Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Akute Unfallgefahr am Molli-Bahnübergang

KÜHLUNGSBORN Akute Unfallgefahr am Molli-Bahnübergang

Anwohner im Bereich des Haltepunktes Mitte zählen bis zu 500 Vorfälle im Jahr, bei denen Radfahrer in die Schienenfuge geraten und stürzen

Voriger Artikel
Feuer, Show und Tanz an der Seebrücke
Nächster Artikel
Was heute in MV wichtig wird

Diese Radlergruppe hat Glück und kommt unbeschadet über die Gleisanlage. Eigentlich hätten die Radfahrer absteigen müssen. Fotos (2): Rolf Barkhorn

Kühlungsborn. Ein bekanntes Verkehrsproblem in Kühlungsborn erhitzt weiter die Gemüter. Weil sich bislang nichts geändert hat! Immer wieder geraten Radfahrer, die aus südlicher Richtung den Bahnübergang am Haltepunkt Kühlungsborn Mitte befahren, in die Fuge der Gleisquerung und stürzen. „Nicht alle kommen unbeschadet davon, erst neulich mussten Mitarbeiter des Bauhofes eine Blutlache beseitigen. In der Hauptsaison passieren derartige Unfälle besonders häufig“, erklärt Wolfgang Stange, Anwohner und Stadtvertreter der UWG. Auch Armin Schalude, Anwohner aus der Schlossstraße kann das bestätigen. „Gäste vom Campingpark, auf dem ich arbeite, sind auch schon dort gestürzt.“

 

OZ-Bild

Wolfgang Stange zeigt mit seinem Rad, wie schnell man mit dem Vorderrad in die viel zu breit geratene Fuge geraten kann.

Quelle:

Das ist ein Unfall-

schwerpunkt, bei dem akute Lebensgefahr herrscht.“Wolfgang Stange, Stadtvertreter (UWG) und Anwohner

Die Zahl der Unfälle im Jahr schätzt Wolfgang Stange auf bis zu 500. „Acht bis zehn am Tag sind in der Saison schon vorgekommen. Dabei haben alle bis jetzt noch großes Glück gehabt, dass es nicht noch schlimmer wurde. Denn nicht alle Autofahrer fahren langsam an dieser Stelle vorbei und wer mit dem Rad im Gleis hängenbleibt, läuft zu bestimmten Zeiten auch noch Gefahr, vom Zug erfasst zu werden. Das ist ein Unfallschwerpunkt, bei dem akute Lebensgefahr herrscht“, betont der Pensionär. Doch nur ein verschwindend geringer Teil dieser Geschehnisse am Molligleis taucht in der Unfallstatistik der Polizei auf. „Im vergangenen Jahr wurden acht Unfälle mit neun Verletzten, darunter drei Schwerverletzte, von unseren Beamten aufgenommen“, erklärt Gert Frahm, Pressesprecher der Polizeiinspektion in Güstrow, und fügt hinzu: „Als Unfallschwerpunkt sehen wir diese Stelle schon an. Eine der Ursachen ist der spitze Winkel, in dem das Gleis die Straße überquert.“

Auch macht der Polizeisprecher darauf aufmerksam, dass Radfahrer an der sensiblen Stelle vom Rad steigen müssen. „Wer das nicht macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, so Frahm. Zwar weist vorher tatsächlich ein Achtungsschild an der rechten Seite darauf hin, dass Radfahrer abzusteigen haben. „Aber daran halten sich nur die Wenigsten“, ärgert sich Wolfgang Stange auch über die Unvernunft der Radfahrer. Er hat auch schon beobachtet, dass Eltern den vor ihnen fahrenden Kindern lediglich „Pass auf“ zugerufen hätten. Und wenn diese dann doch mit dem Rad in die Fuge gerieten, wurde noch mit ihnen geschimpft. Dass das Schild überwiegend unbeachtet bleibt, mag auch daran liegen, dass es in 2,80 Meter Höhe angebracht ist. „Da sieht kaum ein Radfahrer hin und Kinder schon gar nicht“, meint Stange.

Er sieht in dem ungelösten Problem auch einen Imageschaden für den Ort. „Wenn unsere Gäste in großer Zahl stürzen, ist das keine gute Werbung. Und mit Schildern allein löst man es nicht.“

Als der Haltepunkt Mitte und die Gleisquerung vor vier Jahren neu gestaltet wurden, hatte die Stadt auf Anregung aus den Ausschüssen gefordert, eine sogenannte „Aufmerksamkeitsfläche“ anzubringen, die durch ihre Beschaffenheit und Farbgebung jeden Radfahrer aufschrecken würde. „Eine solche Maßnahme hat die für die Genehmigung zuständige Verkehrsbehörde mehrfach abgelehnt“, antwortete Peggy Westphal, Bauamtsleiterin in der Stadtverwaltung Kühlungsborn, auf Anfrage der Stadtvertreter.

Und Dirk Lahser, der als amtierender Bürgermeister mit im Leitungsgremium der Mecklenburgischen Bäderbahn „Molli“ sitzt, berichtete: „Beim Molli ist das Problem durchaus bekannt, aber eine Lösung können sie auch nicht anbieten. Bei einer Überprüfung der Stelle durch die Bahnaufsicht im vergangenen Jahr gab es keine Beanstandungen.“

Rolf Barkhorn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kirch Mulsow
„Das sind keine Kuscheltiere“, sagt Thomas Hopp inmitten seiner Kirch Mulsower Herde zum Fotografen.

Trotz Milchpreiskrise und drohender schlechter Ernte ist der Kirch Mulsower Landwirt Thomas Hopp optimistisch.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
„Wildwest auf der Warnow“

Nach „Stettin“-Unglück: Skipper fordern strengere Verkehrsregeln für die Hanse Sail