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40 Helfer kümmern sich um Flüchtlinge

GRAAL-MÜRITZ 40 Helfer kümmern sich um Flüchtlinge

35 Asylbewerber leben im Ostseeheilbad — sie sind in vielen guten Händen

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Inge Johannssen, Sieglinde Tschumper und Jens-Peter Johannssen (v. l.) vom Graal-Müritzer Helferkreis für Flüchtlinge gönnten sich gestern auch einmal eine Kaffeepause.

Quelle: Michael Schißler

Graal-Müritz. Sie sammeln Fahrräder und Kleidung, sie helfen bei Arztbesuchen und sorgen dafür, dass die Kinder zu ihren Vereinen kommen: Innerhalb nur weniger Wochen hat sich die Zahl der Flüchtlingshelfer im Ostseeheilbad auf rund 40 erhöht. „Es haben sich noch mehr gemeldet, nachdem wir auch in Graal-Müritz Flüchtlinge aufgenommen haben“, berichtet Jens-Peter Johannssen, der mit sechs Mitstreitern die Initiative ergriff und zunächst die Flüchtlinge in Rövershagen und Groß Lüsewitz unterstützte.

Die Neubürger wollen auch gern bei der Strandreinigung helfen.“Jens-Peter Johannssen, Helferkreis

Seit Mitte Januar werden die Flüchtlingshelfer nun auch in der eigenen Gemeinde gebraucht: 35 Flüchtlinge — das sind neun Familien — haben in Graal-Müritz in zwei Häusern mit Ferienwohnungen Zuflucht gefunden, unter ihnen zehn schulpflichtige Kinder und ein Kita-Kind. „Es haben sich schon viele Freundschaften entwickelt“, weiß Sieglinde Tschumper, auch sie gehörte mit zur Mannschaft der ersten Stunde. Sie ist immer dabei, wenn die Kinder zu ihrem Karate-Club gefahren werden müssen oder die Frau zu ihren Entspannungskursen.

Mit Philipp Schumm, er ist Sozialarbeiter bei der Volkssolidarität und betreut die Graal-Müritzer Flüchtlinge, hat sich eine stabile Zusammenarbeit entwickelt, sagt Jens-Peter Johannssen. „Schumm hat eine Liste aller Helfer unseres Kreises und kann dort anfordern, wen er gerade braucht.“ Darunter seien viele Graal-Müritzer, die auch aus ihrem Beruf heraus Hilfestellungen geben können.

Wie zum Beispiel die Lehrer. „Wir sind fünf ehemalige Lehrer, die regelmäßig Deutschunterricht für die Flüchtlinge geben“, erzählt Inge Johannssen. Dieser Unterricht findet täglich statt — jeweils vormittags und nachmittags wird gut anderthalb Stunden unterrichtet. „Dabei merkt man sofort, dass die Menschen unsere Sprache lernen wollen“, sagt Sieglinde Tschumper. Dabei helfe auch Susanne Graf, die Leiterin der Ostsee-Bibliothek, die sich auf ihre neue Kundschaft einstelle.

Den Weg in die Graal-Müritzer Vereine haben die Flüchtlinge gefunden, weil sich die Organisationen ihnen vorgestellt und ihr Angebot präsentiert haben, erzählt Jens-Peter Johannssen. Demnächst wird es eine offizielle Begegnung geben. Die Flüchtlinge haben die Gemeindevertreter und die Gründungsmitglieder des Helferkreises zu einem Treffen im Service-Wohnen des Arbeiter-Samariter-Bundes Warnow-Trebeltal eingeladen. Dabei soll es aber nicht bleiben: „Die Neubürger wollen auch helfen, wenn die Gemeinde jetzt wieder zu ihrem Strandspaziergang einlädt, bei dem es darum geht, Müll am Strand zu sammeln“, sagt Jens-Peter Johannssen.

 



Michael Schißler

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