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Altes Fischerboot soll Blickfang werden

GRAAL-MÜRITZ Altes Fischerboot soll Blickfang werden

Für die Touristen wird es in diesem Jahr vor dem Heimatmuseum in Graal-Müritz etwas Besonderes zu sehen geben.

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Joachim Weyrich zeigt das alte Fischerboot.

Quelle: Michael Schißler

Graal-Müritz. Für die Touristen wird es in diesem Jahr vor dem Heimatmuseum in Graal-Müritz etwas Besonderes zu sehen geben. „Wir sind dabei, das Museumsboot zu restaurieren“, sagt Joachim Weyrich, Leiter des Museums. Damit geht ein Wunsch in Erfüllung, den schon Museumschefs vor ihm hegten. „Das Boot steht bereits seit 1999 hier“, erzählt Weyrich. „Hergebracht hat es Heiner Teichert, der frühere Chef unserer Deutschen Lebensrettungsgesellschaft.“ Und mittlerweile hat das gute Stück auch schon erheblich gelitten. „Beispielsweise ist die Beplankung ziemlich durchgerottet, da kann man durchsehen.“

Es ist genau so ein Boot, wie es sich die Mitglieder des Fördervereins Freunde der Heimatgeschichte in Graal-Müritz wünschen. „Es ist ein Boot, das auch etwas erzählen kann“, sagt Weyrich.

Zwischenzeitlich hatte man versucht, ein anderes Fischerboot zu finden, „aber diese Bemühungen waren doch ohne Erfolg“.

Das Boot, wie es Küstenfischer in der Region benutzten, wurde zu Anfang der 1940er Jahre in Baabe gebaut. Es wurde von einem 14-PS-Deutzmotor angetrieben und verfügte über eine eingebaute Kiste für den gefangenen Fisch. Später landete das Wasserfahrzeug in Prerow auf dem Fischland und kam dann nach Graal-Müritz.

Die ersten Schritte der Sanierung sind bereits gemacht, so Weyrich. „Die Freunde der Heimatgeschichte konnten den Bootsbauer Jens Lochmann aus Ahrenshoop für die Aufgabe begeistern.“ Er hat auch schon einen Dampfkanal angelegt, in dem später die neuen Planken gebogen werden sollen. Auch am Kiel wurde gearbeitet. „Dabei hat Jens Witt aus Graal-Müritz mit seinem Kran geholfen, das Boot anzuheben“, sagt Weyrich. Über den Winter steht das Boot nun erst einmal gut verpackt weiter vor dem Museum. Sobald das Wetter besser wird, soll die Sanierung fortgesetzt werden. „Wir haben da auch schon so unsere Vorstellung, wie es später präsentiert wird“, sagt Joachim Weyrich. Er denkt daran, eine Segeltuchüberdachung anfertigen zu lassen, die bei Bedarf das Boot auch schützt.

„Für das Museum kann es ein echter Blickfang werden, zumal wir hier noch andere maritime Ausrüstungsstücke stehen haben“, sagt der Museumschef. Wenn dann die Arbeiten während der Saison laufen, wird das noch weiter Touristen auf das Heimatmuseum aufmerksam machen.

Unterstützt werden die Arbeiten an dem Küstenfischerboot von den Freunden der Heimatgeschichte. „Sie haben dafür Sponsoren gefunden“, sagt Joachim Weyrich. „Aber die Summe reicht noch nicht, um alles zu bezahlen.“ Deswegen würde sich der Förderverein Freunde der Heimatgeschichte freuen, wenn sich weitere Spender melden. Die Spenden können auf das Konto Heimatfreunde Graal-Müritz e.V., Ostseesparkasse Rostock, Iban: DE82 1305 0000 0275 0098 82 überwiesen werden.

Museumsleiter zufrieden mit Besucherzahlen

1563Gäste besuchten im vergangenen Jahr das Heimatmuseum in Graal- Müritz. Im Jahr davor waren es 1585. Museumsleiter Joachim Weyrich ist zufrieden mit den Besucherzahlen. Gleichzeitig haben sich die Einnahmen des Heimatmuseums erhöht. Weyrich hatte sich dafür entschieden, keinen festen Eintritt zu nehmen, sondern die Besucher um Spenden zu bitten.

In groben Zügen steht das Jahresprogramm für das Heimatmuseum bereits fest. Im April und Mai wird eine Ausstellung mit Aquarellen des englischen Malers Peter Buckey, der in Ribnitz- Damgarten lebt, zu sehen sein. Im Juni und Juli wird eine Foto-Text-Ausstellung unter dem Titel „Graal-Müritz liegt an der Ostseeküste — Autoren erleben die See“ präsentiert. Diese Schau wird in Zusammenarbeit mit dem Kempowski-Archiv organisiert und zeigt Textstellen und Bilder.

Von Michael Schißler

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