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Am neuen Schulcampus planen alle mit

Tessin Am neuen Schulcampus planen alle mit

Eltern, Lehrer und Schüler sollen für das Projekt in Tessin ihre Ideen einreichen

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An der Anne-Frank-Schule in der St. Jürgenstraße soll der Schulcampus entstehen. Das Gebäude wurde gerade erst im Sommer teilsaniert. FOTOS: MICHAEL SCHIßLER (2) / OVE ARSCHOLL (1)

Tessin. . Der Beschluss steht seit Anfang August fest: Die Grundschule An der Recknitz in Tessin soll der Regionalschule Anne Frank angegliedert werden. Nun hat Susanne Dräger, Bürgermeisterin von Tessin, die ersten Schritte dazu gemacht: An der Planung werden die Kinder, die Eltern und auch die Lehrer beteiligt. „Ich habe die Schulleiter über die Entscheidung der Stadtvertretung informiert“, berichtete die Bürgermeisterin, gleichzeitig habe sie die beiden Schulleiter gebeten, die Eltern und die Schüler zeitnah darüber zu unterrichten.

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Eltern, Lehrer und Schüler sollen für das Projekt in Tessin ihre Ideen einreichen

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Der Schulcampus an der Anne-Frank- Schule wird eine Einheit mit einem Konzept.Susanne Dräger Bürgermeisterin Tessin

Das hat seinen Sinn. „Wir wollen wieder bei null anfangen“, so Susanne Dräger, „und auf einer völlig neuen Basis mit der Entwicklung des Schulcampus an der Anne-Frank-Schule beginnen.“

Bislang hatte es schon „eine offizielle Anhörung“ mit Vertretern des Landkreises bei einer gemeinsamen Schulkonferenz gegeben. Das Abstimmungsergebnis war überzeugend: „Es gab eine Gegenstimme gegen den Schulcampus und eine Enthaltung“, berichtete die Bürgermeisterin.

Nun sollen die Lehrer, die Eltern und eben auch die Schüler Vorschläge machen, wie der Campus aussehen könnte. „Dabei sind alle Vorschläge und Ideen willkommen“, sagte Susanne Dräger, „und es ist auch gleichgültig, ob wir hier ein Modell oder einfach nur Skizzen auf den Tisch bekommen.“ Und die Entwürfe sollen nicht nur auf den Schreibtischen des Rathauses landen, sie werden vor der kommenden Sitzung der Stadtvertretung Anfang Dezember ausgestellt und können dort von allen Bürgern angeschaut werden.

„Wir werden nicht alle Wünsche erfüllen können“, schränkte die Bürgermeisterin ein, „aber wir wissen, was die Schüler möchten, und es wird ihnen nicht einfach nur ein Plan von den Erwachsenen vorgesetzt. Kinder wissen oft besser, was sie wollen, als die Erwachsenen“, hat Susanne Dräger, selbst Mutter, festgestellt.

So ähnlich sieht es auch Dr. Ernst Schmidt, Chef der Sozialdemokraten in der Stadtvertretung, alles werde man nicht umsetzen können, „aber das ist ja schließlich wie bei einem Ideenwettbewerb und man kann sich das Beste heraussuchen.“ Oder wie Schmidt es auch sagt: „Wir wollen keine Elbphilharmonie, aber ein bisschen Elbphilharmonie.“ Wobei er offenbar nur die angenehmen Seiten des Hamburger Bauwerkes meinte. Er freute sich darüber, dass viele Bürger in die Planungen einbezogen werden, „denn Schule geht in so einer Stadt wie Tessin fast jeden an.“ Das gilt natürlich ebenso für die Gemeinden im Amt, die ihre Kinder ebenfalls nach Tessin in die Schulen schicken. „Ich begrüße es, dass alle an den Planungen beteiligt werden“, sagt der SPD-Mann, „es hat im Vorfeld ja schon Befürchtungen gegeben, dass die Interessen der Grundschule nicht ausreichend gewahrt sein könnten.“ Auf jeden Fall sei der Schulcampus zukunftsfähig. „Auf Kitas und auf Schulen muss ein Schwerpunkt liegen, davon ist die Entwicklung einer Stadt abhängig.

„Wenn Kinder sich in ihrer Schule wohlfühlen, dann haben sie auch ein andere, bessere Verbindung dazu“, findet Sabine Lehmann, Chefin der Christdemokraten in der Stadtvertretung. Außerdem schaffe eine solche Beteiligung auch eine Beziehung zur Stadt, so Sabine Lehmann weiter, die auch mit ihren Leuten diesen Weg der Öffentlichkeitsbeteiligung begrüßt.

Unterdessen haben die ersten Klassen bereits damit begonnen, ihre Ideen zu entwickeln. „Wir sollen unserer Fantasie einfach einmal freien Lauf lassen“, sagt Ulrich Ziolkowski, Chef der Anne-Frank- Schule, und damit habe man eigentlich gleich nach dem Sommerferien begonnen. Auf weitere Ideen scheint Ziolkowski selbst gespannt zu sein.

Für die kommende Zeit hat Susanne Dräger schon den Zeitplan abgesteckt: „Im nächsten Jahr wird alles geplant, 2018 soll dann der Bau beginnen.“ Eine beruhigende Nachricht hat sie auch noch: „Der Landkreis als Fördermittelgeber ist auch damit zufrieden, dass wir einen Schulcampus schaffen wollen.“ Der Campus werde dann eine Einheit bilden, in der Standort und Konzept unter einem Schulleiter einhergehen.

Michael Schißler

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