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51. Denkstein für Rostocker Holocaust-Opfer verlegt

Rostock 51. Denkstein für Rostocker Holocaust-Opfer verlegt

Die Schneiderin Gitel Wunderlich lebte erst knapp ein Jahr in Rostock, bevor sie 1942 nach Auschwitz deportiert und dort mit 31 Jahren ermordet wurde. Jetzt erinnert ein „Denkstein“ vor ihrem früheren Wohnhaus an sie.

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Rostocker Bürger legen in der Östlichen Altstein Rosen auf einen neuen Gedenkstein, der an die ermordete Jüdin Gitel Wunderlich erinnert.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Der Förderverein des Rostocker Max-Samuel-Hauses hat den 51. „Denkstein“ in der Hansestadt verlegt. Der Messingstein erinnert an die jüdische Schneiderin Gitel Wunderlich, die 1942 mit ihrem Ehemann Heinz nach Auschwitz deportiert und dort vergast wurde. Sie wurde nur 31 Jahre alt.

Schülerinnen und Schüler der Conventer-Regionalschule in Rethwisch (Landkreis Rostock) haben die Verlegung gesponsert. Im Rahmen eines Anne-Frank-Projekts bekamen sie Geld von der Gemeinde Rethwisch für die Aktion. Im Gegenzug verschönerten sie den gemeindeeigenen Spielplatz.

Das Ehepaar Wunderlich hatte im April 1941, also etwas mehr als ein Jahr vor Deportation und gemeinsamem Tod, geheiratet und war nach Rostock gezogen. „Viele Juden zogen damals in größere Städte“, sagt die Historikerin Steffi Katschke vom Max-Samuel-Haus. In Großstädten gab es noch etwas jüdisches Leben, außerdem war es leichter als auf dem Dorf, alltäglichen Anfeindungen zu entgehen. Heinz Wunderlich stammte aus Röbel an der Müritz.

Gerald Kleine Wördemann

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