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Aktionstag wirbt für Menschen mit Handicap

Stadtmitte Aktionstag wirbt für Menschen mit Handicap

Vereine, Verbände und Selbsthilfegruppen informieren und beraten / Teilnehmer: Inklusion in Rostock auf richtigem Weg

Stadtmitte. Ungewöhnliche Aktion in der Kröpeliner Straße: Passanten knien auf dem Boden und zeichnen mit Kreide die Buchstaben „Fit“ auf den Gehweg. Mit der Abkürzung sprechen sich Rostocker für die Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung aus. Anlass war der 23. Europäische Aktionstag zur Gleichstellung jener. Insgesamt 40 Vereine, Verbände und Selbsthilfegruppen präsentierten sich dazu mit Ständen in der Innenstadt.

„Der Aktionstag eignet sich super, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagt Behindertenbeauftragte Petra Kröger. Groß seien sonst die Hemmungen bei Problemen an Behörden heranzutreten. „Hier können Betroffene locker und ungezwungen mit den Ansprechpartnern reden.“ Des Öfteren entstehe daraus ein Termin für ein Beratungsgespräch. „Rostock ist in Bezug auf Inklusion auf dem richtigen Weg“, freut sich die 54-Jährige. Passend zum diesjährigen Motto „Einfach für alle — Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“ sei vor allem der Nahverkehr der Hansestadt lobenswert. „Städtebaulich ist in den vergangenen Jahren aber auch viel geleistet worden.“ Nicht nur Stadtteil- und Begegnungszentren seien saniert worden, auch Straßen wurden erneuert. „Verbessert werden kann jedoch immer etwas“, so Kröger. Mit dem Aktionstag solle vor allem weitere Aufklärungsarbeit betrieben werden.

Rostocker Förderschulen nutzten die Veranstaltung für einen Wandertag in die Innenstadt. Am Stand von Bert Seidel konnten sich die Schüler sportlich betätigen. „Dieses Jahr haben wir vor allem Spiele für die Hand-Augen-Koordination mitgebracht“, erzählt der Projektleiter des Integrativen Treffs. Gemeinsame sportliche Betätigung sei eine gute Möglichkeit, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Dabei gehe es jedoch nicht um die Vorstellung seines Vereins. „Es geht um das Thema an sich“, erklärt der 49-Jährige. Die Sensibilisierung der Menschen sei äußerst notwendig. „Der Aktionstag ist für die betroffenen Kinder nahezu wie ein Geburtstag.“ Es gehe wirklich mal nur um sie.

Am Stand des Vereins Rückenwind sollten vor allem Vorurteile aus dem Weg geräumt werden. „Es ist Wahnsinn, wie viele Menschen beispielsweise denken, dass das Downsyndrom ansteckend ist“, staunt Mitglied Sunna Haacke. Ihr Verein leiste hauptsächlich Bildungsarbeit in Schulen, betreue aber auch Schwangere. „Wir stehen den Betroffenen bei und sprechen ihnen Mut zu.“ Der Aktionstag sei für sie wichtig, um Präsenz zu zeigen. „Wir beteiligen uns nun zum dritten Mal.“

„Ich konnte einige neue Kontakte knüpfen“, freut sich Petra Kröger. Die Anzahl der Mitstreiter wachse jährlich. Schon mehrere Jahre mit dabei ist die Ambulante Behindertenhilfe der Caritas. „An unserem Stand können sich Interessierte Informationsmaterial aushändigen lassen oder kostenlose Beratungsgespräche führen“, sagt Leiter Andreas Meindl. Unterstützt wurde der Aktionstag zudem durch „Rostock hilft“. „Fit steht nämlich auch für Integration und Toleranz“, sagt Kröger.

Von Pauline Rabe

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