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Ärger über teures Wohnen

Stadtmitte Ärger über teures Wohnen

OZ-Leser wünschen sich bezahlbaren Wohnraum und keine Luxus-Apartments in der Innenstadt

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Die neuen Pläne des irischen Investors stoßen im sozialen Netzwerk Facebook nicht nur auf Lob. ENTWURF: INROS LACKNER SE

Stadtmitte. Endlich gibt es Pläne für das Grundstück im Herzen der Rostocker Innenstadt. Der Eigentümer, die Randalswood-Gruppe des irischen Investors Patrick McGrath hatte ihre Planungen noch einmal komplett umgeworfen. Das Hanse Karee soll künftig auf dem Glatten Aal stehen. Die Bauarbeiten könnten schon im Mai starten. Auf Baufeld Nummer eins, dem ehemaligen Parkplatz neben der alten Post, soll ein Wohnhaus mit Luxus-Wohnungen entstehen.

Erfolgsversprechend, meint City-Manager Peter Magdanz. „Ich glaube nicht, dass der Investor etwas bauen würde, was keinen Erfolg hätte.“ Gerade die Kombination aus Wohnen und Handel funktioniere schließlich bereits in der Kröpeliner Straße sehr gut. „Es gibt zwar mal kleine Kritikpunkte – zum Beispiel über Straßenmusik. Doch wer dort hinzieht, weiß, dass es die beliebteste Einkaufsstraße in Mecklenburg-Vorpommern ist“, erzählt Magdanz. Es habe dafür andere Vorteile. „Die Lage ist hervorragend, man kann schnell in einem Restaurant oder in einem Geschäft sein.“

Als City-Manager legt er besonderen Wert darauf, dass die Randalswood Gruppe nicht von ihren Plänen abgerückt ist, die unteren Etagen für Gewerbe freizuhalten. „Das haben wir immer gefordert.

Einzelhandel ist am Glatten Aal wichtig“, betont Magdanz. Rostock brauche eine Belebung der östlichen Innenstadt. „Unsere Hoffnungspunkte sind neben dem Glatten Aal dann auch die Pläne für die Nordkante am Neuen Markt.“ Denn Handel ziehe Leben an.

Im sozialen Netzwerk Facebook gehen die Meinungen dagegen weit auseinander. Kritik gibt es vor allem daran, dass der geplante Wohnraum zu teuer sei. „Und welcher Normalverdiener soll sich dort dann eine Wohnung leisten können? Stimmt, das ist ja gar nicht gewollt“, schreibt Loraine Green verärgert. Auch Peter Isso denkt nicht, dass das Hanse Karree das Wohnproblem in Rostock lösen werde. „Kein Mensch braucht dort Luxus-Wohnungen“, betont Peter Isso. Gereizt reagiert auch Mike Kotowenko : „Da es für die dort lebenden Normalbürger scheinbar nicht gedacht ist, ist das reinste Verdrängungspolitik. Noch dazu übler Abklatsch von der ätzenden RasterArchitektur in Berlin“, schimpft er. Anja Dornblüth-Röhrdanz

würde auch nicht dort wohnen wollen, wenn sie ein Luxus-Appartement bezahlen könnte. „Wieso kann man in der Innenstadt nicht einfach mal etwas Attraktives für alle errichten, was zugleich die Innenstadt belebt und vielleicht touristischer Anziehungspunkt ist?“, fragt sie. Sie weiß, dass man es nicht allen rechtmachen könne. „Trotzdem würde etwa eine Markthalle mehr Leuten zugutekommen als ein paar Luxuswohnungen.“

Frank Kläwike kann dagegen die Pläne der Investoren nachvollziehen. „Ist doch klar, dass es in bester Innenstadtlage keine Sozialwohnungen gibt. Auch in Rostock bleibt die Zeit nicht stehen“, schreibt Kläwike. Und alles sei dort besser, als ein „grässlicher wilder Parkplatz“.

Auch optisch sind die Leser geteilter Meinung. „Das passt gar nicht ins Stadtbild. Verschandelt Rostock nicht noch mehr“, schreibt Silvia Krauskopf . Auch Dennis Burmeister stimmt ihr zu: „Gott, ist das ein hässlicher Katen.“ Carsten Hartmann nennt es gar eine „architektonische Schande“.

Gegenwind gibt es unter anderem von Dietrich Bussler . Er ist fest der Meinung, dass auch Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern die Wohnungen nutzen und kaufen werden. „Es sind hier nicht alle arme Schlucker“, betont er. Der Entwurf sei hübsch. Auch Roman Leesch ist beeindruckt. „Das sieht sehr gut aus.“ Zustimmung bekommt er von Thomas Müller „Hübsch, würde da gern wohnen.“ Ingo Mueller ist hingegen schon richtig aufgeregt. „Schön, endlich geht es los!!“

OZ

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