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Abrissgegner demonstrieren für Erhalt der „Betty“

Rostock Abrissgegner demonstrieren für Erhalt der „Betty“

Die Befürworter des Elisabethheims in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wollen den Gebäudekomplex als offenes Haus nutzen. Der Ortsbeirat unterstützt den Vorschlag.

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Junge Leute kämpfen weiter für den Erhalt der „Betty“, des ehemaligen Elisabethheimes in der Ulmenstraße. Am 30. September 2017 demonstrieren sie gegen den Abriss. Zu den Organisatoren der Demo gehört Friedemann Heske. Auch Anette Niemeyer und Matthias Siems (v.r.) vom Ortsbeirat KTV und Hannes Rother unterstützen die Demonstranten.

Quelle: Doris Deutsch

Rostock. Rund 80 junge Leute haben am Samstag friedlich gegen den geplanten Abriss des alten Elisabethheimes in der Ulmenstraße protestiert. Mit Transparenten zogen sie vom Studentenwerk in der St.-Georg-Straße aus durch die Innenstadt bis zur „Betty“, wie die Immobilie inzwischen liebevoll genannt wird. „Rostock ist die Stadt der Abrissbirnenpolitik und der verpassten Chancen“, ärgert sich Dieter Rahmann (55), der die Demo angemeldet hat. „Wir wollen den Abriss verhindern“, sagt Friedemann Heske (27), „sind aber für vernünftige Lösungen.“ Günstiges Studentenwohnen und eine Mensa, wie es der Eigentümer Studentenwerk vorhat, seien wichtig. „Doch wir brauchen auch kleinteilige Angebote für Initiativen und Projekte“, erklären die Demonstranten, die das Ensemble als offenes Haus erhalten und nutzen wollen.

Unterstützung erfahren sie vom Ortsbeirat KTV. Anette Niemeyer und Matthias Siems reihen sich ein. „Wir haben einen Denkmalantrag für das gesamte Ensemble gestellt“, sagt Ortsbeiratschefin Niemeyer.

Der Komplex sei städtebaulich, aber auch kultur- und sozialgeschichtlich von Bedeutung. Auch der Gestaltungsbeirat lehne den Abriss ab. „Die beiden Rotbuchen dort sind über 100 Jahre alt und die ältesten Bäume in der KTV“, liefert Hannes Rother vom Verschönerungsverein ein weiteres Argument. Die Abrissgegner bleiben am Ball.

Deutsch,Doris

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