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„Acoustic Pop“-Wettbewerb: Künstler verzaubern Moya

Marienehe „Acoustic Pop“-Wettbewerb: Künstler verzaubern Moya

Fünf Musiker und Bands sind im Vorentscheid um den „Jugend kulturell Förderpreis 2016“ gegeneinander angetreten / Sieger bekommt Unterstützung für die Musik-Karriere

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„Liza & Kay“ aus Hamburg eröffneten den Konzertabend im Moya mit gefühlvoll-heiteren Songs und deutschen Texten.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Marienehe. Nur zwölf Minuten bleiben, um das Publikum zu überzeugen. Sich warmspielen oder auf der Bühne vortasten, dafür ist an diesem Abend keine Zeit. Fünf Künstler – solo oder mit Band – treten an diesem Abend beim Vorentscheid des Wettbewerbs „Acoustic Pop“ an. Von erbittertem Konkurrenzkampf ist kurz vor der Show hinter der Bühne aber gar nichts zu spüren – im Gegenteil. Dabei geht es um viel: Um den „Jugend kulturell Förderpreis 2016“ der Hypovereinsbank und damit um eine professionelle Unterstützung für die Karriere. Heute kämpfen die Künstler zunächst um den Einzug ins Finale und nebenbei um 1000 Euro.

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Fünf Musiker und Bands sind im Vorentscheid um den „Jugend kulturell Förderpreis 2016“ gegeneinander angetreten / Sieger bekommt Unterstützung für die Musik-Karriere

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Vor der Bühne steht Stuhlreihe um Stuhlreihe. Das Publikum wartet, dass es losgeht. Dann kommt Janine Ullmann auf die Bühne. Die Moderatorin und Schauspielerin wird durch den Wettbewerb führen.

Zunächst aber erklärt sie die Spielregeln: Jeder Auftritt dauert zwölf Minuten, am Ende kann das Publikum mit einer Münze abstimmen. Der Sieger gewinnt den Publikumspreis, den Finalisten bestimmt die Fachjury – nach hitzigen Diskussionen, wie Jurymitglied Tobias Wollermann später vor der Siegerehrung verrät.

Den Anfang machen „Liza & Kay“ aus Hamburg. Drei Songs haben sie mitgebracht und eine Band. „Wir machen deutschsprachigen Akustik-Indie-Pop“, beschreibt Sängerin Liza Ohm (27). „Wettbewerbe kamen für uns bisher nicht infrage“, sagt Kay Petersen (27). Musik sei nicht dazu da, gegeneinander anzutreten. „Acoustic Pop“ sei ihnen aber empfohlen worden.

Mit schwungvollem Pop warten „48 Stunden“ auf, die sich nach eigenen Angaben so genannt haben, weil so lange die Gründung gedauert hat. Bis hierhin sei es ein langer Weg gewesen, erzählen sie nach ihrem Auftritt Moderatorin Ullmann.

Für die Künstler bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen. Nach dem letzten Akkord ein kurzes Interview, Umbaupause, und schon steht der nächste Künstler vor dem Publikum. Andrei Vesa aus Erfurt ist der Einzige, der allein auf die Bühne kommt. Mit rauchiger Stimme und tiefgründigen Texten sorgt er für Gänsehaut – und animiert das Publikum zum Mitsingen. Das Moya geht bei dem einstigen Kandidaten von „The Voice of Germany“ voll mit. „Ich mag es, mit dem Publikum zu arbeiten“, sagt er nach seinem Kurzkonzert.

Nummer vier an diesem Abend sind „Juri“, benannt nach Sänger Juri Rother (25). Dass sie beim Publikum ankommen, ist zu spüren. Das liegt zum einen daran, dass die Jungs locker und sympathisch sind, aber auch an ihren mitunter lustigen Liedern. „Ich habe Lust gehabt, mich zu bewegen“, sagt Manfred Stiewe (81) aus der Südstadt, der für die Kölner gestimmt hat. Seine Frau Heidelies (73) hat sich hingegen für „48 Stunden“ entschieden. Auch Ola Hamad (18) aus der Gartenstadt stimmte für „Juri“. Dass die Band am Ende den Publikumspreis gewinnt, ist für sie überraschender als fürs Publikum.

„Nee, damit haben wir absolut nicht gerechnet“, sagt Gitarrist und Bassist Pierre Grönlund (26). Sie dürfen eine Zugabe spielen.

Zum Schluss dürfen noch „The Girl & The Ghost“ auf die Bühne – nur eine Gitarre, mal eine Ukulele, dazu Drums. Damit zaubern die zwei Künstler Songs voller Sehnsucht auf die Moya-Bühne.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Und das sage ich jetzt nicht einfach so“, berichtet Tobias Wollermann von der Jury-Sitzung. Letztlich kann sich Andrei Vesa gegen die anderen durchsetzen. Die Begründung der Jury: „Seine Stimme ist außergewöhnlich – mit Kraft, leise und mit Herz. Und die Texte erzählen eine Geschichte. Er hat uns berührt“, sagt Wollermann. Andrei Vesa steht nun am 14.

November in Hamburg im Finale und kämpft um den Sieg – aber keineswegs verbissen.

„Jugend kulturell Förderpreis 2016“

20 Bands und Solokünstler haben sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegen 160 Mitbewerber durchgesetzt und sind in Düsseldorf, Hannover, Stuttgart und Rostock gegeneinander angetreten.

Die besten vier Interpreten , die Sieger der Vorentscheide, stehen nun im Finale in Hamburg auf der Bühne. Der Förderpreis ist mit insgesamt 20000 Euro dotiert. Der Sieger wird am 14. November in der Neuen Flora gekürt.

Philip Schülermann

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