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Alter Stall wird zur Kulturscheune

Buchholz Alter Stall wird zur Kulturscheune

Verein „Wir für uns“ hat sich in Buchholz gegründet und will Gebäude auf Pfarrhof vor Verfall retten

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Vereinsmitglieder Olaf und Monika Hertle vor dem Stallgebäude. Der vordere Teil soll erhalten und als Kulturscheune ausgebaut werden.

Quelle: Fotos: Doris Kesselring

Buchholz. Der ehemalige Schweinestall auf dem Pfarrhof bietet keinen schönen Anblick. Seit knapp zehn Jahren steht das Gebäude, zuletzt als Lagerraum genutzt, leer. Risse im Mauerwerk, marode Holzbalken, der hintere Teil des Daches fällt ein. „Die Kirche hat keine Nutzung und ein Haus, das keine Nutzung hat, verfällt“, sagt Pfarrer Martin Kumlehn. „Aber das Dorf hätte vielleicht eine Nutzung.“

 

OZ-Bild

„Wir wollen das Gebäude erhalten und für Veranstaltungen, Kinderbeschäf- tigung und anderes mehr nutzen. Torsten Nitz, Vorsitzender des Vereins

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„Ein idealer Ort für das Kulturprojekt und ein Mittelpunkt des Dorfes wäre da schon der alte Schweinestall auf dem Pfarrhof.Daniel Alst, Stellvertrender Vereinsvorsitzender

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Zumindest gibt es eine Idee. „Wir wollen das Gebäude erhalten und für Veranstaltungen, Kinderbeschäftigung und anderes mehr nutzen“, sagt Torsten Nitz. Einige Enthusiasten hätten ein Osterfeuer vor dem Stall auf dem Pfarrhof organisiert. „Im vergangenen Jahr haben wir dann hier das erste Dorffest gefeiert“, berichtet Nitz.

„Es gibt keinen öffentlichen Ort in Buchholz“, erklärt der Pastor. Und so war die Idee vom Erhalt dieses alten Stallgebäudes mitten im Dorf die Initialzündung für die Gründung eines Vereins unter dem Namen „Wir für uns Buchholz“. „Beim Erhalt des Hauses Zusammenhalt aufbauen“, erläutert Martin Kumlehn einen Grundgedanken des Vereins.

30 Buchholzer waren der Einladung zur Gründungsveranstaltung des Vereins gefolgt, 21 sind letztlich als Gründungsmitglieder geblieben. „Die Sanierung des Stalls steht nicht im Vordergrund“, stellt Vereinsvorsitzender Torsten Nitz klar. „Wir wollen eine Plattform zum Austausch der Bewohner finden, hier zusammensein, Dorfprojekte entwickeln“, erklärt Nitz. „Wir könnten was für Kinder machen, Nähkurse, eine Fahrradwerkstatt“, spinnt Vereinsvize Daniel Alst den Faden weiter. Ein idealer Ort und Mittelpunkt des Dorfes wäre da schon der alte Schweinestall auf dem Pfarrhof, meint Alst.

„Das Anliegen, Jung und Alt im Dorf zusammenzubringen, ist super“, sagt Hans-Otto Fichtner. Doch er stört sich an dem Begriff Schweinestall. „Das klingt negativ und kommt in Förderanträgen nicht gut an.“ Fichtner schlägt vor, das Vorhaben „Kulturscheune“ zu nennen. Und das findet den Beifall der Buchholzer.

Hat das Projekt mit Kirche zu tun?, will ein Einwohner wissen. Martin Kumlehn beruhigt, er sei als Buchholzer hier. „Die Kulturscheune soll ein Ort sein, der nicht privat und nicht kirchlich ist.“

Die Kirche habe 2014 vertraglich zugesichert, das Gebäude auf 20 Jahre nicht zu veräußern. Per Nutzungsvereinbarung oder Pachtvertrag könne der Verein hier agieren.

So manche Idee für ein fröhliches Dorfleben wird an diesem Abend entwickelt. Doch die Rettung der Kulturscheune vor dem Verfall bleibt ein wichtiges Anliegen. „Wir müssen gucken, welche Fördermöglichkeiten wir für so ein Projekt in Anspruch nehmen könnten“, sagt Silvia Möller und verspricht, sich umzuschauen.

Doris Kesselring

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