Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Als wir aus Ägypten auszogen

Als wir aus Ägypten auszogen

DVor vielen Jahren saß meine Tochter Marina vor dem hohen rabbinischen Gericht Beit Din (als Kind einer nichtjüdischen Mutter konvertierte sie, um einer jüdischen Gemeinde angehören zu können).

DVor vielen Jahren saß meine Tochter Marina vor dem hohen rabbinischen Gericht Beit Din (als Kind einer nichtjüdischen Mutter konvertierte sie, um einer jüdischen Gemeinde angehören zu können). Die Prüfung dauerte schon ziemlich lange, als sie von einem der drei anwesenden Rabbiner zum Pessachfest befragt wurde. Sie begann die Pessachgeschichte zu erzählen und fing ihre Erläuterungen mit dem Satz an: „Als wir aus Ägypten auszogen “ Daraufhin stand einer der Rabbiner auf und erklärte, sie hätte damit die Prüfung bestanden, da sich auf derartige Weise mit dem Volk identifiziere. So wurde aus Marina Mirjam.

Ich erinnere mich immer an diese Geschichte, wenn wir Pessach feiern, das gerade am Abend des 10. April begonnen hat und noch bis zum 18. April andauert. Für uns Juden ist es ein ganz besonderes Fest. Weil es uns an das höchste Gut erinnert, das wir haben, an die Freiheit. In der Midrasch, der mündlichen Thora, gibt es viele Geschichten über die hunderte von Jahren der Sklaverei unseres Volkes in Ägypten. Obwohl klar ist, dass die meisten schwer arbeiten mussten und erniedrigt wurden, so ist doch auch offensichtlich, dass es einigen Israeliten in dieser Situation nicht schlecht ging. Wir modernen Menschen haben ja auch die Erfahrung gemacht, dass Sklaverei oder zu mindestens Unfreiheit ganz gemütlich sein kann. Umso wichtiger ist es, dass unsere Religion betont, dass ein Leben ohne Freiheit keinen Sinn hat. Das Judentum verlangt von, unseren Kindern jedes Jahr neu die Geschichte des Auszuges aus Ägypten zu erzählen, um wieder und wieder gemeinsam den Weg in die Freiheit zu beschreiten und zu erleben.

Bald beginnt eines der größten christlichen Feste im Jahr. Einige aus unserer Gemeinde nennen Ostern wegen der zeitlichen Überschneidung auch gern das „deutsche Pessachfest“. Ich möchte allen, die Ostern feiern, frohe Festtage im Kreise ihrer Familien wünschen. Schätzen Sie die Welt, in der wir gemeinsam leben, und ganz besonders die Freiheit in unserem Land.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Grevesmühlen
Mehr als 1000 Besucher wollten sich auch das 5. Schau-Oldtimer-Pflügen auf einem Acker in der Nähe von Meierstorf bei Plüschow nicht entgehen lassen. Mehr als 50 Teilnehmer fanden auch in diesem Jahr wieder den Weg hierher. „Ich denke, die große Nachfrage kommt daher, weil bei uns jeder pflügen und grubbern kann wie er will. Es gibt keine Sieger, sondern nur Spaß an der Freud’“, erklärte Ulf Nienkarken, Vorsitzender des Dorfclubs Plüschow, der diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Feuerwehr seit fünf Jahren auf die Beine stellt. „Der Erfolg gibt uns Recht. Wir hätten nie gedacht, dass hier mal so viel los sein wird“, sagte Nienkarken.

Torge Brede aus Grevesmühlen über seinen Job zwischen Stall und Acker

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Parkplatznot: Hansaviertel stellt sich gegen Biomedicum

Neues Forschungszentrum hat zu wenig Stellflächen, kritisiert Ortsbeirat