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Aida meidet Färöer-Inseln wegen Delfinjagden

Rostock/Hamburg Aida meidet Färöer-Inseln wegen Delfinjagden

Dem Beispiel der Rostocker Reederei wollen weitere Kreuzfahrtunternehmen folgen, um Druck für den Schutz der Meeressäuger zu machen.

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Geschlachtete Wale am Strand der Faröer-Inseln.

Quelle: Sea Shepherd

Rostock. Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises hat seine  Anlandungen auf den Färöer-Inseln bis auf weiteres storniert, um seine Missbilligung über die Treibjagden auf Define und Wale auszudrücken. Zudem reduzierte Hapag-Lloyd Kreuzfahrten die Zahl seiner Anfahrten. Bei Hapag-Lloyd wie auch bei Tui Cruises gibt es überdies Überlegungen über mögliche Alternativrouten und eine komplette Streichung der Anfahrten. Die Färöer-Inselgruppe im Nordatlantik ist ähnlich wie Grönland eine autonome Nation innerhalb des Königreichs Dänemark.

Nach Angaben des Deutsche Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) wurden im Juni auf den Färöer-Inseln ein Gesetz verabschiedet, dass Einheimische wie Touristen dazu verpflichtet, innerhalb einer Zwölf-Meilen-Zone jede Sichtung der Meeressäuger den Behörden der Inseln zu melden. Die Informationen können dazu dienen, Treibjagden auf die Grindwale und andere Delfinarten zu starten.

Aus Verantwortung gegenüber der Crew und den Gästen sowie aus Gründen des Artenschutzes habe sich Aida Cruises entschieden, „die Färöer-Inseln bis auf weiteres nicht mehr anzulaufen“, bestätigte das Rostocker Unternehmen. Stattdessen sollen die Kreuzfahrtschiffe nun den Hafen von Kirkvall auf den schottischen Orkney-Inseln anlaufen.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten (Hamburg) erklärte, das Unternehmen befinde sich in einem „kritischen Dialog mit den Verantwortlichen vor Ort“. Man habe die Zahl der Anläufe auf den Färöer-Inseln bereits reduziert und prüfe „derzeit mögliche Alternativen für die geplante Routenführung im nächsten Jahr“.

Ein Sprecher von Tui Cruises (Hamburg) sagte dem epd, dass man die Anläufe auf die Färöer-Inseln ebenfalls derzeit überprüfe und „Alternativrouten evaluiere“. Für kommendes Jahr sei jedoch noch eine Anfahrt geplant. Im Jahr 2017 könnten die Anfahrten dann storniert werden. Eine Entscheidung dazu sei allerdings noch nicht gefallen.

Nach Angaben des Wal- und Delfinschutz-Forums fanden im Jahr 2013 bei zwölf Treibjagden 1104 Grindwale und 430 Weißseitendelfine ihren Tod an den Färöer-Stränden.

 



OZ

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Hagen
Geschlachtete Wale am Strand der Färöer-Inseln.

Auch Hapag-Lloyd Kreuzfahrten reagiert und reduziert die Stopps. Umweltschützer begrüßen Entscheidung.

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