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Am 1. Januar beginnt die neue Zeitrechnung – für 133 Jahre

Stadtmitte Am 1. Januar beginnt die neue Zeitrechnung – für 133 Jahre

Kalendarium für Astronomische Uhr wird installiert / Gültig bis 2051

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Professor Manfred Schukowski erläutert Senator Chris Müller-von Wrycz Rekowski und Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck (v.l.), wie der Wechsel des Kalendariums durchgeführt wird. Am 1. Januar 2018 beginnt für die Astronomische Uhr eine neue Zeitrechnung.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Stadtmitte. Jahrelang hat sich Professor Manfred Schukowski mit Wochentagen, Sonnenaufgangszeiten oder den Osterdaten beschäftigt – für die nächsten 133 Jahre. Jetzt dauert es nicht einmal mehr 100 Tage bis zum großen Ereignis. Zum 1. Januar 2018 muss das Kalendarium der Astronomischen Uhr gewechselt werden – erst zum fünften Mal seit 1472. Am Sonnabend haben die evangelische Innenstadtgemeinde, Stadt und Universität als Einstimmung schon einmal eine Kopie des seit 1885 gültigen Kalenders in der Marienkirche vorgestellt.

Sie wird in der Nähe der Astronomischen Uhr aufgestellt, denn mit Beginn der vorbereitenden Arbeiten zum Wechsel des Kalendariums im November wird das Original nicht mehr sichtbar sein. Der Aufsteller wurde mit Zustimmung der Innenstadtgemeinde gemeinsam von Stadtverwaltung und Universität entworfen und finanziert. Manfred Schukowski legt Wert auf die Feststellung, von einem Wechsel der Kalenderdaten zu sprechen. „Es wird keine Scheibe gewechselt. Das ist noch dieselbe wie 1472“, betont er.

Am Silvesterabend läuft die Gültigkeit des für 133 Jahre berechneten Kalendariums ab. „Wir sind eine der wenigen Generationen, die die Uhr mit zwei Beschriftungen erleben kann“, sagt der Astronomie- und Mathematiklehrer Schukoswki. Mit dem Wechsel des Kalenders stehen die Daten bis zum 31. Dezember 2150, also für 48577 Tage zur Verfügung. Damit ergibt sich die Möglichkeit, mit Hilfe beider Kalenderblätter für insgesamt mehr als 97000 Tage die Daten zu errechnen.

Mit dem Wechsel des Kalendariums läuten Stadt und Universität zugleich die Feierlichkeiten zum Doppeljubiläum „800 Jahre Rostock – 600 Jahre Universität Rostock“ ganz offiziell ein. Symbolisch werden am 1. Januar 2018 drei der Hauptwerke der Astronomischen Uhr von Pastorin Elisabeth Lange, Oberbürgermeister Roland Methling und Universitäts-Rektor Professor Wolfgang Schareck aufgezogen. „Es ist schon ein ganz besonderer Moment, das mitmachen zu dürfen“, freut sich Wolfgang Schareck.

Angeleitet werden die Pastorin, der Oberbürgermeister und der Rektor von den ehrenamtlichen Uhrenaufziehern, dank deren Hilfe das Funktionieren der Uhr täglich gesichert wird. Den Abschluss der Zeremonie wird schließlich das Wiederingangsetzen des Uhrenmechanismus durch Professor Manfred Schukowski bilden. Damit sollen seine Verdienste um den Erhalt und die Pflege der Uhr gewürdigt werden.

Unterstützt wird er dabei auch durch seinen Urenkel. „Der wird 2098 etwa so alt sein wie ich heute“, sagt der 89-Jährige. Von seinen Nachfahren dürfte es auch erst wieder der Urenkel oder gar Ururenkel sein , der an dem nächsten Wechsel des Kalendariums am 1. Januar 2151 teilnehmen kann, vermutet Manfred Schukowski.

Am 2. November beginnen die Arbeiten an der Astronomischen Uhr, berichtet Pastorin Elisabeth Lange. Dann muss die Öffentlichkeit erst einmal auf die Betrachtung der Astronomischen Uhr verzichten.

Mechanik und Holz werden überarbeitet und instandgesetzt, erläutert Manfred Schukowski. Nach der öffentlichen Präsentation am Sonnabend mit Orgelmusik und Gebet gab es eine „Generalprobe“ für die am Neujahrstag 2018 geplante Festveranstaltung im Inneren der Uhr – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Beteiligten bekamen schon einmal eine praktische Einweisung in den geplanten technischen Ablauf beim Wechsel des Kalendariums.

Kalendarium wird erst zum fünften Mal gewechselt

Seit 1472 zeigt die Astronomische Uhr den Besuchern der Marienkirche neben der Zeit auch den Stand der Tierkreiszeichen, die Mondphasen und weitere Kalenderdaten. Tag für Tag werden ihre fünf Werke von Hand aufgezogen. Die exakten Anzeigen der Uhrzeit, der Mondphasen und des Sonnenjahres sowie die zahlreichen Daten zeugen von der hohen Kompetenz der Wissenschaft des 15. Jahrhunderts.

Nach 1472, 1643, 1745 und 1885 wird nun das fünfte Kalendarium installiert – gültig für die nächsten 133 Jahre.

Thomas Niebuhr

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