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Angler buhlen mit günstigen Konditionen um Nachwuchs

KESSIN Angler buhlen mit günstigen Konditionen um Nachwuchs

Direkt an der Warnow in Kessin hat Erich Godemann (80) sein Sommerdomizil. Im Mai zieht es den Vorsitzenden des Ortsanglervereins wieder aus der Stadt ans Wasser.

Kessin. Direkt an der Warnow in Kessin hat Erich Godemann (80) sein Sommerdomizil. Im Mai zieht es den Vorsitzenden des Ortsanglervereins wieder aus der Stadt ans Wasser.

Erich Godemann ist nicht nur Vorsitzender des 111 Mitglieder starken Kessiner Ortsvereins. Er ist auch Chef des Kreisanglerverbandes Rostock. 16 Jahre lang, bis 2008, war der passionierte Angler sogar Präsidiumsmitglied des Landesanglerverbandes. „Die Aufgaben im Kreisverband haben mit der Kreisgebietsreform zugenommen“, sagt er. Denn: „Aus dem alten Landkreis Rostock wurde der größere Landkreis Bad Doberan und später der Landkreis Rostock.“ Und immer war Erich Godemann Vorsitzender. 22 Ortsvereine mit 1400 Mitgliedern, von Graal-Müritz bis Neubukow, von Rerik bis hinter Tessin gehören dazu.

Das Anglerjahr hat für die Petrijünger einen ersten Höhepunkt: den Frühjahrsputz der Gewässer. So werden die Kessiner am 19. März an der Warnow und an den Torfkuhlen im Einsatz sein.

Wie in jedem Frühjahr wurden auch in diesem Jahr Besatzfische in die Gewässer gebracht. 90 Kilogramm Setzkarpfen, der „Brotfisch“ des Anglers, kamen in die Seen und Teiche. „In diesem Jahr wurden acht Kilogramm Glasaale, jeder acht Gramm schwer und nicht einmal bleistiftlang, ausgesetzt. Sie kommen nur in Gewässer, die Zugang zum Meer haben“, sagt Erich Godemann. Dieser Aalbesatz wird EU-gefördert. „Als Kreisanglerverband könnten wir die Kosten nicht tragen, denn ein Kilo kostet 250 Euro“, verdeutlicht der Vorsitzende.

Die Jugendarbeit liegt dem Vorstand besonders am Herzen. 137 Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren sind Mitglied in den Ortsvereinen. „Wir haben im Land günstige Konditionen für die Jugend“, sagt Erich Godemann. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen im ersten Jahr für die Angelkarte nichts. Bis zu 14 Jahren benötigen sie keinen Fischereischein. Erstmalig wird es am 25. Juni am Lüsewitzer See ein Kinder- und Jugendangeln geben.

Auch das Brandungsangeln für die jungen Petrijünger am 17. September in Kühlungsborn ist schon geplant. Eine Woche später können die Erwachsenen zeigen, ob sie „Petri heil“ haben. „Zweimal im Jahr werden wir Weiterbildungslehrgänge anbieten“, sagt der Vorsitzende. Er selbst wird am 21. Mai am Satower See beim Gemeinschaftsangeln dabei sein, wenn es um die Krone des Angelkönigs geht.

Jürgen Falkenberg

OZ

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