mitzutanzen. Von dieser Möglichkeit machte, zumindest am Anfang, nur ein Mann Gebrauch. Er wolle sich solidarisch zeigen, erklärte Student Max Rentner (22).

Kati Voß hilft normalerweise Opfern häuslicher Gewalt, bei der Interventionsstelle von Frauen helfen Frauen. 500 Personen aus Hansestadt und Landkreis nutzen das Angebot im Jahr. Betroffen sind alle Schichten und Berufe, berichtet Voß. Die Linkspartei im Landtag teilte mit, das laut einer Polizeistudie in MV 1000 Frauen im Jahr misshandelt werden, 100 werden dabei schwer verletzt. Das tatsächliche Ausmaß sei noch sehr viel größer, nur zwei Prozent der Taten werden überhaupt angezeigt. gkw

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

Täglich erreichen die OZ-Redaktion weitere Leserbriefe zur Namensablegung der Uni Greifswald

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Polizei
Jugendlicher Hacker steuert Bildschirme in Elektromarkt

Ein 16-Jähriger hat mithilfe einer Hacker-Anwendung TV-Bildschirme und Radiogeräte in einem Elektromarkt in Lambrechtshagen (Landkreis Rostock) ferngesteuert.