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800 Menschen protestieren gegen Rogida

Rostock 800 Menschen protestieren gegen Rogida

Unter dem Motto „Willkommen im Abendland – Rostock für alle“ ist am Montag gegen den lokalen Ableger der Pegida-Bewegung protestiert worden.

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Zwischen Doberaner Platz und Kröpeliner Tor demonstrieren auf dem Friedhofsweg rund 800 Menschen für ein weltoffenes Rostock.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Mehr als 800 Rostocker haben am Montag eine Woche vor dem islamkritischen Protestzug „Rogida“ ihre Ablehnung deutlich gemacht. Das Bündnis „Rostock nazifrei“ und die Linke riefen unter dem Motto „Willkommen im Abendland – Rostock für alle“ zu Kundgebungen gegen den lokalen Ableger der Pegida-Bewegung auf. Am 12. Januar soll es einen der „Spaziergänge“ in der Hansestadt geben.

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Zwischen Doberaner Platz und Kröpeliner Tor demonstrieren auf dem Friedhofsweg rund 800 Menschen für ein weltoffenes Rostock.

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„Wir haben heute ein ganz klares Zeichen gesetzt“, sagte Andreas Reinke (Linke). Die Initiatoren betonten, dass eine „Rogida“-Demo Vorurteile bediene, Menschen stigmatisiere und solche Einstellungen nicht toleriert werden dürften.

„Wer bei Rogida mitmacht, läuft Menschen hinterher, die bekennende Neonazis und Rassisten sind“, sagte der Pastor der Rostocker Innenstadtgemeinde, Tilman Jeremias. Er appellierte: „Geht nicht den Rattenfängern auf den Leim, lasst euch nicht instrumentalisieren.“ Jeremias könne die Unzufriedenheit der Menschen verstehen. Doch diese dürfte nicht auf den Rücken der Schwächsten abgeladen werden. Solidarität sei geboten mit Flüchtlingen und Minderheiten, nicht Abgrenzung. 

Redner wie der Landtagsabgeordnete Hikmat Al-Sabty (Linke) unterstrichen, dass die Pegida-Bewegung einen rassistischen Grundton habe. Es gehe im Grunde auch nicht um eine befürchtete „Islamisierung“, sondern um Ängste vor sozialem Abstieg und Identitätsverlust. Menschen fühlten sich auch von der Politik im Stich gelassen. Die Pegida-Organisatoren missbrauchten diese Ängste.

Am Rande der Kundgebungen in Rostock ist am Montag bekannt geworden, dass in Schwerin und Stralsund weitere islamkritische Protestzüge geplant sind.

 



André Wornowski

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