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Abschied von einer Chefin mit Herzblut und Charisma

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Fischereihafen-Geschäftsführerin Daniele Priebe geht in den Ruhestand / Rund 100 Gäste wünschten der 62-Jährigen gestern bei einem Empfang alles Gute

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Priebes Nachfolger, Steffen Knispel, macht Ehefrau Sandra mit den Gästen bekannt. Der 40-jährige Knispel freut sich auf eine „sehr reizvolle Aufgabe“ als Chef.

Fröhlich, locker und optimistisch – so beschreiben Mitarbeiter die Atmosphäre in der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH (RFH) unter Leitung von Geschäftsführerin Daniele Priebe (62). Und ähnlich herzlich ist gestern auch die Verabschiedung der Chefin in den Ruhestand gewesen.

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Fischereihafen-Geschäftsführerin Daniele Priebe geht in den Ruhestand / Rund 100 Gäste wünschten der 62-Jährigen gestern bei einem Empfang alles Gute

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ROSTALK

André Wornowski und Ove Arscholl

berichten aus Rostocks Szene. ☎ 365410

rostalk@ostsee-zeitung.de

„Das ist hier keine Trauerfeier“, stellt Ronald Schulz , Leiter der Hafenwirtschaft, gleich in seiner Eröffnungsrede klar. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Stadtverwaltung sind da. In einer langen Reihe stehen sie an, um Priebe persönlich zu verabschieden. Zumeist sind es Männer mit Blumensträußen. Dazu gibt es Bilder und Wein. „Das ist der pure Wahnsinn“, sagt Priebe.

Und lacht. Zu jedem Gast falle ihr spontan eine Geschichte ein. „Dass sie alle gekommen sind, ist auch ein Zeichen der Wertschätzung. Das bewegt mich schon.“

Auch Priebes Vorgängerin ist da. Traute Secander . Sie war von 1991 bis 2002 RFH-Geschäftsführerin. Sie habe Priebe sozusagen ausgebildet. Und sie habe sich dafür eingesetzt, dass Priebe den Job bekommt. „Weil sie dieses Herzblut und die Energie dafür hatte“, sagt Secander. Und siehe da: Alles richtig gemacht. „Ich bin stolz darauf, was hier im Fischereihafen entstanden ist“, sagt Traute Secander.

1990 stand der RFH vor dem Aus. Er glich „einem Müllhaufen“, erinnert sich Schulz. Heute ist der Hafen auf Rekordkurs. Im Jahr 2015 wurden hier 1,34 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Priebes Erfolgsgeheimnis? „Sie lacht viel, kann sich aber auch durchsetzen“, sagt Peter Käkenmeister , der unter ihr als Hafen- und Kühlhauschef gearbeitet hat. Schon unter ihrem Vater, der Kapitän war, sei Käkenmeister zur See gefahren. „Sie ist immer eine ganz natürliche Person geblieben“, sagt er über Priebe.

„Locker und temperamentvoll – so kann wohl nur eine Frau Verantwortung tragen“, sagt Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke). Bei den Männern habe ihr Auftreten stets Schmunzeln und Anerkennung hinterlassen. Katja Gödke , Geschäftsführerin beim Warnow-Wasser- und Abwasserverband, stimmt zu: „Ein Hoch auf die Frauenpower.“ Priebe sei extrem pragmatisch. „Sie taktiert nicht, sagt geradeaus, was sie denkt.“ 160 Firmenansiedlungen im Hafen sprächen für sich.

Priebes Nachfolger, Steffen Knispel (40), macht Ehefrau Sandra mit den Gästen bekannt. Dass ihr Mann es schaffen wird, in die großen Fußstapfen zu treten, davon ist Sandra Knispel überzeugt. Schon als kommissarischer Geschäftsführer von Flughafen und Volkstheater habe er verantwortungsvolle Positionen ausgefüllt. Und wer ist zuhause der Boss? „Bei uns herrscht klassische Arbeitsteilung“, sagt Steffen Knispel. Er lacht. Das gelte sowohl für die Kinder (zwei Töchter) als auch für den Garten.

Für Priebe steht nun viel Arbeit im Grünen an. Statt über 60 Hektar werde sie jedoch nur noch über 600 Quadratmeter herrschen, sagt Schulz. Und statt über 400 Hanseln regiere sie nur über einen.

Lachen im Publikum. Priebe freut sich aber schon, mehr Zeit für ihre fünf Enkel und den Garten zu haben.

OZ

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